Gelungenes Unternehmerfrühstück im Aichhalder Rathaus

Etwa 50 Gewerbetreibende erhielten umfassende Einblicke zum Thema Cybersicherheit sowie in die Arbeit der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg  

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Am vergangenen Donnerstag fand im Aichhalder Rathaus das dritte Unternehmerfrühstück statt. Rund 50 Gewerbetreibende im Haupterwerb sind der Einladung gefolgt und wurden von Bürgermeister Michael Lehrer begrüßt. Ihm sei es sehr wichtig, diese Plattform zum Informationsaustausch und zum Kontakte knüpfen anzubieten, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Aichhalden. Aber auch der kurze Weg zur Gemeinde, um Fragen oder Anliegen anzusprechen, sollen hier möglich sein. Neben dem Austausch werden aber auch immer wieder interessante sowie aktuelle Themen durch Fachreferenten vorgetragen. In diesem Jahr sind der Einladung die Geschäftsführerin Henriette Stanley der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie der Fachexperte Pascal Koch von der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg gefolgt.

Vorstellung der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg

Stanley stellte den Gewerbetreibenden die Arbeit der Wirtschaftsförderung SBH vor. Gesellschaftsstrukturen & Gremien sowie deren Handlungsfelder wurden erläutert, aber auch das Standortmarketing durch die Gesellschaft wurde umfassend präsentiert.

Zu den Handlungsfeldern und Hauptaufgaben gehören unter anderem das Standortmarketing, Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften, Bewerbung/Suche/Vermarktung von freien Gewerbeflächen und –immobilien sowie die Vernetzung/Beratung & Kooperation von branchenspezifischen Angeboten.

Unter dem Motto „Werde auch du Spießer in SBH“ betreibt die Wirtschaftsförderung seit einigen Monaten eine neue Kampagne. „Spießig“ und „cool“ solle es sein, um möglichst die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ins Gespräch zu bringen. Provokant-charmante Slogans rund um das Thema „Spießertum“, kombiniert mit spannenden Fotos und Geschichten von Menschen aus unserer Region werden im Rahmen des Standortmarketings über Plakate, Funk und Social Media als Außenwerbung in Umlauf gebracht. In diesem Jahr soll die „Spießer-Kampagne“ fortgeführt werden. Aber auch auf Messen, Events sowie Festivals wird die Wirtschaftsförderung SBH präsent sein.

Das Hauptziel der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg ist es somit, die Region zu stärken und ihre Qualitäten zum Leben, Arbeiten und Wirtschaften noch bekannter zu machen.

Fachvortrag „Cybersicherheit im Mittelstand – Warum Sie sich damit beschäftigen sollten“

Im Anschluss folgte noch der sehr interessante Fachvortrag von Pascal Koch zum Thema „Cybersicherheit im Mittelstand – Warum Sie sich damit beschäftigen sollten“.

Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg wurde erst im Jahr 2021 als neueste Landesoberbehörde im Land Baden-Württemberg gegründet, um die Cybersicherheit des Landes zu stärken. Unter anderem soll durch die Sensibilisierung und Unterstützung verschiedener Zielgruppen, wie zum Beispiel kleine und mittlere Unternehmen, die Cybersicherheit gestärkt werden. Denn Kleinst- und Kleinunternehmen verfügen oftmals nicht über einen ausreichenden Schutz der eigenen Informationstechnik.

Koch verdeutlichte mit verschiedenen Schaubildern und Zahlen, wie aktuell die Bedrohungen sind. Im Durchschnitt lauern 250.000 neue Schadprogramm-Varianten täglich im Netz. Allein im Jahr 2022 entstand durch Cybercrime 203 Milliarden Euro Schaden bei deutschen Unternehmen, die meist durch Schwachstellen in Softwareprodukten oder Spam-Mails entstehen.

Die Frage eines Cyberangriffes ist auch nicht „ob“, sondern „wann“ dieser kommen wird.

In der Regel ist es nur eine Frage der Zeit. Daher sind wichtige Vorkehrungen wie zum Beispiel ein Notfallkonzept, Backupkonzept, Sicherheitskonzept, etc.  elementar wichtig. Aber auch die Mitarbeitersensibilisierung, Erstellung eines aktuellen Netzwerkplanes, Passwort-/Accountmanager, und vieles mehr tragen für die Vorsorge bei.

