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Mittwoch, 23. September 2020

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Keine Frühjahresbelebung: Arbeitslosigkeit steigt stark an

Die April-Daten machen die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt Schwarzwald-Baar-Heuberg deutlich: Eine Vervielfachung der Anzahl an Anzeigen auf Kurzarbeit, ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit zehn Jahren und eine stark sinkende Nachfrage nach Arbeitskräften sind die Indikatoren. „Diese Entwicklung zieht sich durch nahezu alle Branchen“, stellt Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen in der monatlichen Pressemeldung zur Arbeitsmarktlage fest. „Anders als in der Wirtschafts- und Finanzkrise vor zehn Jahren sind aktuell viele Bereiche gleichermaßen von der Einschränkung der Wirtschaftstätigkeit durch Arbeitsausfälle, Kontaktbeschränkungen und geschwächter Nachfrage betroffen.“

Kurzarbeit

Die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit planen, ist drastisch gestiegen: Seit März 2020 haben 4.761 Betriebe im Agenturbezirk konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Im Vorjahreszeitraum wurden 30 Anzeigen gestellt. Die Zahl der Beschäftigten, für welche die Betriebe seit März 2020 Kurzarbeit angezeigt haben, beläuft sich auf 72.150. Allein im April waren es 55.661 Personen. Im Vorjahreszeitraum wurde Kurzarbeit für rund 500 Personen angezeigt. Aktuell sind vor allem mittlere und kleine Betriebe betroffen. Mehr als zwei Drittel der Betriebe, welche Kurzarbeit planen, haben weniger als zehn Mitarbeiter.

„Der Beratungsbedarf der Arbeitgeber ist seit Beginn der Corona-Krise extrem gestiegen. Um neben der Beratung auch die zeitnahe Antragsbearbeitung und Auszahlung des Kurzarbeitergeldes sicher zu stellen, wurden aus anderen Bereichen der Agentur Mitarbeiter qualifiziert um die Kurzarbeiter-Teams personell zu verstärken“, sagt Sylvia Scholz. „Die hohe Nachfrage nach Kurzarbeit zur finanziellen Überbrückung von Arbeitsausfällen zeigt, dass unsere Unternehmen hier in der Region Arbeitsplätze sichern und ihre Beschäftigten in den Betrieben halten möchten.“

Ab sofort steht für Unternehmen auch eine neue Antragshilfe zur Verfügung.  Eine App erleichtert die Anzeige und Antragsstellung von Kurzarbeit: Unterlagen können per Smartphone eingescannt, hochgeladen und direkt an die zuständige Stelle geschickt werden. Zu finden ist die kostenlose App der Bundesagentur für Arbeit unter dem Namen Kurzarbeit App in den App-Stores.

Aktuell noch keine Aussage über Umfang der Kurzarbeit möglich

Wenn Betriebe Kurzarbeit planen, müssen sie das bei der Agentur für Arbeit zunächst anmelden. Ohne diese Anzeige auf Kurzarbeit ist später keine Zahlung möglich. Wenn tatsächlich kurzgearbeitet wird, können die Anträge mit den Abrechnungslisten der Betriebe innerhalb einer Frist von drei Monaten nach dem Monat mit Kurzarbeit abgegeben werden. Erst wenn die Informationen über die tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit vorliegen und bearbeitet sind, kann bilanziert werden, ob und wie viele Personen kurzgearbeitet haben, in welcher Branche und wie hoch der Arbeitsausfall war.

Hilfe zur Existenzsicherung

Kurzarbeiter mit niedrigen Löhnen und Selbstständige sind aufgrund der Corona-Krise verstärkt auf Hilfe zur Existenzsicherung angewiesen: Im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) stieg der Bestand an erwerbsfähigen leistungsberechtigten Personen von März auf April um 388 Personen auf 10.362 Personen. Ein Großteil dieser Zunahme ist auf erwerbstätige Personen zurückzuführen, deren Einkommen mutmaßlich wegen Kurzarbeit (bei abhängigen Beschäftigten) oder Auftragsausfall (bei Selbständigen) nicht ausreicht, das Existenzminimum zu decken. Im April umfasst dieser Personenkreis 316 Personen, im Vormonat März waren es lediglich 41 Personen.

