Viele kleine Unternehmen bringen als Hersteller, Vertreiber oder Importeure elektronische Produkte in Deutschland auf den Markt. „Jedoch gelten für den Vertrieb von Elektro- und Elektronikgeräten und die Entsorgung von Altgeräten hierzulande strenge Regeln“, so die IHK in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es:

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Geregelt wird dies im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). So soll eine möglichst umweltfreundliche Wiederverwendung und Entsorgung der eingesetzten Materialien sichergestellt werden.

Wer allerdings als Hersteller, Vertreiber oder Importeur den Anforderungen aus dem ElektroG nicht nachkommt, riskiert eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung bis hin zu empfindlichen Bußgeldern. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg hin.

Die jüngste Novellierung des ElektroG bringt nun in den nächsten Tagen weitreichende Änderungen mit sich. „Galt das ElektroG früher nur für ganz bestimmte Gerätearten, fallen ab dem 15. August durch eine Neudefinition der Gerätearten noch viel mehr Elektrogeräte in den Anwendungsbereich dieses Gesetzes. Damit können unter Umständen auch Produkte mit elektrischer Funktion registrierungspflichtig sein, die in der Vergangenheit nicht als Elektrogerät im Sinne dieses Gesetzes eingestuft waren“, sagt IHK-Umweltreferent Marcel Trogisch.

Typische Beispiele aus der Praxis seien beispielsweise blinkende Schuhe, leuchtende T-Shirts oder beleuchtete Badezimmerspiegel. Betroffen sein können aber auch Künstler oder Kunsthandwerker, wie sie gerade im Schwarzwald häufig aufzufinden sind, die beispielsweise Lichtinstallationen, bewegliche Skulpturen oder Kunsthandwerk mit elektrischer Funktion herstellen.

„Von diesem Gesetz betroffen sind dabei in erster Linie die Hersteller, aber auch ein Importeur hat Pflichten und kann ganz schnell als Hersteller gelten. Ebenso nimmt das ElektroG den Handel in die Pflicht. Daher sollte auch hier geprüft werden, ob ein Verkauf von Produkten erfolgt, die jetzt neu unter dieses Gesetz fallen“, so Trogisch weiter.

Bereits registrierte Unternehmen sollten dagegen den Stichtag 26. Oktober dieses Jahres im Auge behalten. Die alten bekannten Gerätearten des ElektroG werden dann bei der Registrierstelle automatisch auf weniger und zum Teil neue Gerätearten überführt. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass es dabei zu einer Fehlzuordnung kommen kann. Hier hat dann das jeweilige Unternehmen die Pflicht, einen etwaigen Änderungsbedarf innerhalb einer recht kurzen Frist anzuzeigen. Denn genau wie bei keiner Registrierung drohen auch bei einer falschen Registrierung der Elektrogeräte ein Vertriebsverbot oder Bußgelder.

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IHK informiert Hersteller und Händler über die Neuerungen im Rahmen einer Informationsveranstaltung

Um die Betriebe in der Region bei der Umsetzung der Anforderungen zu unterstützen, veranstaltet die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg am Donnerstag, 20. September, 15 Uhr, eine kostenfreie Informationsveranstaltung. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird aufgezeigt, was Händler, Hersteller und bereits Registrierte zu beachten haben. Interessierte Betriebe müssen sich über die IHK-Homepage unter www.ihk-sbh.de(Dokumentennummer: 569537) anmelden.