Existenzgründertag in der Eschachhalle

Prof. Dr. Stefan Stoll, Digital Punk und Leiter des Studiengangs Wirtschaftsinformatik der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen, spricht auf dem EGON Existenzgründertag am Freitag, 13. April, in Niedereschach. Foto: pm

KREIS ROTTWEIL – Eine eige­ne Fir­ma grün­den: Die­sen Gedan­ken wol­len die Gemein­den Nie­dere­schach, Dau­ch­in­gen und Deiß­lin­gen jetzt noch stär­ker för­dern. Gemein­sam wol­len sie das Inter­es­se der Bevöl­ke­rung an Selbst­stän­dig­keit und Unter­neh­mer­tum wecken. Des­halb haben sie 2017 die Wirt­schafts­för­de­rungs- und Exis­tenz­grün­dungs­of­fen­si­ve Neckar-Eschach (EGON) gegrün­det und einen haupt­be­ruf­li­chen Wirt­schafts­för­de­rer ein­ge­stellt. Ers­ter Höhe­punkt der gemein­sa­men Offen­si­ve ist der Exis­tenz­grün­der­tag 2018. Er fin­det am Frei­tag, 13. April, 16 Uhr, in der Eschach­hal­le in Nie­dere­schach statt. Der Ein­tritt ist frei. 

Der Exis­tenz­grün­der­tag befasst sich mit einem aktu­el­len Trend, der Digi­ta­li­sie­rung. Das sport­li­che Mot­to lau­tet: „Digi­tal durch­star­ten …“ Die Ver­an­stal­ter beto­nen: „Jeder Betrieb – nicht nur ein Grün­der – steht heu­te vor den Her­aus­for­de­run­gen der soge­nann­ten digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Des­halb rich­tet sich der Exis­tenz­grün­der­tag auch an alle gestan­de­nen Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, Hand­werks- und Gewer­be­trie­be.“ Wirt­schafts­för­de­rer Dipl.-Betriebswirt (FH) Gun­nar von der Grün sagt: „Wenn wir von Digi­ta­li­sie­rung spre­chen, geht es nicht allein dar­um, Maschi­nen per Smart­pho­ne zu steu­ern. Es geht dar­um, den gesam­ten Geschäfts­be­trieb auf den Prüf­stand zu stel­len und auf Digi­ta­li­sie­rung aus­zu­rich­ten.“

 

Wie das geht, dar­über spricht der Haupt­re­fe­rent des Exis­tenz­grün­der­ta­ges, Prof. Dr. Ste­fan Stoll, Lei­ter des Stu­di­en­gangs Wirt­schafts­in­for­ma­tik der Dua­len Hoch­schu­le Baden-Würt­tem­berg in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen. Er ist der „Digi­tal Punk“. Wie einst die Punk-Rocker radi­kal anders dach­ten, so zeigt Prof. Stoll, einen neu­en Denk­an­satz für Beruf und Geschäft. Prof. Stoll sagt: „Digi­ta­li­sie­rung ist eine Art zu den­ken, nicht eine Maschi­ne oder Soft­ware.“ Zuerst soll­ten Fir­men mit alten Ver­hal­tens­wei­sen bre­chen, um krea­tiv und offen zu sein für Neu­es. Zugleich soll­ten sie mit Hil­fe digi­ta­ler Tech­nik ihr bewähr­tes Kön­nen für die Zukunft nutz­bar machen. Prof. Stoll unter­stützt Fir­men dabei, die­sen Weg zu gehen und sich fit zu machen für neu­ar­ti­ge Geschäfts­mo­del­le.

An den Haupt­vor­trag schließt sich eine span­nen­de Talk-Run­de an. Gun­nar von der Grün hat zwei völ­lig unter­schied­li­che Exis­tenz­grün­der ein­ge­la­den, die die Digi­ta­li­sie­rung bereits für ihr Geschäft nut­zen. Patrick Schu­ma­cher ent­wi­ckelt mit sei­ner Fir­ma Duplis GmbH in Dun­nin­gen neu­ar­ti­ge Holz­spal­ter. Die Kon­struk­ti­on ent­steht am Com­pu­ter und wird zuerst drei­di­men­sio­nal aus­ge­druckt und getes­tet, bevor teu­re Maschi­nen und Werk­zeu­ge bewegt wer­den. Zwei­ter Gesprächs­part­ner ist Kevin Klett von der monikit UG aus Stutt­gart. Die­ses Start­up-Unter­neh­men nutzt die Digi­ta­li­sie­rung, um chro­nisch Kran­ken zu hel­fen. Die bei­den Grün­der und Mode­ra­tor Gun­nar von der Grün dis­ku­tie­ren mit „Digi­tal Punk“ Prof. Stoll. Das Publi­kum ist ein­ge­la­den, an der Dis­kus­si­on teil­zu­neh­men und Fra­gen zu stel­len.

Auf dem abschlie­ßen­den Grün­der­markt in der Eschach­hal­le kön­nen Besu­cher und Inter­es­sen­ten mit einer Rei­he von Part­nern der Exis­tenz­grün­dungs­of­fen­si­ve spre­chen. Wäh­rend­des­sen bewir­ten die Land­frau­en Nie­dere­schach. Die Exper­ten und EGON-Part­ner beant­wor­ten alle Fra­gen, auch wenn jemand nur eine unver­bind­li­che Idee zu einem eige­nen Geschäft hat oder ganz kon­kret etwas zur Finan­zie­rung einer Nach­fol­ge oder betriebs­wirt­schaft­li­chen Wei­ter­bil­dung wis­sen will.