Sandra Müller-Reinke vom landesweiten Netzwerk Teilzeitausbildung informiert über diese Form der Ausbildung. Foto: Tom Reiners

 Der Fach­kräf­te­man­gel ist in unse­rer Regi­on bereits in vie­len Bran­chen ange­kom­men. Arbeit­ge­ber müs­sen bei der Suche nach Mit­ar­bei­tern daher neue Wege gehen. Ver­schie­de­ne For­men der Qua­li­fi­zie­rung von Mit­ar­bei­tern spie­len dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Dar­über berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Zwei eher unbe­kann­te Mög­lich­kei­ten, Mit­ar­bei­ter zu qua­li­fi­zie­ren, sind die Teil­zeit­aus­bil­dung und die Wei­ter­bil­dung Gering­qua­li­fi­zier­ter und beschäf­tig­ter älte­rer Arbeit­neh­mer in Unter­neh­men (WeGe­bAU). Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg lädt Arbeit­ge­ber, Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che und Inter­es­sier­te zu einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über genau die­se For­men der Qua­li­fi­zie­rung ein.

Die Ver­an­stal­tung fin­det am Diens­tag, 24. April, 16 bis 18 Uhr, in den Räu­men der IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Romäus­ring 4, Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen statt. Inter­es­sier­te kön­nen sich per E-Mail (info@frauundberuf-sbh.de) oder tele­fo­nisch (07721 922–520) anmel­den. Die Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei.

Bri­git­te Stre­bel, Team­lei­te­rin Arbeit­ge­ber-Ser­vice der Agen­tur für Arbeit Rott­weil-Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, infor­miert in einem Kurz­vor­trag über die Vor­aus­set­zun­gen und die finan­zi­el­le För­de­rung von Arbeit­ge­bern durch die Agen­tur für Arbeit im Pro­gramm WeGe­bAU.

San­dra Mül­ler-Rein­ke vom lan­des­wei­ten Netz­werk Teil­zeit­aus­bil­dung stellt die Teil­zeit­aus­bil­dung vor. Anschlie­ßend tau­schen sich Exper­ten der Kam­mer, der Agen­tur für Arbeit und erfah­re­ne Prak­ti­ker in einer Podi­ums­dis­kus­si­on über die Teil­zeit­aus­bil­dung aus. „Es ent­steht kein höhe­rer Auf­wand für den Arbeit­ge­ber“, sagt San­dra Mül­ler-Rein­ke über das Vor­ur­teil, dass der Ver­wal­tungs­auf­wand für den Aus­bil­dungs­ver­trag bei einer Teil­zeit­aus­bil­dung höher sei.

Gera­de für klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men bie­tet die Teil­zeit­aus­bil­dung eine Chan­ce, Fach­kräf­te zu gewin­nen. Die Teil­zeit­aus­bil­dung rich­tet sich an Men­schen, die bereits klei­ne Kin­der haben oder die jeman­den pfle­gen. Eine Teil­zeit­aus­bil­dung kann zwei bis vier Jah­re dau­ern, je nach wöchent­li­cher Arbeits­zeit und Aus­bil­dungs­be­ruf. Erfah­run­gen aus ver­schie­de­nen Modell­pro­jek­ten zei­gen, dass es sich dabei um ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te, orga­ni­sier­te und ziel­stre­bi­ge Men­schen han­delt, die ihre Aus­bil­dung in der Regel mit sehr guten Ergeb­nis­sen abschlie­ßen.

Info:
Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg wird vom Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg geför­dert. Die Kon­takt­stel­le ist Ansprech­part­ne­rin für die Wirt­schaft und für Unter­neh­men, die sich für Chan­cen­gleich­heit und die beruf­li­che Frau­en­för­de­rung ein­set­zen. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen bera­ten außer­dem Frau­en in beruf­li­chen Fra­gen wie Wie­der­ein­stieg, Umstieg oder Exis­tenz­grün­dung. Als Trä­ger­ver­bund zwi­schen der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und der Hand­werks­kam­mer Kon­stanz (HWK) ist die Kon­takt­stel­le in den Räu­men der IHK in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen ange­sie­delt.