Rea­lis­ti­sche Mie­ten ver­mei­den Leer­stän­de und unter­stüt­zen die Leis­tungs­fä­hig­keit der Betrie­be. Dies unter­streicht der Miet­preis­spie­gel der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg für die Regi­on. Dar­in gibt die IHK laurt Pres­se­mit­tei­lung „ihren Mit­glieds­be­trie­ben einen Über­blick über die aktu­el­le Preis­si­tua­ti­on bei gewerb­li­chen Han­dels­im­mo­bi­li­en und Büro­flä­chen in der Regi­on. Beson­de­re Erkennt­nis: im Bun­des­schnitt sind regio­na­le Gewer­be­trei­ben­de über­durch­schnitt­lich stark von den Miet­kos­ten belas­tet.”

Lena Häs­ler, Pro­jekt­lei­te­rin Han­del: „Unser Miet­preis­spie­gel unter­stützt Gewer­be­trei­ben­de bei ihren Gesprä­chen mit den Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mern. Er ist eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe mit Anhalts­punk­ten für rea­lis­ti­sche Mie­ten.” Neben einer aktu­el­len Auf­lis­tung der Flä­chen­prei­se für ein­zel­ne Kom­mu­nen ist in der Neu­auf­la­ge des Miet­preis­spie­gels ein wei­te­res Ele­ment ent­hal­ten: die durch­schnitt­li­che Flä­chen­leis­tung und Flä­chen­grö­ße einer jewei­li­gen Han­dels­bran­che.

So ver­zeich­net ein Beklei­dungs­fach­ge­schäft mit einer durch­schnitt­li­chen Flä­chen­grö­ße von 100 Qua­drat­me­ter einen durch­schnitt­li­chen Umsatz von 3400 Euro pro Qua­drat­me­ter. Ein Sport­fach­ge­schäft mit einer durch­schnitt­li­chen Flä­chen­grö­ße von 300 Qua­drat­me­ter erziel­te einen Umsatz von 2800 Euro pro Qua­drat­me­ter und ein Bet­ten­fach­ge­schäft mit einer Grö­ße von 300 Qua­drat­me­ter einen Umsatz von 1800 Euro pro Qua­drat­me­ter. Für die ver­gan­ge­nen fünf Jah­re bewer­ten die Unter­neh­men ihre Miet­si­tua­ti­on als wei­test­ge­hend kon­stant, wie eine Kurz­um­fra­ge im Rah­men des Miet­preis­spie­gels zeigt.

Für Han­dels­flä­chen müs­sen Betrie­be im Ober­zen­trum Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen mit zehn Euro pro Qua­drat­me­ter am meis­ten aus­ge­ben. Wesent­lich güns­ti­ger sind Flä­chen im Land­kreis Tutt­lin­gen und im Land­kreis Rott­weil. Hier sind Wer­te zwi­schen fünf und sie­ben Euro pro Qua­drat­me­ter die Regel. „Das hört sich nach wenig an. Aber die­se Mie­te muss erst ein­mal ver­dient wer­den”, so Lena Häs­ler. Aktu­ell führ­ten Händ­ler in der Regi­on bis zu zehn Pro­zent des Gesamt­um­sat­zes für Miet­kos­ten ab. Im Bun­des­schnitt lie­gen die Miet­be­las­tun­gen bei vier bis sie­ben Pro­zent.

Das Fazit der IHK: „Ver­mie­ter soll­ten nicht wei­ter an der Preis­schrau­be dre­hen”, so Häs­ler. Wer sei­ne Immo­bi­lie attrak­tiv und belebt hal­ten möch­te, sei unbe­dingt auf einen leis­tungs­fä­hi­gen Mie­ter ange­wie­sen. „Hier braucht es den Aus­tausch und das gemein­sa­me Mit­ein­an­der. Mie­ter und Ver­mie­ter sit­zen in einem Boot.”

Der aktu­el­le IHK-Miet­preis­spie­gel 2018 ist abruf­bar auf der Inter­net­sei­te der IHK unter www.ihk-sbh.de/handel.