REGION (pm) – Zum Beginn des neu­en Aus­bil­dungs­jah­res kann die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg eine ähn­lich gute Lehr­stel­len­bi­lanz zie­hen wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren.

Die IHK hat laut Pres­se­mit­tei­lung zum 31. August 2.249 neue Aus­bil­dungs­ver­trä­ge ein­ge­tra­gen. Das ist ein Plus von 3,5 Pro­zent gegen­über dem glei­chen Stich­tag des Vor­jah­res. „Schwarz­wald-Baar-Heu­berg ist nach wie vor eine star­ke Aus­bil­dungs­re­gi­on, die Aus­bil­dungs­be­reit­schaft der Unter­neh­men ist unver­än­dert her­aus­ra­gend. Der Man­gel an Bewer­bern stellt aller­dings gera­de klei­ne und zuneh­mend mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men vor erheb­li­che Pro­ble­me“, sagt IHK-Prä­si­dent Die­ter Teu­fel.

Die Unter­neh­men bil­den trotz sin­ken­der Schü­ler­zah­len wei­ter­hin auf hohem Niveau aus. Ange­sichts der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung wis­sen die Betrie­be, wie wert­voll der eige­ne Nach­wuchs ist“, so Teu­fel. „Mit Sicher­heit hät­te noch man­cher Ver­trag abge­schlos­sen wer­den kön­nen, wenn es die pas­sen­den Bewer­ber gege­ben hät­te.“ Immer mehr Unter­neh­men bekla­gen die unkla­ren Berufs­vor­stel­lun­gen der Schul­ab­gän­ger, ergänzt IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez. „Die Ein­füh­rung des Schul­fachs ‚Wirt­schaft, Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung‚ ist ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung.“

Den­noch müs­se das Bewusst­sein über die Chan­cen einer beruf­li­chen Bil­dung bei Schü­lern und Schü­le­rin­nen wei­ter gestärkt wer­den. „Denn der Wert der Dua­len Aus­bil­dung bie­tet eine ech­te Alter­na­ti­ve zu Abitur und Stu­di­um mit her­vor­ra­gen­den Aus­sich­ten auf einen fes­ten und gut dotier­ten Arbeits­platz“, sagt Tho­mas Albiez. Die IHK unter­stützt die Aus­bil­dungs­be­trie­be mit unter­schied­lichs­ten Ange­bo­ten bei der Suche und Ver­mitt­lung von Aus­zu­bil­den­den.

Für Jugend­li­che, die noch kei­ne aus­rei­chen­de Aus­bil­dungs­rei­fe besit­zen, bie­tet die IHK im Land seit eini­gen Jah­ren die Mög­lich­keit, über ein Prak­ti­kum zur Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­rung (EQ) an einen Aus­bil­dungs­platz zu gelan­gen. Die Jugend­li­chen absol­vie­ren dabei ein sechs- bis zwölf­mo­na­ti­ges Prak­ti­kum in einem Unter­neh­men und damit Tei­le eines aner­kann­ten Aus­bil­dungs­be­rufs, wofür die IHK ein Zer­ti­fi­kat aus­stellt. „Die­ses Modell könn­te auch eine Chan­ce für Flücht­lin­ge sein, sich in den hie­si­gen Arbeits­markt zu inte­grie­ren“, erklärt Die­ter Teu­fel. „Immer mehr Betrie­be sind bereit, Flücht­lin­ge ein­zu­stel­len.“ Vor­aus­set­zung sei, dass die Bewer­ber über aus­rei­chen­de Deutsch­kennt­nis­se ver­fü­gen.

Die Zahl der neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se im Ein­zel­nen

Zu den stärks­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fen gehö­ren auch in die­sem Jahr wie­der die kauf­män­ni­schen Beru­fe mit 948 neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­sen sowie Beru­fe der Metall­tech­nik, wo die IHK 846 neue Lehr­ver­trä­ge ver­zeich­net. Bei den kauf­män­ni­schen Beru­fen lie­gen der Indus­trie­kauf­mann (247) und der Kauf­mann und die Kauf­frau im Ein­zel­han­del (119) sowie der Ver­käu­fer (78) und der Bank­kauf­mann (94) vorn. Für Beru­fe aus Hotel und Gas­tro­no­mie ent­schie­den sich 67 jun­ge Frau­en und Män­ner. Bei den gewerb­lich-tech­ni­schen Beru­fen wur­den in den Beru­fen Indus­trie­me­cha­ni­ker (230) und Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker (193) die meis­ten neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se regis­triert.

Zahl der neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se jeweils zum 1. Sep­tem­ber nach Land­krei­sen

Land­kreis01.09.201401.09.2015
Rott­weil521554
Tutt­lin­gen889915
Schwarz­wald-Baar763780