Die Firma Paul Bippus bringt optimale Fertigung und konstant hohe Qualität. Von links: Hans-Werner Bippus. Klaus Bippus, Thomas Albiez und Dennis Bippus. Foto: pm

OBERNDORF (pm) – Tho­mas Albiez, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, war zu Gast bei der Fir­ma Paul Bip­pus in Obern­dorf-Boll. Dar­über berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung: Der 1958 gegrün­de­te Betrieb für Dreh­tech­nik und Mon­ta­ge­pro­zes­se ist eines der 35.000 Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg.

Die­ser Betrieb bil­det aus“ steht auf der Urkun­de, die Albiez den bei­den Geschäfts­lei­tern, Hans-Wer­ner und Klaus Bip­pus, über­reich­te. „Wer aus­bil­det, sichert sei­nen eige­nen Fach­kräf­te­nach­wuchs und bie­tet der Jugend Per­spek­ti­ven und Zukunfts­chan­cen“ – die­se von Tho­mas Albiez und IHK-Prä­si­dent Die­ter Teu­fel unter­schrie­be­nen Wor­te bestä­ti­gen die Söh­ne des Fir­men­grün­ders. „Seit 2007 bil­den wir selbst aus. Zwi­schen sie­ben und neun Lehr­lin­gen in den Berei­chen Zer­spa­nungs­me­cha­nik und Metall­tech­nik sowie in der Berufs­rich­tung Maschi­nen- und Anla­ge­füh­rer im Jahr“, erläu­tert Hans-Wer­ner Bip­pus. „Dazu kom­men noch zwei Stel­len im dua­len Stu­di­um zum Bache­lor of Engi­nee­ring an der Aka­de­mie in Horb“.

Aus­bil­dungs­be­trieb seit zehn Jah­ren

Ganz beson­ders ger­ne habe man Kin­der von Betriebs­an­ge­hö­ri­gen als Aus­zu­bil­den­de, sagt Klaus Bip­pus: „Die haben eine höhe Bin­dung an den Ort“. Der „Ort“ sind eigent­lich zwei: Zum einen das gro­ße Are­al in Obern­dorf-Boll mit den drei weit­läu­fi­gen Hal­len und dem Ver­wal­tungs­ge­bäu­de. Zum ande­ren auch das Werks­ge­län­de an der Neckar­stra­ße in Epfen­dorf, wo die Fir­ma gegrün­det wur­de und wo der­zeit rund 60 der 550 Mit­ar­bei­ter tätig sind. Und bald wird es einen drit­ten Ort geben: Im Juni fand der Spa­ten­stich für die ver­kehrs­güns­tig gele­ge­ne Betriebs­stät­te in Obern­dorf-Bochin­gen statt. Rund 150 Mit­ar­bei­ter wer­den dort­hin umzie­hen, etwa 50 wei­te­re wer­den neu ein­ge­glie­dert wer­den.

Schon jetzt ist die Paul Bip­pus GmbH & Co.KG der zweit­größ­te Arbeit­ge­ber Obern­dorfs. Doch auch inter­na­tio­nal ist der Zulie­fe­rer für die Auto­mo­bil­in­dus­trie ver­tre­ten: Seit 1998 gibt es ein Joint Ven­ture mit einer Fir­ma in Nord­spa­ni­en. Und bald wird auch der Schritt über den gro­ßen Teich gewagt: Nach 24 Jah­ren reif­li­cher Über­le­gung wird Bip­pus dem­nächst auch in den USA, unweit von Charles­ton, pro­du­zie­ren. Schon jetzt macht der Export rund 50 Pro­zent des Absat­zes aus; gelie­fert wird bis nach Japan, Korea und Chi­na.

Beein­druckt zeig­te sich Tho­mas Albiez von dem Maschi­nen­park der Fir­ma, von den 18 Bear­bei­tungs­zen­tren, den über 40 Prüf­au­to­ma­ten und 18 Mon­ta­ge­li­ni­en. Einen Groß­teil der Pro­duk­ti­on machen die Edel­stahl­ge­häu­se für Lamb­da-Son­den aus, mit denen sich die Fir­ma seit 35 Jah­ren als zuver­läs­si­ger Her­stel­ler bei den Abneh­mern einen guten Namen gemacht hat. Hans-Wer­ner Bip­pus bringt das Erfolgs­re­zept auf einen Nen­ner: „Opti­ma­le Fer­ti­gung, dabei kon­stant hohe Qua­li­tät, nied­ri­ge Prei­se und Fle­xi­bi­li­tät bei der Lie­fe­rung“. Dafür wird im Drei­schicht­be­trieb gear­bei­tet, meist fünf bis sechs Tage die Woche. „Wenn Not am Mann ist, auch mal sie­ben“, schiebt er nach.

Nach­fol­ge­sor­gen brau­chen die zwei Betriebs­lei­ter nicht zu haben: Die drei Söh­ne von Klaus und die drei Töch­ter von Hans-Wer­ner Bip­pus sind zum Teil bereits im Geschäft inte­griert oder berei­ten sich dar­auf vor: „Dabei wird alles durch­lau­fen, von der Basis her“, bestä­tigt Klaus Bip­pus. „Der direk­te Kon­takt zur Her­stel­lung ist enorm wich­tig.“