Heckler und Koch erhält erneut Großauftrag aus Großbritannien

Erfolgreicher Messebesuch der DSEI in London

Heckler und Koch hat über seine britische Tochtergesellschaft NSAF Limited eine vertragliche Vereinbarung mit dem Verteidigungsministerium Großbritanniens geschlossen. Das Oberndorfer Unternehmen werde „das dritte Upgrade des britischen Standardsturmgewehrs SA80 durchführen“, heißt es in einer Pressemitterilung.

Im Rahmen des Equip to Fight-Programms der britischen Armee werde das Waffensystem auf die SA80A3-Variante aufgerüstet. Das Upgrade beinhalte unter anderem einen neuen Sturmgriff, ein verbessertes Gehäuseoberteil, zusätzliche Sicherheitsfunktionen sowie Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung des Sturmgewehrs. „Die Modifizierungen wird Heckler und Koch im Werk in Oberndorf am Neckar durchführen, die Systemmontage erfolgt in Großbritannien“, heißt es weiter. Der nun geschlossene Drei-Jahres-Vertrag mit einem Gesamtvolumen von mehr als 15 Millionen britischen Pfund lege dafür den Grundstein.

Darüber hinaus enthalte der Vertrag die Option für das Upgrade zusätzlicher SA80-Sturmgewehre sowie eine zweijährige Vertragsverlängerung in Höhe von etwa 50 Millionen britische Pfund. „Grundlage für die erneute Vertragsunterzeichnung zwischen dem Verteidigungsministerium Großbritanniens und Heckler und Koch stellt das wechselseitige Vertrauen beider Parteien in die bewährte professionelle Zusammenarbeit und in die optimierte Waffe selbst dar“, heißt es abschließend.

Info: Die Waffe hatte die inzwischen geschlossene Royal Small Arms Factory entwickelt und zwischen 1984 und 1994 hergestellt. Das Gewehr sei „von Anfang an mit schweren technischen Mängeln behaftet“ gewesen, die durch aufwändige Programme und Einführung neuer Teile nur teilweise behoben werden konnten. „Es hatte ständig Ladehemmung, und Linksschützen schlugen die ausgeworfenen Patronenhülsen die Zähne aus dem Mund – ein Konstruktionsfehler“, schrieb beispielsweise das Hamburger Abendblatt 2005 über die Probleme des Gewehrs im Irakkrieg.

Die technischen Probleme mit den Waffen wurden im Rahmen eines Modernisierungsvertrags mit Heckler und Koch gelöst. 2001 begann die Umrüstung von 200.000 Gewehren, wofür das britische Verteidigungsministerium bereits 125 Millionen Euro bezahlt habe. (Nach wikipedia, him)

 

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