SCHRAMBERG (pm) – Die vhs Schram­berg lädt in Zusam­men­ar­beit mit dem Sub­ia­co Kino im Rah­men des Nach­hal­tig­keits­pro­gramms „Nach­hal­ti­ge Finan­zen“ am Mon­tag, 18. Mai um 20 Uhr, zum Kino­film „Let´s make MONEY” – Vom Wahn­sinn der Metho­de hat, ein.

Let’s make MONEY” folgt dem Weg unse­res Gel­des, dort­hin wo spa­ni­sche Bau­ar­bei­ter, afri­ka­ni­sche Bau­ern oder indi­sche Arbei­ter unser Geld ver­meh­ren und selbst bet­tel­arm blei­ben. Der Film zeigt die gefei­er­ten Fonds­ma­na­ger, die das Geld ihrer Kun­den jeden Tag aufs Neue anle­gen. Zu sehen sind Unter­neh­mer, die zum Woh­le ihrer Aktio­nä­re ein frem­des Land abgra­sen, solan­ge die Löh­ne und Steu­ern nied­rig und die Umwelt egal ist. Sie erle­ben die all­ge­gen­wär­ti­ge Gier und die damit ver­bun­de­ne Zer­stö­rung, die mit unse­rem Geld ange­rich­tet wird.

Der Film zeigt meh­re­re Ebe­nen des Finanz­sys­tems. Sie erfah­ren auch, war­um es auf dem Glo­bus zu einer unglaub­li­chen Geld­ver­meh­rung gekom­men ist. Sie ler­nen deren Kon­se­quen­zen für unser Leben ken­nen. Täg­lich wer­den Mil­li­ar­den­sum­men, die mög­lichst hoch ver­zinst wer­den sol­len, mit Licht­ge­schwin­dig­keit um den Glo­bus trans­fe­riert. Let’s make MONEY zeigt eini­ge Zwi­schen­sta­tio­nen die­ser Geld­ver­meh­rungs­rei­se, wie die Schweiz, Lon­don oder Jer­sey. War­um ist die Kanal­in­sel das reichs­te Land Euro­pas?

Steu­er­oa­sen nut­zen Kon­zer­ne und Rei­che, um Steu­ern zu spa­ren. Bis­lang hat die Poli­tik dies nicht ver­hin­dert. Dabei setz­ten die Regie­run­gen die Spiel­re­geln für das welt­wei­te Geld­sys­tem fest. Seit den 70er Jah­ren erleich­ter­ten sie den Geld­fluss und schu­fen so die Grund­la­ge für den Boom der welt­wei­ten Finanz­in­dus­trie mit ihren Zen­tren in Lon­don, New York oder Frank­furt. Es ging dabei immer um Inter­es­sen von weni­gen Mäch­ti­gen. So konn­ten der Inter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds und die Welt­bank vie­len Ent­wick­lungs­län­dern eine Pri­va­ti­sie­rung von Alters­vor­sor­ge, Strom­erzeu­gern oder Baum­woll­fa­bri­ken auf­zwin­gen, nach­dem deren Regie­run­gen durch eine hohe Ver­schul­dung erpress­bar gewor­den waren. Dies eröff­net neue Anla­ge­mög­lich­kei­ten für unser Geld.

Doch die­ser „Aus­ver­kauf” von sozia­len Errun­gen­schaf­ten wie Gesund­heits­sys­tem, Pen­si­ons­we­sen, Ener­gie­ver­sor­gung und öffent­li­cher Ver­kehr pas­siert nicht nur in der fer­nen „drit­ten” Welt. Wir alle sind direkt davon betrof­fen. Und genau davon han­delt der Film: Wir erle­ben kei­ne Finanz­kri­se, son­dern eine Gesell­schafts­kri­se – die wir mit unse­rem Geld beein­flus­sen kön­nen.