Grafiken: Agentur für Arbeit
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Im August waren im Agenturbezirk insgesamt 11.444 Männer und Frauen erwerbslos, 768 Personen mehr als im Vormonat (plus 7,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich liegt der Anstieg bei 1144 Personen (plus 11,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg beträgt 4 Prozent. Im Land Baden-Württemberg liegt die Quote bei 4,1 Prozent, teilt die Agentur für Arbeit mit.








(Region Rottweil). Mit der anhaltend schwachen Konjunktur gestaltet es sich für Arbeitslose zunehmend schwieriger, eine neue Beschäftigung zu finden. „Aufgrund des hohen Fachkräftebedarfes in vielen Branchen halten Arbeitgeber zwar an ihrer Belegschaft fest, aber wir sehen, dass die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden nachlässt“, erläutert Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit die aktuelle Situation.

So nahm im Agenturbezirk die Zahl der Arbeitslosen, die wieder in eine Erwerbstätigkeit einmünden, gegenüber dem Vormonat ab. Die Abkühlung bei der Personalnachfrage wird laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) daraus sichtbar, dass die Zahl der offenen Stellen bundesweit rund 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Erfreulicherweise stieg die Zahl neu gemeldeter Stellen bei der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen im August um 142 Arbeitsstellen gegenüber dem Vormonat an.

Ungelernte im Nachteil

Insgesamt wird deutlich, dass besonders ungelernte Arbeitslose im Nachteil sind: Die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsausbildung liegt im Agenturbezirk bei 11 Prozent, bei Arbeitslosen mit betrieblicher, schulischer oder akademischer Ausbildung dagegen bei 1,9 Prozent. “Wer keinen Berufsabschluss hat, ist deutlich stärker von Erwerbslosigkeit betroffen und hat es schwerer, wieder eine Beschäftigung mit Perspektive zu finden. Deshalb ist eine Ausbildung immer noch die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit”, bestätigt Scholz.

„Angesichts der Situation, dass noch viele Lehrstellen unbesetzt sind, bitte ich die Personalverantwortlichen in den Unternehmen, auch Jugendlichen, die auf den ersten Blick schwächer erscheinen, aber auch jungen Erwachsenen mit Berufserfahrung eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben. Die Agentur für Arbeit steht den Arbeitgebern und Auszubildenden mit Förderprogrammen wie der assistierten Ausbildung zur Seite. Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres ist in den meisten Betrieben noch der Ausbildungsbeginn für Kurzentschlossene möglich.“

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den Landkreisen

Im Kreis Rottweil waren im August 2596 Personen erwerbslos, 72 Männer und Frauen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Im Landkreis Tuttlingen waren im August 3612 Arbeitslose gemeldet, 326 Personen mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren 5.236 Menschen arbeitslos gemeldet, 370 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In beiden Rechtskreisen stieg im August die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr: Die Agentur für Arbeit betreut im Rahmen der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 4937 Arbeitslose (plus 399). Bei den Jobcentern waren zuletzt 6507 Arbeitslose (plus 369) gemeldet (Rechtskreis SGB II).

Stellenmarkt

Arbeitgeber meldeten im August 1432 neue Arbeitsstellen zur Besetzung. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen sind damit aktuell 3653 offene Stellen im Bestand.

Ausbildungsmarkt: fast 1700 Lehrstellen unbesetzt

Seit Oktober 2022 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen 2608 Bewerber für die Ausbildungsvermittlung (plus 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Zugleich wurden 4531 Berufsausbildungsstellen von Betrieben gemeldet, das entspricht 218 Angeboten mehr als vor einem Jahr (plus 5,1 Prozent im Jahresvergleich).

Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch 1692 Ausbildungsstellen unbesetzt und 388 gemeldete Jugendliche haben noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

 

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