IHK bietet Sofortberatung für Studienbewerber

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez fordert mehr bildungspolitische Rückendeckung für die duale Ausbildung

REGION (pm) – Nach einem erfolgreichen Abitur wollen hunderte junger Menschen aus der Region in diesen Tagen ein Studium beginnen. Doch viele zweifelten, ob sie das richtige Fach gewählt haben und ob sie den Einstieg ins Studium überhaupt bewältigen, so die IHK in einer Pressemiteilung.

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez sagt: „Wir beobachten seit Jahren eine steigend Zahl an Studienabbrechern. Die Quote liegt bei 20 bis 30 Prozent. Das weist auf eine dramatische Fehlentwicklung im Bildungswesen und auf eine häufig falsche Selbsteinschätzung hin.“ Studienabbrecher verlieren wertvolle Lebenszeit, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Dagegen ermögliche die Lehre in heimatnahen Betrieben sofort nach dem Schulabschluss einen soliden Ausbildungsweg. Die Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sei sogar noch mit einem ersten regelmäßigen Einkommen verknüpft.

Der IHK-Hauptgeschäftsführer weist in diesem Zusammenhang auf die Ursachen der Fehlentwicklung hin: „Die deutsche Bildungspolitik hat in den vergangenen 15 Jahren die Schleusen zu Abitur und Studium geöffnet und einen Akademisierungswahn ausgelöst.“ Die Duale Ausbildung müsse wieder mehr bildungspolitische Rückendeckung erfahren, fordert der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Thomas Albiez sagt: „Die Über-Akademisierung ist mit Sicherheit der falsche Weg für unsere Wirtschaft. Die bildungspolitisch bedingte Fehlentwicklung fängt bereits in der Schule an. Viel zu viele junge Menschen machen ihr Weiterkommen allein von Abitur und Studium abhängig.“ Dabei könne man mit dem Abitur genauso eine Lehre beginnen und sich mittels Weiterbildung eine tolle Karriere in der Industrie aufbauen. Das Lehrgangsangebot der IHK Akademie eröffne nach der dualen Ausbildung den Zugang zu allen Karrierestufen vom Techniker, Meister oder Fachwirt über den Betriebswirt bis zum international anerkannten Bachelor-Abschluss.

„Die Meinung, dass Akademiker mehr verdienen und seltener arbeitslos sind, ist längst überholt. Ein guter Facharbeiter erreicht ein ähnliches Gehaltsniveau und hat vor allem keine Einbußen durch die Studienzeit. Eine duale Ausbildung mit anschließender Aufstiegsfortbildung schützt noch besser vor Arbeitslosigkeit als ein Studium und bietet größere Chancen auf eine unbefristete Anstellung“, so Thomas Albiez. Hinzu komme, dass viele Hochschulabsolventen mit Bachelor-Abschluss später sogar als Sachbearbeiter beschäftigt werden.

Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg konzentriert sich in diesem Herbst besonders auf Studienzweifler, Studienabbrecher und deren Eltern. „Wir wollen schnell helfen. Unsere Ausbildungsexperten stehen derzeit für Sofortberatungen zur Verfügung“, so Thomas Albiez. Der aktuelle IHK-Ausbildungsratgeber auf der Internetseite www.ihk-ausbildungsguide.deinformiere umfassend über die duale Ausbildung in der Region.

„Auch die mittelständischen Ausbildungsbetriebe in der Region tun alles, um jungen Menschen eine Chance zu geben“, berichtet Thomas Albiez. Bei der IHK wurden zum 1. September 2.344 neue Ausbildungs-Verträge eingetragen, eine Steigerung um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Thomas Albiez: „Das ist auch eine Ergebnis unseres intensiven Werbens für die duale Ausbildung.“ Wo noch freie Lehrstellenstellen angeboten werden, ist in der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) abrufbar

Zusätzlich weist die IHK auf kommende Veranstaltungen für Eltern und Schulabsolventen hin: Zwei Veranstaltungen der Zinzendorfschulen in Königsfeld bieten Orientierungshilfen: eine spezielle Informationsveranstaltung für Eltern am 8. November und die Berufsfindungsmesse Campus Comenius am 12. November.

 

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