Die südkoreanische Delegation zu Gast in der IHK: Die Themen Ausbildung sowie Frau und Beruf fanden besonderes Interesse. Foto: pm

REGION (pm) – Eine Dele­ga­ti­on aus Süd­ko­rea hat die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und die dort ange­sie­del­te Kon­takt­stel­le Frau und Beruf besucht. Dar­über berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Dabei konn­te sich die Süd­ko­rea­ner umfang­reich über das Bil­dungs- und Aus­bil­dungs­sys­tem in Deutsch­land und The­men zu Frau­en und Beruf infor­mie­ren. Die Gäs­te sind alle­samt im frau­en­po­li­ti­schen oder wirt­schaft­li­chen Bereich in Süd­ko­rea beschäf­tigt.

Mar­ti­na Furt­wäng­ler, Geschäfts­be­reichs­lei­te­rin Bil­dung bei der IHK, erklär­te der Dele­ga­ti­on den Auf­bau des Kam­mer­sys­tems in Deutsch­land und die Auf­ga­ben der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer. Beson­ders die dua­le Aus­bil­dung inter­es­sier­te die Gäs­te, die ein sol­ches Sys­tem aus ihrer Hei­mat nicht ken­nen. In Süd­ko­rea besucht der Groß­teil eines Jahr­gangs eine Uni­ver­si­tät oder Hoch­schu­le. Beein­druckt waren die Gäs­te vom gro­ßen und viel­fäl­ti­gen Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bot der IHK.

Miri­am Kam­me­rer, die Lei­te­rin der Kon­takt­stel­le Frau und Beruf, stell­te den Gäs­ten eini­ge Fall­bei­spie­le aus den Bera­tun­gen der Kon­takt­stel­le vor. Die Dele­ga­ti­on hat schon im Vor­feld ange­kün­digt, sie wol­le mehr dar­über erfah­ren, wie der Wie­der­ein­stieg von Frau­en nach der Eltern­zeit gelin­gen kann, wie Exis­tenz­grün­de­rin­nen unter­stützt wer­den und wel­che Ver­an­stal­tun­gen es für Frau­en rund um das The­ma Beruf gibt. Die Kon­takt­stel­le, die sich mit die­sen The­men beschäf­tigt, ist bei der IHK und der Hand­werks­kam­mer ange­sie­delt und wird vom baden-würt­tem­ber­gi­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um geför­dert.

Die Dol­met­sche­rin der Grup­pe, Sowun Baik, berich­te­te, dass in Süd­ko­rea vie­le Frau­en kei­ne Kin­der bekom­men wol­len, aus Angst, den Anschluss an den Job zu ver­lie­ren. So waren die Gäs­te beein­druckt von der Unter­stüt­zung, die Rat­su­chen­de erhal­ten und von den ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten, sich fit für den Wie­der­ein­stieg zu machen. Kam­me­rer nann­te als Bei­spiel die zwei­tä­gi­ge Face-to-Face Ver­an­stal­tung, die die Kon­takt­stel­le drei Mal im Jahr macht, und bei der Wie­der­ein­stei­ge­rin­nen auf poten­zi­el­le Arbeit­ge­ber tref­fen.