IHK begrüßt Entscheidungen pro Heizstrahler

Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

Die Entscheidungen der regionalen Kommunalparlamente pro Heizstrahler begrüßen wir sehr”, sagt Michael Steiger, Vorsitzender des Tourismusausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg zu den jüngsten Ratssitzungen. „Die Kommunalverantwortlichen haben unseren IHK-Mitgliedern damit mehr Handlungsoptionen eröffnet. Das hilft Gastronomen, Händlern und Dienstleistern in den Vorbereitungen auf einen schwierigen Winter.” Eine Branchen-Umfrage der IHK hatte im Vorfeld der Ratsentscheidungen den Wunsch nach Außenbewirtschaftung unterstrichen.

Die Ober- und Mittelzentren der Region hatten in den vergangenen Tagen unisono den Einsatz von Heizstrahlern ermöglicht. Länger als sonst möglich können Gewerbetreibende damit die Geschäftstätigkeit außerhalb der Geschäftsräume aufrecht halten. Die Städte Villingen-Schwenningen, Schramberg, Rottweil, Donaueschingen und Tuttlingen agieren damit im Schulterschluss. Steiger: „Das begrüßen wir als regionale Wirtschaft sehr. Ob der jeweilige Betrieb diese Option nutzt, steht ihm frei.” Wichtig sei, dass er die Möglichkeit dazu bekomme und Reservierungen oder Termine nicht pauschal ablehnen müsse.

Durch den Ausfall von Weihnachtsfeiern und verkaufsoffenen Sonntagen seien gerade Betriebe der Innenstädte auf jede zusätzliche Geschäftsmöglichkeit angewiesen. Die Bewirtschaftung im Außenbereich ist dabei eine Handlungsoption, von denen 83 Prozent aller Betriebe entsprechend der Branchenumfrage profitieren könnten.

Sie verfügen entweder über eine eigene oder eine kommunale Außenfläche. Für 44 Prozent aller Betriebe ist das Aufstellen von Heizstrahlern dabei eine Option, 14 Prozent sind aktuell noch unentschieden. Fast jeder zweite Betrieb würde damit aber seine Außenbewirtschaftung bis Ende November verlängern können. Dementgegen ist der Einsatz von Zelten oder Pavillons für die Betriebe keine Option. Lediglich 19 Prozent überlegen sich deren Einsatz. Nicht zuletzt aus Haftungsgründen wird dies seitens Betriebe als keine Maßnahmen für die Wintermonate betrachtet.

Stimmen aus der Region

Als Stadt Villingen-Schwenningen war es uns wichtig schnell und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten zu reagieren. Der Austausch und die enge Abstimmung mit der IHK und der Gastronomie war dabei sehr hilfreich. Es geht aktuell darum, unkompliziert den Handlungsspielraum für Gastronomen, Händler und Dienstleister sinnvoll zu vergrößern. Die aktuelle Lage zeigt jedoch auch, dass wir bei aller Flexibilität und Unterstützung auch gemeinsam Verantwortung tragen, umsichtig zu handeln und damit Bürger, Gäste und Wirtschaft gleichermaßen zu schützen.

Matthias Jendryschik, Geschäftsführer WTVS GmbH, Stadt Villingen-Schwenningen

Wir müssen alle enger zusammenrücken und gemeinsam schnelle, flexible Lösungen für alle Beteiligten schaffen. Dies ist hier gelungen und muss auch in der Zukunft so weiter praktiziert werden.

Ines Gaehn, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, Stadt Rottweil

Der Einzelhandel und die Gastronomie haben seit der Corona-Ausnahmesituation sehr gelitten. Aus Sicht der Wirtschaftsförderung ist daher, die in Tuttlingen für diesen Winter getroffene Ausnahmeregelung zur Nutzung von Heizstrahlern, eine Möglichkeit die Gastronomie bei der Außenbewirtung gezielt zu unterstützen.

Simon Gröger, Wirtschaftsförderer, Stadt Tuttlingen

In Donaueschingen war die Nutzung von Heizstrahlern nie verboten. Ohnehin steht für die Stadt fest, dass sie gerade jetzt in den Herbst- und Wintermonaten ihre Gastronomie nach Kräften unterstützen wird. „Wir werden bei uns in Donaueschingen unser Bestes geben, damit unsere Gastronomen gut durch die kalten Monate kommen, in denen die Außensaison ja eigentlich beendet ist. Mit dem Einsatz von Heizstrahlern könnte die Außenbewirtschaftung zumindest für eine gewisse Zeit verlängert werden“, erklärt Oberbürgermeister Erik Pauly. „Es liegt in unser aller Interesse, dass die Restaurants und Gaststätten gut durch diese schwierige Zeit kommen“, sagt auch Donaueschingens Tourismus-Chef Andreas Haller. Aufgrund zahlreicher Auflagen durch die Corona-Verordnung des Landes sei die Situation ja ohnehin eine große Herausforderung für die Gastronomie, daher werde die Stadtverwaltung die Betriebe wohlwollend durch diese Zeit begleiten.

image_pdfPDF öffnenimage_printArtikel ausdrucken

Aktuelle Meldungen

Das Wetter

Rottweil
Leichter Regen
7.5 ° C
9.4 °
6.7 °
97 %
2.5kmh
100 %
Fr
8 °
Sa
11 °
So
11 °
Mo
6 °
Di
6 °