Sofern Gewerbetreibende Opfer eines Cyberangriffs geworden sind, heißt es erst einmal ruhig bleiben. Hilfsangebote erhält man bei der Cyber-Ersthilfe BW, die als Leistung die Erstanalyse, fallbezogene Handlungsoptionen sowie eine Liste der Anlaufstellen anbieten sowie zur Verfügung stellen. Denn im Falle eines Cyberangriffes haben Opfer gesetzliche Meldepflichten. So müssen unter anderem der Datenschutzbeauftragte sowie weitere amtliche Stellen informiert werden.

Weitere Informationen, Warnmeldungen und Schwachstellen können jederzeit unter www.cybersicherheit-bw.de eingesehen werden. Zudem befindet sich unter der Rubrik Angebote – Sensibilisierungsaktionen ein Leitfaden zur Cybersicherheit.

Zudem hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine Broschüre zum Thema „Cybersicherheit für KMU“ herausgebracht. Hier werden Grundlagen der IT-Sicherheit erläutert und auch die Abhandlung entlang von 14 Fragestellungen. Die Broschüre kann unter diesem Link eingesehen werden:

Als Fazit gab Koch den Gewerbetreibenden folgende Punkte mit auf den Weg:

  1. Cybersicherheit muss Chefsache sein.
  2. Cybersicherheit verlangt Investitionen – personell und finanziell.
  3. Es gilt, den eigenen Schutz ständig zu überprüfen.
  4. Schwachstellen in den eigenen Systemen müssen aktiv gesucht, erkannt und beseitigt werden.
  5. Wichtig ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen, zu schulen und zu sensibilisieren.

Kontaktwege der Cyber-Ersthilfe BW

Opfer eines Cyberangriffs? – Ruhig bleiben!

Rund um die Uhr erreichbar unter 0711 137-99999

[email protected]

Gewerbeschau 2024

Als letzten Programmpunkt wurde noch die Gewerbeschau mit verkaufsoffenen Sonntag thematisiert. Sämtliche Gewerbetreibende mit Haupterwerb wurden bereits von der Gemeinde angeschrieben, mit der Bitte um Rückmeldung hinsichtlich einer verbindlichen Teilnahme. Die Gewerbeschau selbst, die am Samstag, 21. September und Sonntag, 22. September stattfindet, soll nicht nur im klassischen Format durchgeführt werden.

Vielmehr soll an diesem Wochenende die Arbeitgeberpräsentation verbunden mit der Werbung von Auszubildenden/Arbeitnehmern sowie der Präsentation der Gemeinde als attraktiver Gewerbestandort im Fokus stehen.

Als Standort für die Gewerbeschau sind folgende Bereiche vorgesehen:

Ortsteil Aichhalden:

Sulgener Straße – Hauptstraße – Zollhausstraße (Beginn sowie Ende der Festmeile ist Abhängig von der Teilnahme der Gewerbetreibenden)

Ortsteil Rötenberg:

Gewerbegebiet Herdweg/Strut

An der Gewerbeschau wird ein Shuttle-Bus beauftragt, damit die Besucher:innen einfach und schnell zwischen Aichhalden und Rötenberg pendeln können.

Bei der Teilnahme an der Gewerbeschau sind keine Vorgaben bzw. Grenzen gesetzt. Das heißt jeder kann selbst entscheiden, in welcher Form man sich bei der Gewerbeschau einbringen möchte. Egal ob Präsentation der Räumlichkeiten und Dienstleistungen sowie Arbeitgeberpräsentation, Vorstellungen durch Partner-Firmen (zum Beispiel Werbeanhänger) – eine erfolgreiche Gewerbeschau lebt von einer großen Vielfalt. Deshalb sind nach wie vor weitere Gewerbetreibende aufgerufen, sich an der Gewerbeschau zu beteiligen.

Um einen entsprechenden Werbeslogan mit Logo als Alleinstellungsmerkmal zu finden, wurde Klaus Becker von der Rötenberger Firma a4 media beauftragt. Erste Ergebnisse wurden zur Diskussion vorgestellt und werden bei einem nächsten Treffen des Organisationsteams besprochen.

Nach den Vorträgen hatten die Unternehmer bei einem reichhaltigen Frühstücksbuffet die Gelegenheit Fragen zu stellen, gegenseitig in Kontakt zu treten und sich untereinander auszutauschen.

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