Für weniger CO2 auf der Straße

Continental setzt auf innovative Tech-nologie von Schweizer und Infineon für 48-V-Systeme

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das Chip-Embedding von Power-MOSFETs. Foto: pm

Die Schwei­zer Elec­tro­nic AG und Infi­ne­on Tech­no­lo­gies haben eine neue Tech­no­lo­gie für Mild-Hybrid-Fahr­zeu­ge ent­wi­ckelt: das Chip-Embed­ding von Power-MOS­FETs. Die Tech­no­lo­gie erhöht laut einer Pres­se­mit­tei­lung die Leis­tungs­fä­hig­keit von 48-V-Sys­te­men deut­lich und ver­rin­gert gleich­zei­tig deren Kom­ple­xi­tät.

Con­ti­nen­tal Power­train hat sich nun als ers­ter Anwen­der für den Ein­satz die­ser Tech­no­lo­gie ent­schie­den. „Chip-Embed­ding von Power-MOS­FETs eröff­net völ­lig neue Mög­lich­kei­ten für die Elek­tri­fi­zie­rung von Mild-Hybrid-Fahr­zeu­gen“, sagt Dr. Rolf Mer­te, CEO bei Schwei­zer Elec­tro­nic. „Die Tat­sa­che, dass sich einer der welt­weit füh­ren­den Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer für unse­re Tech­no­lo­gie ent­schie­den hat, unter­streicht ihr Poten­zi­al.“ Beim Chip-Embed­ding wer­den die Leis­tungs-MOS­FETs nicht wie bis­her auf Pla­ti­nen gelö­tet, son­dern in die­se inte­griert. „Die damit ver­bun­de­nen ther­mi­schen Vor­tei­le ermög­li­chen eine deut­lich höhe­re Leis­tungs­dich­te, außer­dem sind mit ein­ge­bet­te­ten Chips noch zuver-läs­si­ge­re Sys­te­me mög­lich“, sagt Dr. Frank Find­eis, der bei Infi­ne­on das Geschäft mit Au-tomo­ti­ve-MOS­FETs ver­ant­wor­tet.

Unter dem Strich kön­nen Sys­tem­ent­wick­ler damit die Leis­tung eines 48-V-Sys­tems erhö­hen oder es kos­ten­ef­fi­zi­en­ter aus­le­gen.“ Con­ti­nen­tal Power­train nutzt die Tech­no­lo­gie in einem 48-V-Star­ter­ge­ne­ra­tor für Fahr­zeu­ge eines gro­ßen euro­päi­schen Auto­bau­ers. „Durch das Chip-Embed­ding kön­nen wir die Leis­tung im Ver­gleich zu einem kon­ven­tio­nell auf­ge­bau­ten Sys­tem um 60 Pro­zent stei­gern“, sagt Diet­mar Vogt, Sys­tem Tech­ni­cal Pro­ject Lea­der bei Con­ti­nen­tal Power­train. 

48-V-Star­ter­ge­ne­ra­to­ren tra­gen dazu bei, dass Mild-Hybrid-Fahr­zeu­ge bis zu rund 15 Pro­zent weni­ger CO2 aus­sto­ßen als mit kon­ven­tio­nel­lem Antriebs­strang. Mit ihnen kann der Motor häu­fi­ger und län­ger stop­pen als bei einem Start-Stopp-Sys­tem auf 12-V-Basis. Dar­über hin­aus kön­nen sie durch das Boos­ten beim Beschleu­ni­gen die Last des Ver­bren­nungs­mo­tors ver­rin­gern. Beim Brem­sen reku­pe­rie­ren sie mehr kine­ti­sche Ener­gie als ein 12-V-Sys­tem.

Infi­ne­on steu­ert zu dem neu­en Ansatz sei­ne füh­ren­de MOS­FET-Tech­no­lo­gie OptiMOS™5 bei, Schwei­zer sei­ne Embed­ding-Tech­no­lo­gie Smart p² Pack®. Den Start der Mas­sen­pro­duk­ti­on pla­nen die Part­ner für das Jahr 2021.

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