Heckler & Koch: Rüge gegen Sturmgewehr-Entscheidung

Heckler & Koch: Rüge gegen Sturmgewehr-Entscheidung

Der Oberndorfer Waffenhersteller Heckler und Koch (HK) wehrt sich gegen die Vergabeempfehlung des Bundesverteidigungsministeriums zum Kauf eines neuen  Ordonnanzgewehrs der Bundeswehr. Wie mehrfach berichtet, empfiehlt das Ministerium dem Bundestag, einen 250-Millionen-Euro-Auftrag an die Firma C.G.Haenel in Suhl zu vergeben. Heckler und Koch, das die Bundeswehr seit 1959 mit dem Standardgewehr ausgerüstet hat, soll leer ausgehen.

Und das soll das neue Ordonnanzgewehr der Bundeswehr werden. Es kommt aus Suhl in Thüringen und basiert auf der 2017 vorgestellten vollautomatischen Waffe Haenel MK 556 (im Bild).     
Foto: Werkfoto C.G. Haenel

Der Vorstand von HK hatte bereits unmittelbar nach der Entscheidung angekündigt, alle juristischen Möglichkeiten prüfen zu wollen. Am Donnerstag nun teilt das Unternehmen mit, „dass Heckler & Koch heute fristgemäß Rüge gegen die Sturmgewehr-Vergabeentscheidung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) eingereicht hat“.

Mit welcher Begründung die Rüge eingereicht wurde, läßt die Pressemitteilung offen. HK-Sprecher Marco Seliger erklärte auf Nachfrage man wolle die Meldung nicht weiter kommentieren.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 24. September 2020 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/wirtschaft/heckler-koch-ruege-gegen-sturmgewehr-entscheidung/274838