EGT AG erweitert ihren Aktionärskreis

Neuer Partner der EGT AG ist die Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige

Bei der Vertragsunterzeichnung: Rudolf Kastner, Vorstandsvorsitzender und Aktionär der EGT AG (links) und Hubert Rinklin, Vorstandsvorsitzender der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG. Foto: pm

Die EGT Unter­neh­mens­grup­pe war bis­her zu je 50 Pro­zent im Besitz kom­mu­na­ler und pri­va­ter Anteils­eig­ner. Ein Fami­li­en­zweig der Grün­der­fa­mi­li­en ist aus dem Aktio­närs­kreis aus­ge­schie­den. Das berich­tet das Unter­neh­men in einer Pres­se­mit­tei­lung Die sei „Anlass für die EGT, die Aktio­närs­struk­tur neu zu for­men und sich für Drit­te zu öff­nen”. Am 30. Novem­ber 2018 wur­den die Ver­trä­ge zur neu­en Part­ner­schaft mit der Alb-Elek­tri­zi­täts­werk Geis­lin­gen-Stei­ge unter­zeich­net.

Die EGT wur­de am 11. Mai 1896 von Fried­rich Wil­helm von Schoen, sei­nem Bru­der Wil­helm Edu­ard Frei­herr von Schoen sowie Carl von Lin­de gemein­sam mit der Fir­ma Meiß­ner & Co., damals noch als Elek­tri­zi­täts-Gesell­schaft Tri­berg, gegrün­det. 1922 betei­lig­ten sich die Städ­te Tri­berg, St. Geor­gen, Furt­wan­gen, Horn­berg und die Gemein­de Scho­nach zu 50 Pro­zent am Stamm­ka­pi­tal der EGT. Die ande­re Hälf­te des Kapi­tals blieb in der Hand der Grün­der­fa­mi­li­en.

Heu­te ist die EGT Unter­neh­mens­grup­pe mit ihren Unter­neh­men in den Geschäfts­be­rei-chen Ener­gie­ser­vice, Netz­be­trieb, dezen­tra­le Ener­gie­ver­sor­gung sowie Elek­tro- und Infor­ma­ti­ons­tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung tätig und beschäf­tigt rund 230 Mit­ar­bei­ter. Die EGT AG ist die Dach­ge­sell­schaft der Grup­pe mit einer Viel­zahl an Toch­ter-unter­neh­men und Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten.

Das Aus­schei­den eines Fami­li­en­zweigs der Grün­der­fa­mi­li­en aus dem Aktio­närs­kreis nahm die EGT AG jetzt zum Anlass, die Aktio­närs­struk­tur neu zu for­men und den bestehen­den Aktio­närs­kreis für Drit­te zu öff­nen. „Mit der Alb-Elek­tri­zi­täts­werk Geis­lin­gen-Stei­ge eG und ihrem Vor­stands­vor­sit­zen­den Hubert Rin­k­lin ist es uns gelun­gen, einen stra­te­gi­schen Part­ner zu fin­den, der sich sowohl dem Wohl des Unter­neh­mens als auch der Wah­rung und Stei­ge­rung des Unter­neh­mens­wer­tes ver­pflich­tet“, so Rudolf Kast­ner, Vor­stands­vor­sit­zen­der und Aktio­när der EGT AG.

Das Alb-Elek­tri­zi­täts­werk mit Sitz in Geis­lin­gen an der Stei­ge wur­de 1910 gegrün­det und ist seit­her ste­tig gewach­sen. Heu­te gehö­ren die drei Geschäfts­be­rei­che Ener­gie­ver­sor­gung, Elek­tro- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik und Elek­tro­fach­han­del sowie eine Rei­he von Toch­ter­un­ter­neh­men und Betei­li­gun­gen zur Alb­werk-Grup­pe. Sie erzielt mit 385 Mit­ar­bei­tern jähr­lich rund 300  Mil­lio­nen Euro Umsatz­er­lö­se.

Die 1300 Mit­glie­der ihrer Genos­sen­schaft stam­men aus der Gegend zwi­schen Fils und Alb und gehö­ren allen gesell­schaft­li­chen Berei­chen an. „Das Alb­werk ist ein Part­ner auf Augen­hö­he mit viel­fäl­ti­gen Koope­ra­ti­ons­po­ten­tia­len in den Berei­chen Ener­gie­ser­vice, Ener­gie­net­ze sowie Elek­tro- und Infor­ma­ti­ons­tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung“, betont Rudolf Kast­ner. Der neue Part­ner wird zu einem Drit­tel an der EGT AG betei­ligt. Die pri­va­ten und kom­mu­na­len Aktio­nä­re sind wei­ter­hin zu glei­chen Tei­len und eben­falls zu je einem Drit­tel Teil­ha­ber der EGT AG.

„Das Geschäfts­jahr 2018 mit dem Spa­ten­stich für den inno­va­ti­ven Neu­bau in St. Geor­gen, dem Ein­stieg beim IT-Unter­neh­men Oxy­gen Tech­no­lo­gies in Frei­burg und unse­rem neu­en Geschäfts­be­reich Inge­nieur-Dienst­leis­tun­gen für Elek­tro- und Infor­ma­ti­ons­tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung mit Geschäfts­räu­men in Frankfurt/ Esch­born war ein gutes Jahr für die EGT Unter­neh­mens­grup­pe“, infor­miert Jens Buch­holz, Finanz­vor­stand der EGT AG. „Vor allem in der Gebäu­de­tech­nik wur­den die Zie­le deut­lich über­trof­fen und die Zei­chen ste­hen in allen Berei­chen wei­ter auf Wachs­tum. Die Umsatz­er­lö­se wer­den im Jahr 2018 auf 108 Mil­lio­nen Euro anstei­gen. Im Jahr 2019 wird ein Umsatz von rund 120 Mil­lio­nen Euro erwar­tet.“