Gruppenbild mit Gründer und OB (erste Reihe von links): Arno und Walter Ruesch, Oberbürgermeister Thomas Herzog und Roland Trost mit dem Getranet-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im bisherigen RKT-Gebäude auf dem Lienberg. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  Zwei Brü­der arbei­ten seit drei Jahr­zehn­ten zusam­men, erst als Ange­stell­te in einem Ver­lag, dann als Chefs ihres eige­nen Unter­neh­mens: Getra­net, das steht für Ger­man Trans­la­ti­on Net­work. In Schram­berg haben Wal­ter und Arno Ruesch aus Frei­burg im ver­gan­ge­nen Herbst die Über­set­zungs­agen­tur RKT über­nom­men. An die­sem Wochen­en­de haben die bei­den mit den Mit­ar­bei­tern der fünf Getra­net-Stand­or­te in Schram­berg gemein­sam getagt.

Nach ihrer Neu­grün­dung im Bereich Fach­ver­lag sei­en sie auf der Suche nach einem zwei­ten Geschäfts­feld gewe­sen, berich­tet der Vor­stands­vor­sit­zen­de Wal­ter Ruesch: „Wir sahen Pro­ble­me wegen der neu­en Medi­en auf Ver­la­ge zukom­men.“ Bru­der Arno, der Finanz­fach­mann bei Getra­net, kann­te einen ehe­ma­li­gen Bän­ker, der ein Über­set­zungs­bü­ro auf­ge­macht hat­te und einen Nach­fol­ger such­te. Die­ses klei­ne Unter­neh­men haben die Brü­der damals gekauft. Der Beginn von Getra­net.

Buy and build

Nach und nach erwar­ben die Brü­der in zehn Jah­ren 13 Spe­zi­al­bü­ros, deren Inha­ber Nach­fol­ger such­ten  – zuletzt die Schram­ber­ger RKT von Roland Trost mit etwa 25 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Dank RKT beschäf­ti­ge Getra­net nun auch Inhouse-Über­set­zer. Wenn Fir­men sen­si­ble Infor­ma­tio­nen hät­ten, sei das von Vor­teil, so Arno Ruesch.

Inzwi­schen arbei­ten bei Getra­net an die 50 Fest­an­ge­stell­te und etwa 350 frei­be­ruf­li­che Über­set­zer. Dadurch ent­stün­den sehr vie­le Syn­er­gi­en und Getra­net kön­ne sehr vie­le Spra­chen und Fach­wis­sen anbie­ten. Die Fir­ma hat ihren Haupt­sitz in Frei­burg und Büros in Saar­brü­cken, Hei­del­berg, Mün­chen und Schram­berg.

Wal­ter Ruesch stellt die Getra­net­stand­or­te vor. Foto: him

Ihr Unter­neh­men über­neh­me grund­sätz­lich alle Mit­ar­bei­ter, ver­si­chert Wal­ter Ruesch. Und sein Bru­der ergänzt: „Unser Prin­zip ‚buy and build‘, also kau­fen und aus­bau­en.“ Dabei behiel­ten die bis­he­ri­gen Fir­men ihren ein­ge­führ­ten Mar­ken­na­men. So wird auch RKT blei­ben, wenn auch nicht im gro­ßen Gebäu­de auf dem Lien­berg, son­dern in einem neu­en etwa 350 Qua­drat­me­ter gro­ßen Büro in der ehe­ma­li­gen Majo­li­ka.

Arbeitplätze bleiben in Schramberg

Bei einem  Emp­fang am Sams­tag­mit­tag beton­te Arno Ruesch: „wir sind kei­ne Heu­schre­cken und legen gro­ßen Wert auf den Stand­ort Schram­berg.“ Wal­ter Ruesch dank­te RKT-Grün­der Trost für des­sen jahr­zehn­te­lan­ge Auf­bau­ar­beit. „Es ist immer ein komi­sches Gefühl, wenn man sein ‚Kind‘ in ande­re Hän­de abhe­ben muss.“

 Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog begrüß­te das Unter­neh­men Getra­net in Schram­berg und stell­te die Stadt mit ihren an die 12.000 Arbeits­plät­zen vor. Er freue sich über den „rei­bungs­lo­sen Über­gang“ und ver­si­cher­te, es sei der Stadt egal, ob RKT auf dem Sul­gen oder in der Tal­stadt ansäs­sig sei: „Haupt­sa­che die Arbeits­plät­ze blei­ben hier.“

Im Anschluss an den Emp­fang tra­fen sich die Mit­ar­bei­ter in ver­schie­de­nen Arbeits­grup­pen, bra­chen aber auch zu Besich­ti­gungs­tou­ren in der Stadt auf.

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