Nach der jüngs­ten Bekannt­ga­be der Umla­ge zur För­de­rung der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en (EEG-Umla­ge) durch die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber sieht die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg deren Anstieg als kri­tisch und mahnt in einer Pres­se­mit­tei­lung die hohen Kos­ten für Strom und Ener­gie an.

„Zwar steigt die EEG-Umla­ge mit rund 0,35 Cent von 6,405 auf 6,756 Cent pro ver­brauch­ter Kilo­watt­stun­de nur mar­gi­nal an. Aber schon vor dem Anstieg zahl­ten unse­re Unter­neh­men im euro­päi­schen Ver­gleich bereits einen der höchs­ten Strom­prei­se“, sagt IHK-Ener­gie­re­fe­rent Mar­cel Tro­gisch.

Dar­an kön­ne auch die leich­te Sen­kung die­ser Umla­ge im Jahr 2019 nicht viel ändern. Sie bedeu­te zwar einen klei­nen Licht­blick für die Betrie­be, aber stei­gen­de Erzeu­gungs­kos­ten, Off­shore-Netz­um­la­ge und CO2-Emis­si­ons­han­dels­prei­se hät­ten die­se für den End­kun­den unterm Strich wie­der auf­ge­ho­ben, so Tro­gisch.

„Mit dem Anstieg fes­ti­gen wir nun noch­mals unse­re Posi­ti­on im euro­päi­schen Spit­zen­feld der Län­der mit den höchs­ten Strom­prei­sen. Somit hat es uns auch nicht über­rascht, dass im Rah­men unse­rer jüngs­ten Befra­gung der Unter­neh­men zu den Aus­wir­kun­gen der Ener­gie­wen­de auf die eige­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit zwei von drei Betrie­ben die ste­tig stei­gen­den Strom­prei­se als Gefahr für sich und den Wirt­schafts­stand­ort Deutsch­land sehen“, so IHK-Vize­prä­si­den­tin Bet­ti­na Schuler-Kar­goll.

Daher sei es nun umso wich­ti­ger, dass die Poli­tik die Kos­ten­spi­ra­le durch geeig­ne­te Maß­nah­men wei­ter durch­bricht – denn die Akzep­tanz von Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de hän­gen nicht zuletzt von der Kos­ten­be­las­tung ab, die jeder ein­zel­ne Ver­brau­cher zu tra­gen hat.