Mario Langpohl bringt den Einkauf vorbei. Foto: pm

SCHRAMBERG  (him) – Seit Jah­res­an­fang kurvt ein Fiat-Klein­trans­por­ter auf dem Sul­gen und im Tal umher. Das „Lie­fer­kär­re­le” von Mario Lang­pohl. Damit betreibt der Mann mit dem Pfer­de­schwanz einen Ein­kaufs- und Lie­fer­ser­vice.

Das ist eigent­lich nichts son­der­lich Neu­es: Unzäh­li­ge Lie­fer­diens­te und Paket­fah­rer lie­fern von Pumps bis Piz­zen Nütz­li­ches und Unnüt­zes ins Haus.

Doch Lang­pohl hat eine ande­re Idee: Er hat näm­lich beob­ach­tet, „wie alte Frau­en mit ihren Ein­kauf­strol­leys sich müh­sam die alten Stei­ge hoch­quä­len“. Da müss­te man doch hel­fen – und ein Geschäft draus machen kön­nen, fand der gelern­te Groß- und Außen­han­dels­kauf­mann. Etwa zwei Jah­re habe er an sei­ner Idee gebrü­tet.

Auf Wunsch bis in den Kühlschrank.“

Seit Janu­ar bie­tet er nun haupt­be­ruf­lich sei­nen Ein­kaufs- und Lie­fer­ser­vice in Schram­berg und Umge­bung mit dem „Lie­fer­kär­re­le” an. Für sei­ne Kun­den geht Lang­pohl ein­kau­fen und lie­fert, was die­se bestellt haben. „Auf Wunsch bis in den Kühl­schrank.“ In wel­chem Laden er ein­kauft, bestim­men die Kun­den. Egal ob Dis­coun­ter, Metz­ger, Hof­la­den, Bäcke­rei, Geträn­ke­markt, Wein­hand­lung, Blu­men­ge­schäft oder  Dro­ge­rie.

Inner­halb von 24 Stun­den lie­fe­re er die Ein­käu­fe zur ver­ein­bar­ten Zeit, ver­spricht Lang­pohl. Um sei­nen Ser­vice anbie­ten zu kön­nen, hat Lang­pohl sei­nen Lie­fer­wa­gen mit Ther­mo­bo­xen mit Ther­mo­stat und Kühlak­kus aus­ge­stat­tet. Auch eine Hygie­neschu­lung hat er absol­viert.

Neben älte­ren Men­schen und Leu­ten, die gesund­heit­lich ein­ge­schränkt oder nicht mobil sind, will Lang­pohl auch Fami­li­en mit Kin­dern anspre­chen, die „ihre knap­pe Frei­zeit lie­ber mit der Fami­lie ver­brin­gen wol­len anstatt mit Ein­kaufs­stress, Park­platz­su­che, lan­ge War­te­zei­ten an der Kas­se, hohe Sprit­kos­ten, Kis­ten­schlep­pen.“

Monatspauschale oder Einzelbestellung

Dabei hat er zwei ver­schie­de­ne Model­le im Ange­bot: Ent­we­der zah­len die Kun­den eine monat­li­che Pau­scha­le – und das „Lie­fer­kär­re­le” kommt so oft sie wol­len. Oder die Kun­den bestel­len ihn  je nach Bedarf und zah­len dann eine Pau­scha­le abhän­gig von der Län­ge des Ein­kaufs­zet­tels, sprich des Umsat­zes.

Damit  möch­te er auch Men­schen anspre­chen, die kurz­fris­tig wegen Krank­heit oder ungüns­ti­ger Arbeits­zeit gera­de nicht zum Ein­kau­fen kom­men. Bis­her, so Lang­pohl, feh­le ein sol­cher Ser­vice in der Umge­bung. Ein Anfang ist gemacht:  „Die Rück­mel­dun­gen sind auch sehr posi­tiv.“

Info: Auf der  Web­site www.lieferkaerrele.de fin­den sich alle Anga­ben, wie Lie­fer- und Ein­kaufs­re­gi­on, Prei­se und Bedin­gun­gen.