Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Berufsberatung zum Schuljahresbeginn neu aufgestellt und weitet die persönliche Beratung erheblich aus. Zukünftig beraten die Expertinnen und Experten der Berufsberatung laut Pressemitteilung vorrangig an den Schulen selbst.

„Wir sind ab sofort stärker dort, wo junge Menschen ohnehin unterwegs sind. Schülerinnen und Schüler haben also künftig kurze Wege und müssen nicht mehr für jeden Termin in die Agentur für Arbeit fahren“, sagt Erika Faust, Leiterin der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen. Die Präsenzzeiten werden an den Schulen bekannt gegeben.

Zugleich zeigt die BA ein Jahr früher Präsenz an den Schulen. So startet die Berufsorientierung beim geplanten Schulabgang nach der zehnten Klasse bereits in der Klassenstufe acht. An Gymnasien sind die Berufsberater ab der Klasse neun unterwegs. „Wir wollen junge Menschen noch intensiver unterstützen und setzen deswegen früher an. Das schafft Zeit, um sich mit den Wunschberufen näher zu befassen und dann den richtigen Weg zu gehen. Auch Eltern sollen noch stärker in die Beratung einbezogen werden.“ so Faust

Neben der persönlichen Beratung baut die BA auch das Online-Angebot aus. Mit dem innovativen Selbsterkundungstool (SET: www.set.arbeitsagentur.de) erfahren junge Menschen sehr konkret und individuell, welche Berufe, ob duale Ausbildung oder Studienfach, zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passen.

In den beiden kommenden Jahren soll auch die Beratung an Berufsschulen und an Hochschulen ausgebaut werden. Niemand soll auf dem Weg von der Schule in den Beruf verloren gehen, dazu gehören auch potenzielle Studien- und Ausbildungsabbrecher.

Mit der Berufsberatung vor dem Erwerbsleben startet die BA die erste Phase der „Lebensbegleitenden Berufsberatung“. Durch die Digitalisierung ändert sich die Arbeitswelt, manche Jobs fallen weg, andere entstehen neu. Die BA wird ihr Beratungsangebot in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

 

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