ENRW erhöht Strompreise und stellt auf Öko-Strom um

Bild von Oliver Peters auf Pixabay

Die Energieversorgung Rottweil (ENRW) erhöht zum 1. Januar 2020 ihre Verbrauchspreise für Strom. Wesentlicher Grund seien gestiegene Ausgaben für die Strombeschaffung, höhere Netznutzungsentgelte sowie höhere Steuern, Abgaben und Umlagen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Es handele sich durchweg um Kosten, welche von der ENRW nicht beeinflussbar seien, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Preise für Erdgas, Wärme und Trinkwasser bleiben demnach konstant. Eine weitere Neuerung: Vertragskunden der ENRW erhalten ab 2020 ausschließlich Öko-Strom.

Grafik: ENRW

Die Anpassung der Strompreise tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Je nach Tarif habe der regionale Energieversorger die Strompreise zwischen vier und sechs Jahre stabil halten können. „Da sich der Strompreis allerdings zu immer größeren Teilen aus Kosten zusammensetzt, die nicht von der ENRW beeinflussbar sind, muss die Preissteigerung nun an die Kunden weitergegeben werden“, heißt es in der Mitteilung.

Noch beeinflussbar hingegen scheine der weltweite Klimawandel zu sein, so die ENRW weiter. Der Versorger selbst setze deshalb schon lange ausschließlich auf regenerative Stromerzeugung: zum Beispiel aus Sonnenenergie und Wasser sowie auf eine klimaschonende Kraft-Wärme-Kopplung. Durch diese umweltschonende Stromerzeugung und Energieeffizienz-Dienstleistungen spart die ENRW nach eigenen Angaben pro Jahr rund 12.000 Tonnen klimaschädliches CO2 ein. Doch die Produktionsmenge der regenerativen Stromerzeugung vor Ort reiche nicht aus, um den Bedarf der ENRW-Stromkunden zu decken.

Deshalb will die ENRW ab 2020 automatisch alle Vertragskunden mit regenerativ erzeugtem Öko-Strom versorgen. Es handele sich um 100 Prozent grünen Strom aus Wasserkraft, produziert in Ländern der Alpenregion und zertifiziert vom TÜV SÜD Erneuerbare Energien. Als „Vertragskunden“ bezeichnet der regionale Energieversorger alle Tarifkunden, die mit der ENRW einen Stromlieferungsvertrag – beispielsweise auf Basis der Tarife „Single“ oder „Family“ – abgeschlossen haben.

Zurück zum Strompreis: Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden beträgt der Anteil staatlicher Bestandteile beim Strom ölaut ENRW 49 Prozent. Diese gibt der Gesetzgeber in Form von Steuern, Abgaben und Umlagen vor. Hinzu kommen weitere durch behördliche Maßnahmen festgelegte Kostenbestandteile in Höhe von 23 Prozent. Neben diesen fixen Kostenblöcken von insgesamt 72 Prozent sind auch die Großhandelspreise für Strom deutlich angestiegen.

Im Gegensatz zu sogenannten „Stromdiscounter“ sichere die ENRW ihren Kunden ein seriöses Wirtschaften zu und locke nicht mit „fragwürdigen Billig-Angeboten“, teilt das Unternehmen weiter mit. Die Mitarbeiter des regionalen Energieversorgers seien täglich in der Region unterwegs, um eine zuverlässige Versorgung und eine persönliche Beratung durch geschultes Personal zu garantieren. Als kommunales Unternehmen kämen die Gewinne direkt der Region wieder zu Gute.

Die ENRW investiere zudem seit Jahrzehnten vor Ort und biete mehr als 200 Arbeits- sowie sieben Ausbildungsplätze an. Zudem engagiert sich das Unternehmen mit Sponsoring oder Aktionen wie beispielsweise der „ENRW-Dorfputzete“ rund um Rottweil und Spaichingen. 2016 wurde ein Kundenbeirat eingerichtet, um noch besser auf die Belange der Kunden eingehen zu können.

Weitere Infos zur Strompreisanpassung finden sich auf der Startseite der Unternehmens-Website www.enrw.de unter „NEWS“.

 

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