Dr. Gerhard Lehmann, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses: „Die neue Mautpflicht gehe besonders zu Lasten der produzierenden Unternehmen in ländlichen Räumen.“ Foto: pm

REGION (pm) – Die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg wehrt sich gegen die vom Bun­des­ka­bi­nett am 11. Mai beschlos­se­ne Aus­wei­tung der LKW-Maut auf aus­nahms­los alle Bun­des­stra­ßen ab 1. Juli 2018.

Die neue Maut­pflicht gehe beson­ders zu Las­ten der pro­du­zie­ren­den Unter­neh­men in länd­li­chen Räu­men, die ihren Waren- und Güter­ver­kehr über­wie­gend über das Bun­des­stra­ßen­netz abwi­ckeln, so die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Dr. Ger­hard Leh­mann, Vor­sit­zen­der des IHK-Ver­kehrs­aus­schus­ses, fasst die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen zusam­men: „In unse­rer Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg mit ihrer deut­lich über dem Lan­des­durch­schnitt lie­gen­den Indus­trie­dich­te sind Bun­des­stra­ßen der wich­tigs­te Ver­kehrs­trä­ger für die Ver­sor­gung aller Wirt­schafts- und Lebens­be­rei­che. Durch die neue LKW-Maut kom­men für unse­re export­ori­en­tier­ten Unter­neh­men in ers­ter Linie deut­li­che Mehr­kos­ten im regio­na­len Güter­ver­kehr zu. Das ver­teu­ert nicht nur die regio­na­le Wirt­schafts­leis­tung, son­dern ist auch ein kla­rer Stand­ort­nach­teil gegen­über urba­nen Groß­räu­men mit kur­zen Wegen zu einem dich­ten Auto­bahn­netz. Dar­über hin­aus schafft die neue Maut­pflicht zusätz­li­che Anrei­ze für Aus­weich­ver­keh­re auf Lan­des- und Kreis­stra­ßen und erhöht das Ver­kehrs­aus­kom­men auf eini­gen der in der Regi­on ohne­hin stark befah­re­nen Orts­durch­fahr­ten zusätz­lich.“

Die IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg wer­de daher wei­ter­hin gegen die gene­rel­le Maut­pflicht für LKW auf Bun­des­stra­ßen inter­ve­nie­ren und sich für die bis­he­ri­ge, sinn­vol­le Beschrän­kung auf die Auf­kom­mens­schwer­punk­te Auto­bah­nen und auto­bahn­ähn­li­che, vier­spu­ri­ge Bun­des­stra­ßen ein­set­zen.