Kreissparkasse Rottweil digital

Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

ROTTWEIL – Die Kreissparkasse Rottweil hat laut Pressemitteilung trotz schwierigem Marktumfeld 2021 ein solides Ergebnis erzielt. Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2021 weiter an und betrug zum 31. Dezember 2021 3.440 Millionen Euro.

Der Bestand an Kundenkrediten ist 2021 auf 1.910 Millionen Euro gewachsen. Die
Neuausleihungen betrugen 2021 erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro, das sind 100 Millionen mehr als 2020. Dieses Wachstum zeige die Leistungsstärke der Kreissparkasse Rottweil.

Ein Großteil der Kredite floss dabei in den Wohnungsbau. Aber auch Unternehmer haben Kredite für Erweiterungs- und Investitionsfinanzierungen erhalten. Damit sichert die Kreditvergabe Arbeitsplätze in der Region. Zusätzlich zu den Darlehen der Sparkasse wurden auch zahlreiche Förderkredite vermittelt. Der Bestand an Förderdarlehen erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 398 Millionen Euro. „Für 2022 erwarten wir bei den Privatkunden mit Blick auf die weiter anhaltende Nachfrage und den Wunsch nach Wohneigentum ein weiteres Kreditwachstum. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, die Entwicklung der Rohstoffpreise und die Lieferkettenproblematik werden das Wirtschaftswachstum und damit die Nachfrage der Unternehmen nach Krediten prägen. In Summe erwarten wir eine positive Entwicklung für das aktuelle Jahr“, so Christian Kinzel, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse.

Kunden vertrauen ihre Gelder weiterhin gerne der Kreissparkasse an. Die Kundeneinlagen haben trotz Verwahrentgelten, welche die Kreissparkasse insbesondere für Neu- und Vermögenskunden erhebt, zugenommen. Jedoch hat sich das Einlagenwachstum im Vergleich zu den Vorjahren von über 6 Prozentauf nun 4,0 Prozentverlangsamt. Die Kundeneinlagen belaufen sich nun auf 2.492 Millionen Euro.

„Mit dieser Entwicklung sind wir zufrieden, wobei das Einlagenwachstum weiterhin höher als die Zunahme der Kundenkredite ist“, so Matthäus Reiser, Vorsitzender des Vorstands. Mit Blick auf die aktuellen Inflationsraten ist ein Umdenken in Sachen Geldanlage in der Bevölkerung zwingend notwendig. Im September 2021 hat die Sparkasse bereits auf die Vermögensverluste durch die Inflation hingewiesen und dabei speziell die Geld- und Vermögenssituation im Landkreis Rottweil beleuchtet. Der Anteil an Aktien- und Fondsbesitzer sei seit 2017 zwar leicht angestiegen.

Weiterhin würde jedoch knapp die Hälfte des Vermögens zinslos geparkt, das sei bei Inflationsraten von teilweise über 5 Prozent suboptimal. „Solch hohe  Preissteigerungsraten müssen von der EZB in ihrer Zinspolitik stärker berücksichtigt werden, wenn diese die Gelder der Sparer nicht vernichten möchte. Die Realzinsfalle verursacht Vermögensverluste und trifft damit insbesondere auch Kleinsparer“, merkt Reiser an.

Eine weitere erfreuliche Entwicklung 2021 zeichnete sich für die Kunden der Kreisparkasse Rottweil im Wertpapiergeschäft ab. Zum Jahresende verfügten die Kunden über ein Vermögen in Höhe von über 850 Millionen Euro auf ihren Depotkonten, im Vorjahr belief sich das Vermögen auf rund 700 Millionen Euro. Dieser deutliche Anstieg sei sowohl auf den Neuabsatz von Wertpapieren als auch auf Kursgewinne an den Börsen zum Ende des Jahres zurückzuführen. Aktuell schwanken die Börsen stark wegen des Krieges in der Ukraine. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind bisher noch nicht abschätzbar. Reiser rät hier zu einer ruhigen Hand in Bezug auf die erworbenen Wertpapiere, insbesondere aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts bei Wertpapieren. Bei Fragen können Kunden gerne auf ihre Berater zukommen.

