Friedrich-Ebert-Schule: Besuch aus China

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SCHRAMBERG (pm) –  Gäs­te aus Chi­na, die sich über die dua­le Aus­bil­dung infor­mie­ren woll­ten, hat die Fried­rich-Ebert-Schu­le (FES) in Schram­berg die­ser Tage emp­fan­gen. Als Koope­ra­ti­ons­part­ner war der Aus­bil­dungs­lei­ter der Fir­ma Kern-Lie­bers Schram­berg, Andre­as Bit­zer, mit von der Par­tie sowie zwei Aus­bil­der von Kern-Lie­bers Chi­na und zwei chi­ne­si­sche Aus­zu­bil­den­de.

Die Fir­ma Kern-Lie­bers hat in Chi­na meh­re­re Nie­der­las­sun­gen mit etwa 700 Mit­ar­bei­tern. In die­sen Unter­neh­men betreibt sie in Koope­ra­ti­on mit dem DHWT aus Chi­na und der Fir­ma Mubea eine Aus­bil­dungs­werk­statt nach deut­schem Vor­bild mit etwa 120 Aus­zu­bil­den­den. Bei ihrem Besuch in Schram­berg infor­mier­ten sie sich über die Aus­bil­dungs­stan­dards in einem deut­schen Aus­bil­dungs­be­trieb. Um ihre Ein­drü­cke zu ver­tie­fen, waren die Gäs­te aus Chi­na auch in der FES ein­ge­la­den, um dort das dua­le Sys­tem und die Koope­ra­ti­on von Schu­le und Betrieb näher ken­nen zu ler­nen. Ver­tre­ter der Schu­le erläu­ter­ten den Besu­chern  zunächst die ver­schie­de­nen Bil­dungs­we­ge im Metall­be­reich und der Unter­richts­auf­bau. Dabei wur­de deut­lich, dass die Kom­pe­tenz­ent­wick­lung im dua­len Sys­tem in Deutsch­land eine zen­tra­le Rol­le spielt.

Die Schü­ler bekom­men neben fach­li­chen Inhal­ten auch Sozi­al- und Lern­kom­pe­ten­zen ver­mit­telt, was die Fähig­keit zur  selbst­stän­di­gen Pro­blem­lö­sung för­dert. Die bei­den chi­ne­si­schen Aus­zu­bil­den­den konn­ten die Umset­zung die­ses Kon­zepts dann auch bei dem Besuch einer Unter­richts­stun­de, zusam­men mit Aus­zu­bil­den­den von Kern-Lie­bers, haut­nah mit­er­le­ben. Dem Erfah­rungs­aus­tausch folg­te ein Rund­gang durch die Metall-Werk­stät­ten und spe­zi­el­len Fach­la­bo­re, in denen Tech­no­lo­gi­en wie etwa CNC-Tech­nik, CAD- und Steue­rungs­tech­nik unter­rich­tet wer­den.

Im Gespräch zeig­te sich, dass es Labo­re in die­ser Aus­stat­tung an chi­ne­si­schen Schu­len nicht gibt, da dort der prak­ti­sche Teil aus­schließ­lich in den Betrie­ben statt­fin­det. Die abschlie­ßen­de Dis­kus­si­ons­run­de, die von der Eng­lisch­leh­re­rin Mech­tild Hun­zin­ger gedol­metscht wur­de, zeig­te dann auch, dass momen­tan noch gro­ße Qua­li­täts-Unter­schie­de in der Berufs­aus­bil­dung der bei­den Län­der bestehen.

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