Die Walz der Wan­der­ge­sel­len kann auf eine lan­ge Tra­di­ti­on zurück bli­cken und bis heu­te sind uns die schwar­zen Kluf­ten der frei­rei­sen­den Frem­den und Begrif­fe wie Char­lot­ten­bur­ger, kurz genannt „Char­lie“, bekannt.

SCHRAMBERG/SEEWALDE (pm) – In die­sem Som­mer durf­te sich das gemein­nüt­zi­ge Dorf See­wal­de über die tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung von rund 70 Wan­der­ge­sel­len freu­en. Vier Wochen lang arbei­te­ten die frei­rei­sen­den Frem­den Hand in Hand und bau­ten für die Bewoh­ner die bestehen­de Infra­struk­tur im Ort aus.

Der Schrau­ben­her­stel­ler „Heco” unter­stütz­te das Vor­ha­ben mit 6.200 Holz­bau-Schrau­ben, die unter ande­rem für den Bau von Arbeits­un­ter­stän­den und Über­nach­tungs­häu­sern zum Ein­satz kamen, und schick­te uns den fol­gen­den Bericht.

Das Dorf See­wal­de, eine Halb­in­sel inmit­ten der Meck­len­bur­gi­schen Klein­se­en­plat­te, umfasst ver­schie­dens­te Lebens- und Wohn­pro­jek­te für etwa 100 Men­schen. Per­so­nen mit Behin­de­rung fin­den hier bei­spiels­wei­se Arbeit und ein Zuhau­se, eine freie Wal­dorf­schu­le sowie ein Wal­dorf­kin­der­gar­ten ste­hen jun­gen Fami­li­en bereit und ein Natur­la­den bie­tet die Pro­duk­te der dorf­ei­ge­nen Gärt­ne­rei an. Hier­her zog es etwa 70 frei­rei­sen­de Wan­der­ge­sel­len, die gemein­schaft­lich im Rah­men der dies­jäh­ri­gen Som­mer­bau­stel­le ver­schie­de­ne Pro­jek­te bear­bei­te­ten. Zim­me­rer, Schrei­ner, Bäcker, Stein­bild­hau­er und Schmie­de tra­fen für vier Wochen zusam­men und leis­te­ten hand­werk­li­che Arbeit an vier gro­ßen Bau­stel­len des Dor­fes.

Für das Wohn­pro­jekt der behin­der­ten Men­schen wur­den Arbeits­un­ter­stän­de aus Holz geschaf­fen, die den Arbei­ten­den zu jeder Jah­res­zeit Schutz vor Wind und Wet­ter geben. Für den Ein­gangs­be­reich der Wal­dorf­schu­le wur­de eine kom­plet­te Gar­de­ro­be mit Sitz­bän­ken gefer­tigt, die nun Platz für Jacken, Sport­beu­tel und Gum­mi­stie­fel der Schü­ler schafft. Die Gar­de­ro­be besteht aus eigens geschla­ge­nem Erlen­holz, wel­ches die frei­rei­sen­den Schrei­ner im angren­zen­den Wald des Dor­fes beschaf­fen konn­ten.

Auch die Robi­ni­en­stäm­me, die für die Bau­stel­le des Dorf­spiel­plat­zes geholzt wur­den, stam­men aus dem dorf­ei­ge­nen Wald. Um die Robi­ni­en­stäm­me für den Spiel­platz zu Sitz­ge­le­gen­hei­ten ver­ar­bei­ten zu kön­nen, muss­ten die­se zunächst geholzt und geschält sowie anschlie­ßend auf dem Schul­ge­län­de ver­baut wer­den. Die größ­te Bau­stel­le war die Fer­tig­stel­lung eines bau­fäl­li­gen Eis­kel­lers. Von den Stein­ge­werk­lern wur­de dafür der Feld­stein gemau­ert, ein Schmied goss den Ring­an­ker und die Zim­me­rer kon­stru­ier­ten für den reno­vier­ten Eis­kel­ler ein sechs­ecki­ges Flach­dach, das anschlie­ßend begrünt wur­de.

Das Pro­jekt „Som­mer­bau­stel­le 2015“ der frei­rei­sen­den Wan­der­ge­sel­len ist auf die groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung und das Mit­wir­ken von Fir­men ange­wie­sen. „Heco”-Schrauben betei­lig­te sich daher in Form einer Sach­spen­de von rund 6.200 Holz­bau-Schrau­ben. Der Ein­satz der „Heco” -TOPIX-Schrau­ben gewähr­leis­te­te schließ­lich den siche­ren Bau und zuver­läs­si­gen Stand der not­wen­di­gen Infra­struk­tur für die Wan­der­ge­sel­len vor Ort. Es wur­den Dusch- und WC-Häus­chen, ein Küchen­be­reich sowie Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten errich­tet, die den frei­rei­sen­den Frem­den vier Wochen zum schla­fen, kochen und woh­nen die­nen soll­ten.

Durch die begrenz­ten Mit­tel für sozia­le Pro­jek­te sind wir auf die Mate­ri­al­spen­den von Unter­neh­men wie „Heco”-Schrauben ange­wie­sen. Dank die­ser Unter­stüt­zung konn­ten wir unse­re Arbeit erfolg­reich durch­füh­ren und so den Dorf­be­woh­nern ein neu­es Umfeld schaf­fen“, erklärt Ili­ja, fremd frei­rei­sen­der Schrei­ner und Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher der Som­mer­bau­stel­le 2015.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu den gemein­nüt­zi­gen Pro­jek­ten der Dorf­ge­mein­de See­wal­de unter www.seewalde.de