In der Region der größte Mittelstandsfinanzierer

Kreissparkasse Rottweil berichtet von erfolgreichem Jahr

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Fröhliche Gesichter dank guter Bilanz (von links): Christian Kinzel, Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Rottweil; Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, Vorsitzender des Verwaltungsrats, Matthäus Reiser, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Rottweil und Roland Eckhardt, stv. Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Rottweil. Foto: pm

Rott­weil. Die Kreis­spar­kas­se Rott­weil blickt auf ein erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr zurück. Das berich­te­ten der Vor­stands­vor­sit­zen­de Mat­thä­us Rei­ser zusam­men mit dem stell­ver­tre­ten­den Vor­stands­vor­sit­zen­den Roland Eck­hardt und dem Mit­glied des Vor­stands Chris­ti­an Kin­zel im Rah­men einer Bilanz­pres­se­kon­fe­renz. In allen wich­ti­gen Geschäfts­fel­dern sei­en gute Ergeb­nis­se erzielt wor­den, hieß es.

Das Geschäfts­vo­lu­men der Kreis­spar­kas­se Rott­weil ist dem­nach um 202 Mil­lio­nen auf 2,882 Mil­li­ar­den Euro ange­stie­gen. Die Bilanz­sum­me betrug zum 31. Dezem­ber 2016 rund 2,750 Mil­li­ar­den Euro. Die­se Zah­len wur­den auf der Bilanz­pres­se­kon­fe­renz genannt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren sei­en die gesam­ten Kun­den­ein­la­gen deut­lich gestie­gen auf ins­ge­samt 1.988 Mil­lio­nen Euro. Sie lagen somit um rund 108 Mil­lio­nen Euro über dem Vor­jah­res­wert von 1.880 Mil­lio­nen Euro.

Die Nach­fra­ge der Kreis­spar­kas­se-Kun­den nach Wert­pa­pie­ren sei 2016 sehr hoch gewe­sen. Grund: die Nied­rigst-Zins­pha­se. Es sei­en für 111 Mil­lio­nen Euro Wert­pa­pie­re gekauft und für 76,6 Mil­lio­nen Euro ver­kauft wor­den. „Zum Jah­res­en­de ver­füg­ten unse­re Kun­den über ein Ver­mö­gen in Höhe von rund 568 Mil­lio­nen Euro auf ihren Depot­kon­ten”, erklär­te Spar­kas­sen-Chef Mat­thä­us Rei­ser.

Auch im Kre­dit­ge­schäft sei­en im abge­lau­fe­nen Jahr Zuwäch­se zu ver­zeich­nen gewe­sen. Gegen­über dem Vor­jahr sei es erneut gelun­gen, das Dar­le­hens­vo­lu­men ins­ge­samt um deut­li­che 4,6 Pro­zent, bezie­hungs­wei­se um 71 Mil­lio­nen Euro auf 1.527 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 1.456 Mil­lio­nen Euro) zu stei­gern.

Die Bank hat im Jahr 2016 im Bereich des Kre­dit-Neu­ge­schäfts rund 341 Mil­lio­nen Euro neu ver­lie­hen. Par­al­lel dazu wur­den 242 Mil­lio­nen Euro getilgt. Damit sei die Spar­kas­se der Mit­tel­stands­fi­nan­zie­rer Num­mer eins in der Regi­on, so das Fazit.

Mitt­ler­wei­le wer­den rund 49 Pro­zent der Kon­ten bei der Kreis­spar­kas­se Rott­weil online geführt und fast 17.800 Kun­den nut­zen die Mög­lich­keit des elek­tro­ni­schen Kon­to­aus­zugs. „Das Nut­zungs­ver­hal­ten unse­rer Kun­den hat sich ver­än­dert. Daher inves­tie­ren wir erheb­li­che Mit­tel in den Aus­bau der digi­ta­len Ange­bo­te um den Wün­schen unse­rer Kun­den nach neu­en Ser­vices im Online- und Mobi­le-Ban­king gerecht zu wer­den“, so der Vor­stands­vor­sit­zen­de Rei­ser in sei­nem Bericht.

Die Kreis­spar­kas­se Rott­weil zeig­te sich mit der Ertrags­la­ge des zurück­lie­gen­den Geschäfts­jah­res zufrie­den. Trotz schwie­ri­gen Markt­um­felds sei es der Bank gelun­gen, ein Betriebs­er­geb­nis vor Bewer­tung von über 24,9 Mil­lio­nen Euro oder 0,92 Pro­zent (Vor­jahr: 1,03 Pro­zent) der durch­schnitt­li­chen Bilanz­sum­me zu erwirt­schaf­ten. Der Vor­stand habe schon vor eini­gen Jah­ren damit begon­nen, die Spar­kas­se auf die schwie­ri­ger wer­den­den Zei­ten aus­zu­rich­ten. Daher hät­ten die Ertrags­rück­gän­ge in Gren­zen gehal­ten wer­den kön­nen.

Rei­ser beton­te in sei­nem Bericht, dass Finanz­in­sti­tu­te vor allem durch die expan­si­ve Geld­po­li­tik der Euro­päi­schen Zen­tral­bank vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen gestellt wür­den. Zusätz­lich sprach er auch die hohe Flut an Regu­lie­run­gen an, mit denen sich die Ban­ken täg­lich kon­fron­tiert sehen. Es sei not­wen­dig, die über­bor­den­de Regu­lie­rung zu kri­ti­sie­ren und mit kon­struk­ti­ven Vor­schlä­gen an den rich­ti­gen Stel­len dage­gen anzu­ge­hen, sag­te er.

Die Anzahl der Mit­ar­bei­ter bei der Kreis­spar­kas­se Rott­weil lag zum Jah­res­en­de bei 502 Beschäf­tig­ten, davon 174 Män­ner und 328 Frau­en. Mit ins­ge­samt 46 Aus­zu­bil­den­den gilt die Kreis­spar­kas­se Rott­weil nach eige­nen Anga­ben als einer der größ­ten kauf­män­ni­schen Aus­bil­dungs­be­trie­be im Geschäfts­ge­biet.

Seit mehr als 160 Jah­ren sei die Kreis­spar­kas­se Rott­weil ein wesent­li­cher Bestand­teil der Regi­on und ste­he in einer engen Ver­bin­dung zu ihren Kun­den, beton­te der Vor­stands­vor­sit­zen­de Dabei gehe es der Spar­kas­se nicht nur dar­um, Sicher­heit zu ver­mit­teln, son­dern gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en auf­zu­bau­en und nach­hal­ti­ge Wer­te für die Zukunft zu schaf­fen.

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