IBS GmbH aus Herrenzimmern gewinnt Deutschen Innovationspreis

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Die Freude am Unternehmenssitz ist immer noch riesig: „Es ist unglaublich, dass wir tatsächlich den Deutschen Innovationspreis gewonnen haben. Damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Hansjörg Bihl, zusammen mit seinem Sohn Julian die geschäftsführenden Gesellschafter der IBS GmbH. In der Kategorie Mittelstand hatte sich der Hidden Champion aus Herrenzimmern gegen Dutzende andere Unternehmen durchgesetzt.

Der Deutsche Innovationspreis zeichnet jährlich die bedeutendsten wissenschaftlichen, technischen, unternehmerischen und geistigen Innovationen der deutschen Wirtschaft aus. Verliehen wird er unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Die IBS GmbH konnte die Jury mit ihrem Zementadditiv NovoCrete überzeugen. Damit revolutioniert das Unternehmen nach eigenen Angaben den Bau von Straßen, Gleisanlagen und Logistikflächen. Durch die umweltfreundliche und nachhaltige Bauweise mit dem Bindemittel würden Baustoffe wiederverwertet, die bei der herkömmlichen Sanierung teuer entsorgt werden müssten. 

Nicht nur die verschiedenen Tragschichten bei Infrastrukturprojekte seien oft herausfordernd, heißt es in einer Mitteilung der IBS GmbH. Schlechter Baugrund, Zeit- und Kostendruck oder der Verkehrsaufwand beim An- und Abtransport von Materialien seien weitere typische Probleme. Das Unternehmen habe mit ihrem mineralischen Additiv zur Bodenstabilisierung eine Lösung entwickelt. Es wird mit Zement und Wasser vermengt und direkt in den Boden oder Straßenkörper hineingegeben. 

Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten bilde sich eine langlebige und frostsichere Tragschicht, teilt die IBS mit. Dieses Baumischverfahren sei im Unter- und Oberbau anwendbar. Baustoffe, die normalerweise entsorgt werden müssten, könnten durch NovoCrete wiederverwendet werden. Pro Jahr seien dies etwa 130 Millionen Tonnen. 

Ferner verbessere die Zugabe von NovoCrete die Haltbarkeit und Qualität des Bodens um 50 Prozent. Es würden 85 Prozent weniger Rohstoffe benötigt sowie die Hälfte der Zeit und Kosten, teilt das Unternehmen weiter mit. 

Die IBS-Geschäftsführer rechnen zudem mit einer CO2- Einsparung von zwei Millionen Tonnen pro Jahr, wenn das Produkt flächendeckend in Deutschland eingesetzt wird. „Daran arbeiten wir“, sagt Julian Bihl, „der Preis zeigt einmal mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

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