Kompetenzerhebung in der IHK

Kompetenzerhebung in der IHK

REGION (pm) – Sie sind jung, kommen aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea und haben alle einen gemeinsamen Wunsch: Sie möchten beruflich weiterkommen und sich eingliedern. Wie das gelingen kann, darüber berichtet die IHK in einer Pressemitteilung.

 

„Wir haben viel Rückmeldung von Firmen erhalten, die bereit sind, diese Menschen einzustellen“, berichtet Martina Furtwängler, Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Qualifizierung bei Industrie- und Handelskammer bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, von Ausbildungs- und Praktikumsangeboten. Gemeinsam mit Projektleiter Hugo Frey konnte man bereits zahlreiche Kontakte zu interessierten Betrieben knüpfen.

In einem ersten Treffen in der IHK in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit ging es nun darum, Informationen über die Asylbewerber zu sammeln. 16 Asylbewerber aus Eritrea, Syrien, Afghanistan und Indien sind deshalb in die IHK gekommen. „Für uns ist natürlich wichtig zu erfahren, welchen Aufenthaltsstatus derjenige hat und in welche Richtung er beruflich gehen möchte“, so Furtwängler. Abgefragt wurden darüber hinaus Qualifikation, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern wurden diese Daten erhoben, um anschließend nach Arbeitsmöglichkeiten in den Betrieben zu suchen.

Klaus Berblinger ist einer der Helfer, der sich im Asylhelferkreis Donaueschingen engagiert. Er begleitet vier Syrer: „Drei haben ein abgeschlossenes Studium, der andere ist als Ingenieur-Assistent ausgebildet.“ Gemeinsam besuchen sie den Integrationskurs, machen gute Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache und wollen nun vorankommen. Berblinger: „Sie brennen darauf, zu arbeiten.“

Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg setzt sich nun dafür ein, dass die jungen Menschen ihre Kenntnisse und ihren Ehrgeiz in den Firmen in der Region umsetzen können. Sechs Praktikumsplätze in einem Fachbetrieb konnten bereits vermittelt werden – kommende Woche sollen weitere Arbeitsvermittlungen folgen. Denn nur so können die Asylbewerber einen Einblick in die Arbeitswelt erhalten und Kontakte aufbauen.

„Wir rechnen damit, dass wir nächstes Jahr 30 oder mehr jungen Menschen eine Ausbildung verschafft haben“, sagt Projektleiter Hugo Frey. Er und Martina Furtwängler sehen großes Potenzial in den Asylbewerbern und damit auch große Chancen einer erfolgreichen Integration.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 27. November 2015 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/wirtschaft/kompetenzerhebung-in-der-ihk/103678