Die IG-Metaller (von links): Monika Lange, Fabrizio Totaro, Ralf Kühnle, Norbert Maier, Alexander Plaz, Marco Eberhardt, Jens Erdmann, Siegfried Herbstreit, Frank Kern und Dorothee Diehm. Foto:pm

In dem tur­nus­mä­ßi­gen Ort­vor­stand der IG Metall Freu­den­stadt wur­de schwer­punkt­mä­ßig der his­to­ri­sche Umbruch im Indus­trie­land Deutsch­land behan­delt. Der Kli­ma­wan­del, die Glo­ba­li­sie­rung und die Digi­ta­li­sie­rung erzeu­gen gewal­ti­ge Ver­än­de­run­gen. Die­ser Druck so stell­ten die Teil­neh­mer laut IG-Metall­pres­se­mit­tei­lung fest, kom­me in den Betrie­ben ver­stärkt an.

Die IG Metall möch­te eine Mobi­li­täts- und Ener­gie­wen­de. Dies gehe jedoch nur, wenn mas­si­ve Inves­ti­tio­nen in Zukunfts­pro­duk­te, in Qua­li­fi­zie­rung, in Lade­sta­tio­nen für E‑Autos, in Strom­net­ze und öffent­li­chen Nah­ver­kehr erfol­gen. Für die IG Metall geht es um die Zukunft der Beschäf­ti­gung am Indus­trie­stand­ort Deutsch­land.

Des­halb war den Teil­neh­mern wich­tig, dass die Beschäf­ti­gung in allen Bran­chen nach­hal­tig gesi­chert wird. Dazu for­dert die IG Metall mehr Mit­be­stim­mung und Betei­li­gung bei den
anste­hen­den Ver­än­de­run­gen. Mit der Erstel­lung eines „Trans­for­ma­ti­ons­at­las“ wird sich die IG Metall in den kom­men­den Mona­ten einen detail­lier­ten Über­blick über den Wan­del und sei­ne
Aus­wir­kun­gen in den Unter­neh­men ver­schaf­fen.

Damit sol­len die Hand­lungs­fel­der der Ver­än­de­run­gen in den Betrie­ben sicht­bar gemacht und die Vor­aus­set­zung für eine abge­stimm­te betriebs- und gewerk­schaft­li­che Gesamt­stra­te­gie ent­wi­ckelt wer­den. „Die Pro­fi­te der Digi­ta­li­sie­rung müs­sen in gute Arbeit inves­tiert wer­den. Denn wir dür­fen nicht zulas­sen, dass unse­re Gesell­schaft in Digi­ta­li­sie­rungs­ge­win­ner und Ver­lie­rer gespal­ten wird. Dazu brau­chen wir ein Recht auf Wei­ter­bil­dung für alle, eine fai­re
Ver­tei­lung des Arbeits­vo­lu­mens und selbst­be­stimm­te Arbeits­zei­ten“, so Diehm.

Die Betriebs­rä­te der Regi­on berich­te­ten über die anste­hen­den Ver­än­de­rungs­pro­zes­se in den Betrie­ben, wel­che durch die Ana­ly­se über den Trans­for­ma­ti­ons­at­las ana­ly­siert wur­den. Die­je­ni­gen die in Betrie­ben arbei­ten, die als Zulie­fe­rer für die Auto­mo­bil­in­dus­trie fun­gie­ren, stell­ten einen star­ken Ver­än­de­rungs­druck fest und machen sich aus die­sem Grund berech­tig­te Sor­gen.

Am Diens­tag, 21. Mai ist in der IGM Geschäfts­stel­le eine Gesprächs­run­de zu den Aus­wir­kun­gen der Trans­for­ma­ti­on in den Betrie­ben der Regi­on mit Sas­kia Esken, SPD MdB und Betriebs­rä­ten geplant. Die IG Metall mobi­li­siert aus genann­ten Grün­den her­aus für eine gro­ße Kund­ge­bung, die am 29. Juni  in Ber­lin statt­fin­det. Alex­an­der Plaz, Betriebs­rats­vor­sit­zen­der bei Bosch Rex­roth, Horb berich­tet, war­um er in Ber­lin dabei ist. Er sei dabei, „weil wir die Zukunft nicht dem Zufall über­las­sen kön­nen“.

Moni­ka Lan­ge Betriebs­rä­tin bei Heck­ler & Koch, Obern­dorf a.N. ist dabei, „weil ich mit­ge­stal­ten will“. Ralf Kühn­le, Betriebs­rats­vor­sit­zen­der der Fir­ma Fried­rich Boy­sen, Alten­steig ist dabei um zu signa­li­sie­ren, dass die Beschäf­tig­ten in den anste­hen­den Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen „nicht allein sind“. Mar­co Eber­hardt, Betriebs­rats­vor­sit­zen­der der Fir­ma Robert Bürk­le, Freu­den­stadt ist dabei, „weil Zukunfts­ge­stal­tung uns alle angeht“.

Die IG Metall setzt für die Kund­ge­bung in Ber­lin Bus­se ein. Abfahrts­or­te und Ter­mi­ne sind über die Betriebs­rä­te und Ver­trau­ens­leu­te der IG Metall zu erfra­gen. Auch kann ein­fach über das Inter­net­por­tal www.igmetall.de/berlin der geeig­ne­te Abfahrts­ort ermit­telt wer­den.