IG Metall startet Beteiligungsoffensive

IG Metall startet Beteiligungsoffensive

Vergangene Woche diskutierten die Delegierten der IG Metall Freudenstadt zur Umsetzung des Tarifergebnisses. Außerdem wählten sie im Glattener Sportheim ihren neuen IG Metall Vize, so die IG Metall in einer Pressemitteilung.

Horst Kaluza, ehemaliger 2. Bevollmächtigter (ehrenamtlich) der IG Metall Freudenstadt, tritt in seinen wohlverdienten Ruhestand ein. An seine Stelle wählten die Delegierten Alexander Plaz, Betriebsratsvorsitzender von Bosch Rexroth in Horb. Er wird künftig ehrenamtlich die Geschäftsführerin Dorothee Diehm unterstützen. Josef Bechtel, IG Metall Bezirksleitung Stuttgart wurde von Dorothee Diehm gleichermaßen in den Ruhestand verabschiedet.

„Josef und Horst haben sich über Jahrzehnte in der IG Metall und im Betrieb für eine gerechtere Arbeitswelt eingesetzt, die Arbeit der IG Metall vor Ort aktiv unterstützt“, so Diehm. Sie bedankte sich für die unermüdliche und vor allem vorbildliche Arbeit im Interesse der Menschen.

Knapp fünf Monate nach Abschluss der Metall + Elektro-Tarifrunde geht es in der Umsetzung ans Eingemachte. Der Abschluss in Sachen Arbeitszeit bringt einige Arbeitgeber ins Schwitzen. Eine solide Personalplanung macht sich jetzt bezahlt. Acht Tage mehr Freizeit oder verkürzte Vollzeit – die Betriebsratsgremien fragen nach und suchen das Gespräch zu den Beschäftigten. „Wir haben bereits unzählige Gespräche geführt, um in Erfahrung zu bringen was die Beschäftigten wollen, nicht zuletzt, um gut vorbereitet die anstehenden Gespräche mit dem Arbeitgeber führen zu können.“, berichtet Ralf Kühnle, Betriebsratsvorsitzender der Firma Boysen in Altensteig.

Dorothee Diehm, 1. Bevollmächtigte IG Metall Freudenstadt, pflichtet Kühnle bei: „Die mangelhafte Personalplanung wird einigen Arbeitgebern nun auf die Füße fallen. Das kann und darf nicht zu Lasten der neuen tarifvertraglichen Möglichkeiten für Beschäftigte gehen. Auch nach der Tarifrunde gilt: Wer will, der darf, die ‚Zeitampel‘ der Beschäftigten für Kinder, zu pflegende Angehörige und Erholung für Schichtarbeiter steht auf grün!“

Auch die IG Metall Jugend hat Hausaufgaben aus der letzten Tarifrunde: der Manteltarifvertrag für Auszubildende (MTV-A) soll zukunftsfest gemacht werden. Der MTV-A feiert dieses Jahr 40-jähriges Jubiläum. Seit 1978 hat sich die Ausbildungswelt drastisch verändert. Der Tarifvertrag soll an aktuelle und zukünftige Ausbildungsbedingungen angepasst werden. Außerdem soll er auch für Dual Studierende zur Anwendung kommen. Im Rahmen der Kampagne „Das Beste für Alle“ werden in Kürze Auszubildende und Dual Studierende zur Qualität von Studium und Ausbildung befragt. Die Befragungsergebnisse werden maßgeblich in die anstehende Forderungsdiskussion einfließen.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 5. Juli 2018 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/wirtschaft/ig-metall-startet-beteiligungsoffensive/207242