Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Archiv-Foto: him

REGION (pm) – Rund die Hälf­te der Bevöl­ke­rung hat kaum eine Chan­ce auf ein fai­res Ent­gelt in der Arbeits­welt: „Wo bleibt unser Geld“, fra­gen sich Mil­lio­nen Frau­en in Deutsch­land täg­lich. Denn immer noch ver­die­nen sie laut Pres­se­mit­tei­lung des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des durch­schnitt­lich nur 78 Pro­zent von dem, was Män­ner bekom­men.

Nur durch den gesetz­li­chen Min­dest­lohn hat sich der Ent­gelt­un­ter­schied von 22 Pro­zent auf 21 pro­zent ver­bes­sert. Die Lohn­lü­cke hat sich in den letz­ten Jah­ren kaum geän­dert. Die Zah­len wir­ken wie in Stein gemei­ßelt. Trotz vie­ler Sonn­tags­re­den tut sich bei der Ent­gelt­gleich­heit viel zu wenig – und vie­le wich­ti­ge Schrit­te wer­den nur zöger­lich ange­packt.

Die Ent­gelt­lü­cke von 21 Pro­zent hat vie­le Grün­de. Zum einen wer­den vie­le Frau­en in der­sel­ben Tätig­keit tat­säch­lich schlicht und ein­fach schlech­ter bezahlt als ihre männ­li­chen Kol­le­gen. Zum ande­ren arbei­ten Frau­en wesent­lich häu­fi­ger Teil­zeit als Män­ner und über­neh­men noch immer den Löwen­an­teil der Erzie­hungs- und Pfle­ge­ar­beit in der Fami­lie – mit ent­spre­chen­den Unter­bre­chun­gen ihrer Erwerbs­bio­gra­fie.

Bei­des führt unterm Strich zu gerin­ge­ren Ent­gel­ten. Und nicht zuletzt sind weib­lich domi­nier­te Beru­fe häu­fig immer noch schlech­ter bezahlt als „typisch männ­li­che“ Beru­fe: Der in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich gewach­se­ne Nied­rig­lohn­sek­tor in Deutsch­land ist über­wie­gend weib­lich. Der DGB und sei­ne Mit­glieds­ge­werk­schaf­ten for­dern des­halb die die Regie­rungs­ver­ant­wort­li­chen dazu auf die Lücke end­lich zu schlie­ßen, denn Frau­en haben Recht auf Mehr!