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Montag, 9. Dezember 2019
Start Wirt­schaft Gast­ge­ber der Regi­on könn­ten von weni­ger Büro­kra­tie pro­fi­tie­ren

Gastgeber der Region könnten von weniger Bürokratie profitieren

IHK begrüßt Bun­des­in­itia­ti­ve zum digi­ta­len Mel­de­schein:

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„Der digi­ta­le Mel­de­schein wird schon seit vie­len Jah­ren vom Gast­ge­wer­be gefor­dert”, fasst Micha­el Stei­ger, Vor­sit­zen­der des Tou­ris­mus­aus­schus­ses der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg, ein Kern­an­lie­gen der Bran­che zusam­men. Gera­de die Tou­ris­mus­re­gi­on Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg wür­de von einer Geset­zes­in­itia­ti­ve zur Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung der Anmel­dung von Gäs­ten pro­fi­tie­ren. Dies steht mit dem Ent­wurf zum Drit­ten Büro­kra­tie­ent­las­tungs­ge­setz jetzt kon­kret in Aus­sicht.

Micha­el Stei­ger erklärt in einer IHK-Pres­­se­­mit­­tei­­lung wei­ter: „Der Beschluss des Bun­des­ka­bi­netts pro digi­ta­ler Mel­de­schein ist eine gute Nach­richt für unse­re knapp 1700 Tou­ris­mus­be­trie­be in der Regi­on. Sie emp­fan­gen Kurz­rei­sen­de, Geschäfts­rei­sen­de und Urlau­ber. Sie müs­sen sich auf den per­sön­li­chen Kon­takt kon­zen­trie­ren.” Je weni­ger Papier hier anfal­le, des­to bes­ser. Das spa­re Zeit und Kos­ten, sodass sich Inha­ber auf die Moder­ni­sie­rung von Betriebs­ab­läu­fen, Mit­ar­bei­ter­füh­rung und Gäs­te­be­treu­ung kon­zen­trie­ren könn­ten.

Wich­tig sei, so Stei­ger, dass die Umstel­lung auf den digi­ta­len Mel­de­schein vor­erst frei­wil­lig blei­be: „Wir müs­sen klei­ne­ren Betrie­ben auch die Mög­lich­keit geben, die­sen ers­ten Schritt in die Digi­ta­li­sie­rung zu gehen.” Die Anmel­dung des Gas­tes sei aber auch ein so kon­kre­ter Fall, dass jeder Unter­neh­mer einen ech­ten Mehr­wert durch die Digi­ta­li­sie­rung spü­ren wer­de.


Hin­ter­grund:
Das digi­ta­le Mel­de­ver­fah­ren ist seit Jah­ren ein Kern­an­lie­gen der Tou­ris­mus­bran­che. Aktu­ell müs­sen Gäs­te papier­haf­te Mel­de­schei­ne aus­fül­len und unter­schrei­ben. Die Mel­de­schei­ne sind von den Beher­ber­gungs­be­trie­ben für ein Jahr auf­zu­be­wah­ren und danach zu ver­nich­ten. Bun­des­weit fal­len im Jahr rund 150 Mil­lio­nen Mel­de­schei­ne an, was erheb­li­che Kos­ten bei der Hotel­le­rie ver­ur­sacht.

Die­se Kos­ten kön­nen durch eine Digi­ta­li­sie­rung des Ver­fah­rens deut­lich redu­ziert wer­den. Optio­nal zum bis­he­ri­gen Ver­fah­ren, ist jetzt ein digi­ta­les elek­tro­ni­sches Mel­de­ver­fah­ren vor­ge­se­hen, bei dem die eigen­hän­di­ge Unter­schrift ersetzt wird. Rea­lis­tisch ist die Ver­bin­dung mit dem Zah­lungs­vor­gang des Kun­den oder mit dem Per­so­nal­aus­weis.



 

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