Future Jobs” bei SW in Waldmössingen

Werkzeugmaschinenhersteller wächst weiter und sucht Nachwuchskräfte

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Der Chef der SW- Ausbildungswerkstatt, Walter Litterst, im Gespräch mit Jugendlichen.

SCHRAMBERG  (him) – Wie­der auf gro­ße Reso­nanz gesto­ßen ist die Akti­on Future Jobs bei SW in Schram­berg Wald­mös­sin­gen. Mit dem Akti­ons­tag am Frei­tag warb der Werk­zeug­ma­schi­nen­her­stel­ler um Nach­wuchs­kräf­te. Gut 150 Besu­cher waren gekom­men.

Bei mir  sol­len die Schü­ler einen Draht in der ‚SW-Form‘ bie­gen“, erläu­tert Mar­co Sauer­brunn.  Im Aus­bil­dungs­zen­trum von SW haben die Aus­zu­bil­den­den meh­re­re Sta­tio­nen auf­ge­baut. Da wird gelö­tet, gebo­gen zusam­men­ge­steckt. Die­se Sta­tio­nen sol­len dazu die­nen, dass die Besu­cher aus­pro­bie­ren kön­nen, wel­che hand­werk­li­chen Fähig­kei­ten sie haben und was ihnen beson­ders Spaß macht.  „Wir las­sen die Jugend­li­chen einen ‚Hei­ßen Draht bas­teln“, so Sauer­brunn.

Der Draht muss in die Scha­blo­ne.…

Mit einem gabel­ähn­li­chen Teil muss man die SW-Kon­tur ent­lang fah­ren, mög­lichst ohne die­se zu berüh­ren. Bei einem Kon­takt leuch­tet eine LED auf und  ertönt ein Pieps-Ton. Die dafür not­wen­di­ge Pla­ti­ne kön­nen die Schü­ler bei Marc Bea löten: „Hier kom­men die Wider­stän­de auf die Pla­ti­ne, wir löten das Kabel für die Gabel, eine LED und den Laut­spre­cher für den Piep­ser dran.“ Bea war schon im ver­gan­ge­nen Jahr bei Future Jobs, erzählt er und lacht: „Damals als Besu­cher.“

..und dann kommt die Pla­ti­ne dran.

Das Spe­zi­al­ge­biet „mehr­spind­li­ge Bear­bei­tungs­zen­tren“ hat nach wie vor gro­ße Wachs­tums­per­spek­ti­ven. Der Betrieb mit dem Stamm­werk in Wald­mös­sin­gen wächst seit Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich und beschäf­tigt mitt­ler­wei­le 700 Mit­ar­bei­ter.

Weil der Bedarf an Fach­kräf­ten hoch ist, ver­an­stal­tet SW jedes Früh­jahr die­sen Tag, an dem Aus­zu­bil­den­de künf­ti­ge Schul­ab­gän­ger über die beruf­li­chen Per­spek­ti­ven und die ver­schie­de­nen Aus­bil­dungs­be­ru­fe infor­mie­ren. Dazu gehö­ren etwa der Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker und der Mecha­tro­ni­ker. Auch zur Fach­kraft für Lager­lo­gis­tik kann man sich bei SW aus­bil­den las­sen. Neu sind ab 2018 auch die Aus­bil­dun­gen als Fach­in­for­ma­ti­ker oder Indus­trie­kauf­frau oder – mann. Der­zeit bil­det SW  39 Aus­zu­bil­den­de, sechs DH-Stu­den­ten und zwei Stu­den­ten im Stu­di­um­P­lus aus.
Außer­dem bie­tet SW in Wald­mös­sin­gen meh­re­re dua­le Stu­di­en­gän­ge an: Mecha­tro­nik, Maschi­nen­bau, Elek­tro­tech­nik und Infor­ma­tik. Wer sich für ein Stu­di­um Plus inter­es­siert, kann hier eben­falls die Fach­rich­tun­gen Maschi­nen­bau und Mecha­tro­nik wäh­len und außer­dem Inter­na­tio­nal Engi­nee­ring.

Über inter­es­san­te Stu­di­en­mög­lich­kei­ten infor­mier­te SW eben­falls.

