Goldene Meisterbriefe für Landwirte und Winzer

Abteilungspräsident Dieter Blaeß und BLHV-Präsident Werner Räpple überreichen 40 jungen Landwirtinnen und Landwirten die Urkunden zur bestandenen Berufsabschlussprüfung

Die erfolgreichen Junglandwirte 2018. Foto: pm

Frei­burg / Schram­berg / Dun­nin­gen / Esch­bronn (pm) – Bei einer Fei­er­stun­de auf der Baden-Mes­se in Frei­burg haben Abtei­lungs­prä­si­dent Die­ter Blaeß und BLHV-Prä­si­dent Wer­ner Räpp­le jun­gen Land­wir­tin­nen und Land­wir­ten nach bestan­de­ner Abschluss­prü­fung die Urkun­den über­reicht. Aßer­dem gab es laut einer Pres­se­mit­tei­lung des Regie­rungs­prä­si­di­ums Frei­burg sil­ber­ne und gol­de­ne Meis­ter­brie­fe. Geehrt wur­den auch Neu-Land­wir­te aus Schram­berg, Dun­nin­gen, Esch­bronn, Sulz und Vöh­rin­gen.

58 Aus­zu­bil­den­de waren zu den Prü­fun­gen, die zwi­schen Mit­te Juli und Mit­te August in 13 Betrie­ben statt­fan­den, zuge­las­sen und alle haben die Prü­fung bestan­den. Davon hat­ten 40 den Weg nach Frei­burg gefun­den.

In sei­ner Fest­an­spra­che ging der Abtei­lungs­prä­si­dent, der die Regie­rungs­prä­si­den­tin Bär­bel Schä­fer kurz­fris­tig ver­tre­ten muss­te, auf die hohen Anfor­de­run­gen ein, die nun auf die jun­gen Land­wir­tin­nen und Land­wir­te zukom­men. Neben den Unwäg­bar­kei­ten der Natur – er sprach die extre­me Tro­cken­heit die­ses Som­mers und die Frös­te im Früh­jahr 2017 an – und der Unbe­re­chen­bar­keit der Märk­te müs­se man auch den Struk­tur­wan­del in den Land­wirt­schaft und den rasan­ten tech­ni­schen Fort­schritt meis­tern. Daher sei es so wich­tig, mit Risi­ken aller Art ver­nünf­tig umge­hen zu kön­nen, damit zu rech­nen und Reser­ven zu bil­den. Im Rah­men einer guten Betriebs­füh­rung sei es ent­schei­dend, die Risi­ko­fak­to­ren zu min­dern und die Pro­duk­ti­on und damit das Ein­kom­men auf meh­re­re Bei­ne stel­len.

Die­ter Blaeß mach­te den Jung­land­wir­tin­nen und Jung­land­wir­ten aber auch Mut und zeig­te Per­spek­ti­ven auf. So stei­ge welt­weit die Nach­fra­ge nach Nah­rungs­mit­teln durch die Bevöl­ke­rungs- und Wohl­stands­zu­nah­me; die Nach­fra­ge nach nach­wach­sen­den Ener­gie­trä­gern neh­me zu und die Nach­fra­ge nach regio­na­len Pro­duk­ten eben­so. Das zusam­men las­se für die Zukunft zumin­dest eine Sta­bi­li­sie­rung der Erzeu­ger­prei­se erwar­ten.

Damit las­se sich aber noch kein siche­res Ein­kom­men erzie­len. Dazu gehö­ren viel­mehr umfas­sen­de und fun­dier­te Kennt­nis­se im Bereich der Pro­duk­ti­on, der Unter­neh­mens­füh­rung und der Ver­mark­tung sowie Kauf­män­ni­sche Kennt­nis­se. „Für den Erfolg im land­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­men ist eine kom­pe­ten­te Betriebs­füh­rung immens wich­tig, um auch in Zukunft wirt­schaft­lich bestehen zu kön­nen“, sag­te Blaeß und rief den Berufs­nach­wuchs dazu auf, sich auch nach bestan­de­ner Abschluss­prü­fung wei­ter zu qua­li­fi­zie­ren und wei­ter­zu­bil­den.

Die­sem Appell schloss sich auch BLHV-Prä­si­dent Wer­ner Räpp­le an, der den jun­gen Men­schen Hoch­ach­tung und Respekt zoll­te für ihre Berufs­wahl und für ihren Wil­len, das Werk ihrer Eltern und Groß­el­tern fort­zu­füh­ren. Nur die Land­wirt­schaft sei in der Lage, die Bevöl­ke­rung mit hoch­wer­ti­gen Nah­rungs­mit­teln zu ver­sor­gen und die Kul­tur­land­schaft zu gestal­ten und zu erhal­ten. Damit erfül­le die Land­wirt­schaft ganz zen­tra­le Auf­ga­ben für die Gesell­schaft ins­ge­samt und der BLHV wer­de sich dafür ein­set­zen, dass die Aus­sich­ten für die Land­wirt­schaft ins­ge­samt und die jun­gen Land­wir­tin­nen und Land­wir­te im Beson­de­ren bes­ser wer­den. Zum Bei­spiel durch die Erar­bei­tung von zukunfts­wei­sen­den Betriebs­kon­zep­ten für klei­ne­re und mitt­le­re Betrie­be, durch Unter­stüt­zung der Aus- und Fort­bil­dung, durch Ver­bes­se­rung von Ver­mark­tungs­struk­tu­ren und die Schaf­fung fai­rer Wett­be­werbs­be­din­gun­gen zumin­dest inner­halb der EU.

Viel Bei­fall erhielt Jung­land­wir­tin Dia­na Stier­le aus Vöh­rin­gen, die für ihren Jahr­gang sprach. Sie bezeich­ne­te die Lie­be zum Beruf als trei­ben­de Kraft, sprach im Zusam­men­hang mit ihrer Berufs­wahl aber auch von „Beru­fung“. Sie und ihre Berufs­kol­le­gin­nen und -kol­le­gen sei­en bereit, mit fach­li­chem Wis­sen und mit Ent­schlos­sen­heit die Belan­ge der Land­wirt­schaft zu ver­tre­ten und dabei als Berufs­stand geschlos­sen gegen­über den Medi­en und gegen­über den Ver­brau­chern auf­zu­tre­ten.

Bestan­den haben die Abschluss­prü­fung unter ande­rem Robin Flaig (Esch­bronn), Jonas Gay­mann (Schram­berg), Vin­cent Weber (Dun­nin­gen), Jana Wegen­ast (Sulz) und Micha­el Wer­ner Dun­nin­gen. Jahr­gangs­bes­te wur­de Dia­na Stier­le (Vöh­rin­gen) mit der Note 1,3.