NRWZ.de, 14. Januar 2021, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

Elektroautos für Carsharing startklar

Stadtwerke Schramberg machen mobil / Sechs Euro pro Stunde

Es ist soweit: Am Montag, 18. Januar startet in Schramberg das Projekt Carsharing, initiiert von den Stadtwerken. Vier Elektrofahrzeuge können vonb da an an öffentlichen Ladepunkten gemietet werden: in der Talstadt beim Rathaus, in Tennenbronn am Dorfplatz, auf dem Sulgen beim Hallenbad „badschnass“ und in Waldmössingen bei der Ortsverwaltung. „Wir wollen damit einen Beitrag zur verbesserten Mobilität sowie zum Klimaschutz leisten und Autofahrer für den Umstieg auf ein Elektroauto interessieren“, sagt Christian Blessing, Leiter Vertrieb und Marketing der Stadtwerke in einer Pressemitteilung.

Beim Schramberger Carsharing kooperieren die Stadtwerke mit dem Anbieter twist-mobility – das Unternehmen habe bereits Erfahrung auf diesem Gebiet und stelle vier rein elektrisch betriebene Renault Zoe zur Verfügung. Je nach Fahrweise böten die fünftürigen Kleinwagen mit großem Stauraum bei 136 PS Leistung und 140 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit bis zu 385 Kilometer Reichweite, so die Stadtwerke. Jedes Elektrofahrzeug sei mit der EnBW mobility+ Ladekarte ausgestattet, mit der man Zugang zum EnBW Hypernetz mit mehr als 100.000 Ladepunkten habe.

Einfach anmelden

Wer eines dieser Autos nutzen möchte, müsse zunächst die sogenannte „twist App“ auf sein Smartphone laden. Dann folgen die nächsten Schritte: registrieren, den Nachweis über den Besitz eines Führerscheins erbringen und das gewünschte Zahlungsmittel hinterlegen. Die Anmeldegebühr betrage 10 Euro, dafür erhalte der Kunde einmalig 60 Freiminuten. „Jetzt kann man eines der Autos per App auswählen und bei Verfügbarkeit reservieren oder direkt mieten. Dies ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche möglich“, so die Stadtwerkeankündigung.

Überhaupt sei die App im wahrsten Sinne des Wortes der Schlüssel für dieses Carsharing-Modell, denn über die Smartphone-App werde das Fahrzeug auch geöffnet und abgeschlossen. Einen Zündschlüssel gebe es nicht, dafür hätten die Renault Zoe einen Start/Stop-Knopf. „Wenn das Auto wieder zum Ausgangspunkt zurückgebracht wird, muss es mit dem Ladekabel wieder mit der Heimatstation verbunden werden – damit endet dann die Miete.“

Grundsätzlich müssten die Nutzer das Fahrzeug immer an der Ladestation abgeben, an der sie es auch gemietet haben: Wer das Fahrzeug in der Talstadt buche, müsse es also hier auch wieder abstellen. Die maximale Mietdauer liege bei 72 Stunden. Danach sei das Fahrzeug dann eine Stunde lang für den gleichen Nutzer gesperrt, damit auch andere Interessenten „zum Zuge“ kommen. Die Miete für ein Elektrofahrzeug koste 6 Euro pro Stunde oder maximal 45 Euro am Tag inklusive Versicherung und 200 Freikilometer – danach würden für jeden weiteren Kilometer 16 Cent berechnet.

„Unser Carsharing-Angebot ist auch eine interessante Alternative für Betriebe oder Dienstleister, die immer zur gleichen Zeit ein Fahrzeug benötigen“, erklärt Christian Blessing. Diese sogenannten Ankermieter beteiligten sich durch eine monatliche Bereitstellungsgebühr an den Fahrzeugen und erhielten dafür ein exklusives Nutzungsrecht in festgelegten Zeiträumen. Während dieser Zeit stehe das Elektroauto dann nicht für den öffentlichen Sharingbetrieb zur Verfügung.

Nähere Informationen zum Schramberger Carsharing erhalten Interessierte bei den Stadtwerken unter der Telefon-Nummer 07422 – 9534190.

Elektroautos für Carsharing startklar