Die Bedürfnisse der Kunden haben sich aber auch in der der Beratung selbst verändert.
Immer mehr Kunden wünschen sich eine komplett digitale Beratung. Um dem
nachzukommen, ist die Sparkasse nun mit einem Digital-Beratungsteam gestartet. Das
Team wurde umfassend auf die neue Tätigkeit vorbereitet und erhielt eine individuell
entwickelte Ausstattung, damit die Qualität der digitalen Beratung einer persönlichen
Beratung vor Ort in nichts nachsteht. „Machen Sie sich gerne selbst ein Bild und vereinbaren einen Termin zu Videoberatung“, schwärmt Kinzel.

„Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Beratung unserer Kundinnen und Kunden, ob persönlich oder digital“, so Reiser. Persönliche Besuche für reine Serviceangelegenheiten auf den Geschäftsstellen seien jedoch stark rückläufig und konzentrierten sich auf die größeren Standorte. Vor allem habe sich das Nutzungsverhalten im Zahlungsverkehr stark verändert. Die Anzahl der Transaktionen mit der Sparkassen-Card hat sich innerhalb der letzten vier Jahren von 2,5 Millionen auf 4,9 Millionen. fast verdoppelt, während die Buchungsposten an Geldautomaten und an den Kassen der Geschäftsstellen deutlich zurückgegangen sind.

Die Anzahl der Mitarbeitenden bei der Kreissparkasse Rottweil lag zum Jahresende bei 459 Beschäftigten, davon 292 Mitarbeiterinnen und 167 Mitarbeiter. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten, bietet die Sparkasse immer mehr Mitarbeitern Teilzeitarbeitsplätze an. Zum Jahresende waren 163 Mitarbeitende in Teilzeit beschäftigt. Derzeit werden bei der Sparkasse 54 Auszubildende beschäftigt. Damit ist die Kreissparkasse einer der größten kaufmännischen Ausbildungsbetriebe im Landkreis Rottweil.

Trotz des schwierigen Marktumfelds ist es der Kreissparkasse Rottweil gelungen, ein
ordentliches Ergebnis zu erwirtschaften. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit
0,69 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme auf demselben Niveau wie im Jahr 2020. „Die Kreissparkasse Rottweil ist kerngesund, wir haben schon früh auf das schwierige Marktumfeld reagiert“, versichert Reiser. „Jedoch müssen auch wir uns laufend an die Erfordernisse des Marktes anpassen. Dies tun wir indem wir unsere Kosten weiter konsequent begrenzen, auf effiziente Arbeitsabläufe achten und insbesondere die Bedürfnisse unserer Kunden im Blick behalten.“

Das Gesellschaftliche Engagement im Geschäftsgebiet wurde mit 302.800 Euro gefördert. Besonders im Jahr 2021 hervorzuheben ist die Unterstützung der Vereine. Ziel war es das Vereinslebens zu stärken, das in der Corona-Pandemie auf ein Minimum zurückgeführt werden musste. „Es gab eine überwältigende Anzahl von Vereinen, die Anträge auf eine Förderung eingereicht haben“, so Kinzel. „Die Vereine leisten eine solch wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft. Wir haben daher die ursprünglich geplante Fördersumme mehr als verdoppelt und insgesamt 43.000 Euro ausgeschüttet, wovon 43 Vereine aus dem Geschäftsgebiet profitieren konnten.“ Zusätzlich stellt die Sparkasse die Spenden-Plattform „WirWunder“ zur Verfügung, bei der eine Vielzahl an Menschen – die sogenannte Crowd – ein Projekt finanziell unterstützen können. Aus vielen kleinen Beiträgen wurde eine große Summe, die nun von den Vereinen und Organisationen zur Realisierung der Ideen eingesetzt wird.

image_pdfPDF öffnenimage_printArtikel ausdrucken

Aktuelle Meldungen

Das Wetter

Rottweil
Leichter Regen
4.6 ° C
5.2 °
3.9 °
83 %
1.1kmh
100 %
Mo
8 °
Di
4 °
Mi
7 °
Do
8 °
Fr
8 °