Arbeitslose und Arbeitslosenquote

Im saisonalen Verlauf ist im April aufgrund der Frühjahresbelebung üblicherweise ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Rottweil – Villingen-Schwenningen ist dieses Jahr jedoch von März auf April stark um 1.487 Personen gestiegen. Aktuell beläuft sich die Zahl der Arbeitslosen auf 10.656 Personen, im Vormonat waren es noch 16,2 Prozent weniger. Ein noch deutlicherer Anstieg zeichnet sich im Vergleich zum Vorjahr ab: Seit April 2019 ist die Arbeitslosigkeit um 46,5 Prozent gestiegen, damals waren 7.273 Personen betroffen. Der Zahl der Arbeitslosen ist auf dem höchsten Stand seit September 2010. Damals wurden 11.290 Arbeitslose im Agenturbezirk gezählt. Eine Zunahme von neu arbeitslos gemeldeten Personen ist branchenübergreifend zu beobachten. Die meisten Zugänge aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Agenturbezirk Rottweil – Villingen-Schwenningen kommen aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Arbeitnehmerüberlassung und aus dem Gastgewerbe.

Die Arbeitslosenquote steigt um 0,6 Prozentpunkte auf jetzt 3,8 Prozent, bleibt aber nach wie vor unter dem Landesschnitt von aktuell 4,0 Prozent. Die Quote im Agenturbezirk betrug noch vor Jahresfrist 2,6 Prozent.

Im April meldeten sich 3.148 Männer und Frauen neu oder erneut arbeitslos, 621 mehr als im März. Gleichzeitig konnten 1.671 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 824 weniger als im Vormonat.

Entwicklung nach Landkreisen

Im Landkreis Tuttlingen wurden im April 2.850 Arbeitslose gezählt, 291 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist um 0,4 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gestiegen. Im Kreis Rottweil nahm die Zahl der Arbeitslosen um 423 auf 2.665 zu. Hier stieg die Quote um ein halbes Prozent auf 3,3 Prozent. Der Schwarzwald-Baar-Kreis verzeichnet mit plus 773 auf aktuell 5.141 arbeitslose Personen den stärksten Anstieg. Die Quote im Schwarzwald-Baar-Kreis stieg auf 4,3 Prozent – ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Schlüsselt man die Arbeitslosigkeit nach Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) und Grundsicherung (SGB II) auf, wird die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt deutlich sichtbar:

Mit im April 6.605 Arbeitslose im Rechtskreis SGB III, sind das 953 Personen oder 16,9 Prozent mehr als im Vormonat und 2.695 oder 68,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

In der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) ist die Zahl der Arbeitslosen um 534 oder 15,2 Prozent auf 4.051 gestiegen. Gegenüber dem April 2019 ist ein Anstieg um 688 oder 20,5 Prozent zu verzeichnen.

Stellenmarkt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt weiter ab: Der Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen sank um 71,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im April meldeten Betriebe und Verwaltungen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 528 neue Stellenangebote zur Besetzung. „Es gibt natürlich auch jetzt noch einige Branchen, die dringend Beschäftigte suchen, etwa in der Logistik oder im Gesundheitswesen“, beschreibt Scholz die Lage. „Arbeitgeber mit Personalbedarf, insbesondere in den systemrelevanten Bereichen, werden weiterhin durch den Arbeitgeberservice bei der Suche nach geeigneten Arbeitskräften unterstützt.“ Im April waren insgesamt 4.280 zu besetzende Stellen gemeldet.

Ausbildungsmarkt

Derzeit suchen noch 1.213 junge Menschen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg einen Ausbildungsplatz. Ihnen gegenüber stehen 2.370 offene Lehrstellen, die der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen gemeldet wurden. Seit Oktober wurden der Agentur insgesamt 4.011 Ausbildungsstellen gemeldet. Das Verhältnis von unbesetzten Berufsausbildungsstellen und unversorgten Bewerbern ist aktuell gut für Ausbildungsplatzsuchende. „Ich möchte unsere Arbeitgeber in der Region bitten, auch in diesen Zeiten an Ihrer Ausbildungsbereitschaft festzuhalten und zu bereits gegebenen Ausbildungszusagen zu stehen“, bekräftigt Sylvia Scholz. „Durch die Investition in den Nachwuchs sichern sie sich qualifizierte Fachkräfte, die auch nach der Corona-Krise weiterhin gefragt sein werden.“