3.5 C
Rottweil
Mittwoch, 26. Februar 2020

Koreanerinnen bei Kontaktstelle Frau und Beruf

Delegation aus Südkorea informierte sich über berufliche Bildung und Wiedereinstieg von Frauen

REGION (pm) – Eine Delegation aus Südkorea hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg und die dort angesiedelte Kontaktstelle Frau und Beruf besucht. Darüber berichtet die IHK in einer Pressemitteilung:

Dabei konnte sich die Südkoreaner umfangreich über das Bildungs- und Ausbildungssystem in Deutschland und Themen zu Frauen und Beruf informieren. Die Gäste sind allesamt im frauenpolitischen oder wirtschaftlichen Bereich in Südkorea beschäftigt.

Martina Furtwängler, Geschäftsbereichsleiterin Bildung bei der IHK, erklärte der Delegation den Aufbau des Kammersystems in Deutschland und die Aufgaben der Industrie- und Handelskammer. Besonders die duale Ausbildung interessierte die Gäste, die ein solches System aus ihrer Heimat nicht kennen. In Südkorea besucht der Großteil eines Jahrgangs eine Universität oder Hochschule. Beeindruckt waren die Gäste vom großen und vielfältigen Weiterbildungsangebot der IHK.

Miriam Kammerer, die Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf, stellte den Gästen einige Fallbeispiele aus den Beratungen der Kontaktstelle vor. Die Delegation hat schon im Vorfeld angekündigt, sie wolle mehr darüber erfahren, wie der Wiedereinstieg von Frauen nach der Elternzeit gelingen kann, wie Existenzgründerinnen unterstützt werden und welche Veranstaltungen es für Frauen rund um das Thema Beruf gibt. Die Kontaktstelle, die sich mit diesen Themen beschäftigt, ist bei der IHK und der Handwerkskammer angesiedelt und wird vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gefördert.

Die Dolmetscherin der Gruppe, Sowun Baik, berichtete, dass in Südkorea viele Frauen keine Kinder bekommen wollen, aus Angst, den Anschluss an den Job zu verlieren. So waren die Gäste beeindruckt von der Unterstützung, die Ratsuchende erhalten und von den verschiedenen Möglichkeiten, sich fit für den Wiedereinstieg zu machen. Kammerer nannte als Beispiel die zweitägige Face-to-Face Veranstaltung, die die Kontaktstelle drei Mal im Jahr macht, und bei der Wiedereinsteigerinnen auf potenzielle Arbeitgeber treffen.

 

Mehr auf NRWZ.de