IHK: Jetzt Gäubahn-Ausbau schnell angehen

Wirtschaft aus Nachbarländern erhöht Druck zum Ausbau der Schienenachse Stuttgart-Zürich

Das Wirtschaftsbündnis zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Stuttgart und Zürich erhält zusätzliche Unterstützung aus dem europäischen Ausland. Das berichtet die IHK in einer Pressemitteilung:

Die Union Europäischer Industrie- und Handelskammern (UECC) für Verkehrsfragen, der rund 60 Kammern aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz angehören, hat am Mittwoch in Brüssel eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Darin fordert auch die Wirtschaft aus den Nachbarländern einen unverzüglichen Ausbau zu einer leistungsfähigen Nord-Süd-Achse für den Personen- und Güterverkehr.

Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg: „Die Unterstützung der UECC für unser deutsch-schweizerisches Wirtschaftsbündnis kommt genau zur richtigen Zeit und verdeutlicht die internationale Bedeutung der Schienenachse Stuttgart-Zürich. Das hilft uns bei den Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium und mit den Verkehrspolitikern im Bundestag. Der Bund muss als Anteilseigner der Deutschen Bahn AG gewährleisten, dass die Achse Stuttgart-Zürich – wie im Bundesverkehrswegeplan beschlossen – schnellstmöglich ausgebaut wird.“

Rainer Füeg, Generalsekretär der UECC: „Die Schienenachse Stuttgart-Zürich ist eine der Grundnetzstrecken des Transeuropäischen Eisenbahnnetzes – TEN. Im derzeitigen Ausbauzustand wird sie ihrer Funktion als Zulauf für den Gotthard-Basistunnel und für den alpenquerenden Verkehr nicht gerecht. Aus Sicht der Wirtschaft in den Nachbarländern zu Deutschland ist es nicht nachvollziehbar, warum diese strategisch wichtige Achse nicht zu einer leistungsfähigen Ausweichstrecke für die überlastete Rheintalbahn ausgebaut wird.“

In ihrer Resolution nimmt die UECC direkt Bezug auf das Wirtschaftsbündnis aus Deutschland und der Schweiz, das sich im Juni 2019 auf Initiative der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg gegründet hatte. Damit erhöht auch die Wirtschaft aus dem benachbarten Ausland den Druck auf das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG, offene Fragen zum Einsatz von Neigetechnik unverzüglich zu klären und mit den eingeplanten Investitionen in Höhe von 550 Mio. Euro den Bundesverkehrswegeplan bis Ende der Laufzeit 2030 tatsächlich umzusetzen.

Mario Senn hat als Leiter Wirtschaftspolitik bei der Zürcher Handelskammer die UECC-Resolution maßgeblich vorangetrieben: „Auch die Wirtschaft in der Schweiz, in Österreich, Frankreich, Luxemburg und in den Niederlanden hat ein großes Interesse daran, dass Deutschland als wichtiger Handelspartner und zentrales Transitland einen leistungsfähigen Schienenkorridor zwischen Stuttgart und Zürich schafft. Der Ausbau ermöglicht redundante Nord-Süd-Alternativrouten zur Rheintalstrecke, schafft damit auch Anreize zur Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene und sichert in Störfällen wie in Rastatt 2017 die europäischen Logistikketten ab.“

Die Resolution der UECC steht unter www.uecc.orgzum Herunterladen zur Verfügung.


 

-->

Mehr auf NRWZ.de