Wer sich für das Stu­di­um Plus ent­schei­det, kann in vier­ein­halb Jah­ren gleich zwei berufs­qua­li­fi­zie­ren­de Abschlüs­se in der Zeit von einem erwer­ben: Den Indus­trie­me­cha­ni­ker und den Bache­lor in Maschi­nen­bau und Mecha­tro­nik oder den Bache­lor in Inter­na­tio­nal Engi­nee­ring (IEB). Beson­ders inter­es­sant: Wäh­rend der gesam­ten Stu­di­en­zeit erhal­ten die Stu­den­ten-Azu­bis eine Ver­gü­tung.

Neben Infor­ma­tio­nen bot SW bei Future Jobs auch ein Gewinn­spiel an. Wer alle Sta­tio­nen ein­schließ­lich einer Betriebs­be­sich­ti­gung absol­viert hat­te, konn­te unter ande­rem eine Play­sta­ti­on gewin­nen. Ein pro­fes­sio­nel­les Bewer­bungs­fo­to von der Schram­ber­ger Foto­gra­fin Annet­te Kasen­ba­cher gab es zudem für alle.

„Bit­te recht freund­lich…” Annet­te Kasen­ba­cher im impro­vi­sier­ten Foto­stu­dio.

SW wirbt so mas­siv um Nach­wuchs­kräf­te, weil der Betrieb kon­ti­nu­ier­lich wächst. In Wald­mös­sin­gen stieg die Zahl der Arbeits­plät­ze in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren von etwa 450 auf der­zeit 700. Es ent­stand 2013 ein neu­es Tech­no­lo­gie­zen­trum. 2015/16 erwei­ter­te SW die Mon­ta­ge­hal­le um 5000 Qua­drat­me­ter, und ein neu­es Büro­ge­bäu­de wird Ende Juni ein­ge­weiht.

Im Okto­ber 2016 eröff­ne­te das Unter­neh­men in Chi­na ein Werk mit 18.000 Qua­drat­me­tern, und grün­de­te Anfang 2017 eine Ver­triebs­nie­der­las­sung in Mexi­ko. Das erwei­ter­te Werk in den USA wird Ende des Jah­res mit einer Fei­er ein­ge­weiht. Erst kürz­lich über­nahm SW sei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft aus Tett­nang, SW Auto­ma­ti­on,  zu 100 Pro­zent.

Zurück im Aus­bil­dungs­zen­trum. An einer wei­te­ren Sta­ti­on kla­ckert und zischt es. Marc Büh­ler hat eine Auf­ga­be einer Zwi­schen­prü­fung für Indus­trie­me­cha­ni­ker auf­ge­baut. „Da müs­sen wir eine mecha­ni­sche Bau­grup­pe nach einem Schalt­plan fer­ti­gen.“ Die Anla­ge dient dazu, Werk­stü­cke an eine bestimm­te Posi­ti­on in einem Fer­ti­gungs­pro­zess zu beför­dern. Per Knopf­druck kann Büh­ler auf Dau­er- oder Ein­zel­be­trieb umschal­ten. Die Besu­cher schau­en und stau­nen.

Marc Büh­ler mit sei­nem Pro­jekt.

Einen Vor­teil des Aus­bil­dungs­ta­ges sieht Mar­ke­ting­fach­frau Ame­lie Kne­er dar­in, dass die Jugend­li­chen den Betrieb schon vor dem Aus­bil­dungs­be­ginn gese­hen haben und die für sie wich­ti­gen Ansprech­part­ner ken­nen­ler­nen kön­nen. Neben den Aus­zu­bil­den­den sind jedes Jahr auch die Aus­bil­der der ein­zel­nen Fach­be­rei­che sowie die Per­so­nal­re­fe­ren­ten vor Ort und ste­hen Rede und Ant­wort. Der Erfolg gibt dem Kon­zept recht: „Im ver­gan­ge­nen Jahr haben wir alle unse­re Azu­bis über den Aus­bil­dungs­tag rekru­tiert“, berich­tet Kne­er.
Mehr  dazu auch  auf www.sw-machines.de/karriere Oder direkt bei Schwä­bi­sche Werk­zeug­ma­schi­nen, See­dor­fer Stra­ße 91 78713 Schram­berg-Wald­mös­sin­gen
Per­so­nal­ab­tei­lung · Tel. 07402 74–232 personal@sw-machines.de

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