Der Oberndorfer Waffenhersteller meldet in seinem Viertel-Jahresbericht für die Aktionäre für 2017 einen Verlust vor Steuern von 13,4 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von gut sieben Millionen Euro ausweisen können. Mitte Mai beginnt vor dem Landgericht Stuttgart der Prozess gegen fünf ehemalige Heckler-und-Koch-Manager und Mitarbeiter wegen illegaler Waffenexporte nach Mexiko.  Der Vorsitzende Richter rechnet mit einem großen Medienandrang.

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Deutlich zurückgegangen sind auch die HK-Umsätze von 202 Millionen Euro auf  182 Millionen. Nach wie vor drückt das Unternehmen eine enorme Schuldenlast: Anleihen und Darlehen (loans and borrowings)  in Höhe von gut 182 Millionen Euro belasten die Bilanz. Das sind allerdings gut 37 Millionen Euro weniger als im Vergleich zu 2016.

Aus der englischen Version des Berichtes geht außerdem hervor, dass das Unternehmen fast 29 Millionen Euro für die Unternehmensfinanzierung ausgeben musste – genauso viel wie 2016.

Prozessbeginn: Sorge um die Sicherheit

Hohe Sicherheitsanforderungen und genaue Regeln für Presse und Prozessbesucher hat Richter Dr. Frank Maurer angeordnet „In der Strafsache gegen Bantle u.a. wegen Verstoßes gegen das KWKG u.a.“ würden die Besucher kontrolliert und dürften „zur Störung der Hauptverhandlung geeignet erscheinende Gegenstände (Waffen im technischen und nichttechnischen Sinn, Stöcke, Schirme, Dosen, Flugblätter, Transparente, Trillerpfeifen etc.)“ nicht in den Sitzungssaal gebracht werden.

Mäntel, Jacken, weitere Oberbekleidung und Schuhe seien auf Verlangen auszuziehen oder abzulegen. „Verbleibt nach der Durchsuchung der begründete Verdacht, dass verbotene Gegenstände in diesem Sinn mitgeführt werden, so dürfen Durchsuchungen auch am Körper vorgenommen werden. Wird eine Untersuchung notwendig, ist ein Arzt hinzuziehen.“

Maurer geht davon aus, dass großer Andrang herrschen wird und hat deshalb ghenaue Regeln erlassen, wer wann in den Sitzungssaal gelassen wird: „Die Zuhörer und Medienvertreter/Journalisten erhalten am ersten Sitzungstag 30 Minuten, im Übrigen 20 Minuten vor Beginn der Sitzung geordneten Einlass in den Sitzungssaal. Sie werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens eingelassen.“