Landesweites Mentorinnenprogramm gestartet

Kontaktstelle Frau und Beruf: Tandems aus der Region dabei

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Mentee Roxana Carp und Miriam Kammerer, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg (von links), schildern bei der Podiumsdiskussion ihre Erfahrungen mit dem Mentorinnen-Programm für Migrantinnen. Foto: Jutta Bogdol

Das Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Arbeit und Woh­nungs­bau hat in Stutt­gart den zen­tra­len Auf­takt für das Men­to­rin­nen­pro­gramm für Migran­tin­nen in die­sem Jahr ver­an­stal­tet. Mit dabei waren auch die Lei­te­rin der Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Miri­am Kam­me­rer, und zwei Men­to­rin­nen und eine Men­tee aus der Regi­on, berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Das Pro­gramm soll die Poten­zia­le von Frau­en mit Migra­ti­ons­ge­schich­te erschlie­ßen und mit dazu bei­tra­gen, den Fach­kräf­te­be­darf in Baden-Würt­tem­berg mit­tel- und lang­fris­tig zu sichern.  Men­tees sind Per­so­nen, die von Men­to­ren betreut wer­den.

Eine der Men­tees der Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg ist Roxa­na Carp. Die gebür­ti­ge Rumä­nin wohnt in Rott­weil. Sie hat gemein­sam mit ihrer Men­to­rin Sibyl­le Fried­rich an der Auf­takt­ver­an­stal­tung teil­ge­nom­men. Sibyl­le Fried­rich ist frei­be­ruf­li­cher Busi­ness-Coach aus Bad Dür­rheim und enga­giert sich ehren­amt­lich als Men­to­rin.

Das Tan­dem hat bei der Podi­ums­dis­kus­si­on zur Eröff­nung des Pro­gramms über die Erfah­run­gen gespro­chen, die Roxa­na Carp in Deutsch­land gemacht hat. Seit knapp drei Jah­ren ist die jun­ge Frau in Deutsch­land. In ihrem Hei­mat­land hat sie ein wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­ches Stu­di­um abge­schlos­sen.

Vor den 100 Teil­neh­me­rin­nen aus ganz Baden-Würt­tem­berg mach­te sie sich stark dafür, Frau­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund eine Chan­ce zu geben. „Ich will in Deutsch­land Kar­rie­re machen“, sagt Carp und erhält dafür viel Applaus. Momen­tan macht sie eine Wei­ter­bil­dung im Bereich Finanz­buch­hal­tung, um ihre Chan­cen auf dem Arbeits­markt zu stei­gern.

Das Men­to­rin­nen-Pro­gramm ist ein zusätz­li­ches Ange­bot im Rah­men des Lan­des­pro­gramms Kon­takt­stel­le Frau und Beruf. Die zen­tra­le Auf­takt­ver­an­stal­tung in Stutt­gart dien­te dabei der lan­des­wei­ten Infor­ma­ti­on, der ein­heit­li­chen Schu­lung und Ver­net­zung von Men­tees, Men­to­rin­nen und Bera­te­rin­nen. Das Pro­gramm geht jetzt in das drit­te Jahr. Im ver­gan­ge­nen Jahr kamen die Men­to­rin­nen und Men­tees aus 33 Län­dern, über 70 Pro­zent von ihnen brach­ten ein Hoch­schul­stu­di­um in Wirtschafts‑, Geis­tes- und Human­wis­sen­schaf­ten oder den MINT-Fächern mit.

Das Minis­te­ri­um för­dert das Men­to­rin­nen-Pro­gramm mit rund 112.000 Euro. Bei allen zwölf Kon­takt­stel­len Frau und Beruf im Land wer­den Men­to­ring-Bezie­hun­gen zwi­schen fest im Beruf eta­blier­ten Men­to­rin­nen und am Berufs­ein­stieg oder Berufs­wie­der­ein­stieg inter­es­sier­ten Men­tees initi­iert. Das Men­to­ring ist auf etwas sechs bis acht Mona­te ange­legt.

Als Men­tee kön­nen sich Frau­en bewer­ben, die Zugang zum deut­schen Arbeits­markt haben, über eine beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on und Deutsch­kennt­nis­se auf dem Niveau B1 ver­fü­gen. Men­to­rin­nen ver­fü­gen über min­des­tens zwei Jah­re Berufs­er­fah­rung in Deutsch­land. Das Enga­ge­ment erfolgt ehren­amt­lich. Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg nimmt ger­ne wei­te­re Anmel­dun­gen unter info@frauundberuf-sbh.de ent­ge­gen.

Info
Die Kon­takt­stel­le Frau und Beruf Schwarz­wald-Baar-Heu­berg wird vom Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg geför­dert. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen bera­ten Frau­en in beruf­li­chen Fra­gen wie Wie­der­ein­stieg, Umstieg oder Exis­tenz­grün­dung. Als Trä­ger­ver­bund zwi­schen der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und der Hand­werks­kam­mer Kon­stanz (HWK) ist die Kon­takt­stel­le in den Räu­men der IHK in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen ange­sie­delt.

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