Otmar Knoll mit IHK-Referentin Cathérine Frerk und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez in den Verkaufsräumen. Foto: pm

Als „her­aus­ra­gen­des Bei­spiel unter­neh­me­ri­schen Han­delns” bezeich­ne­te Tho­mas Albiez, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, in einer Pres­se­mit­tei­lung der IHKden Auf­bau einer hoch­mo­der­nen Pro­duk­ti­ons­stät­te für Whirl­pools und soge­nann­ten Swim-Spas durch die Fami­lie Knoll im Deiß­lin­ger Orts­teil Lauf­fen.

Auf dem 50.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück an der Bun­des­stra­ße ent­ste­hen neben den bestehen­den Ver­kaufs­räu­men von Whirl­pools World und dem Außen­ge­län­de eine Fabrik und das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de als Zen­tra­le der Whirl­ca­re Indus­tries. Im 1. Quar­tal kom­men­den Jah­res soll die Fer­ti­gung voll ange­lau­fen sein, dann wird Lauf­fen Stand­ort der leis­tungs­stärks­ten Pro­duk­ti­on in Euro­pa sein.

Beson­ders beein­druckt zeig­te sich Albiez, dass mit den weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Fer­ti­gungs­pro­zes­sen mit Robo­tern und der ver­netz­ten Intra­lo­gis­tik bis hin zur ein­ge­bun­de­nen Steue­rung der durch­gän­gi­gen LED-Beleuch­tung die Vor­tei­le von Indus­trie 4.0 sehr weit­rei­chend genutzt wer­den: „Es ist ein gutes und wich­ti­ges Signal, dass die Regi­on als Pro­duk­ti­ons­stand­ort wei­ter­hin sehr attrak­tiv ist.“ Wäh­rend eines Rund­gangs erläu­ter­te Otmar Knoll den Pro­duk­ti­ons­ab­lauf: „Wir sind uns der Ver­ant­wor­tung gegen­über der Umwelt sehr bewusst und ver­wen­den schad­stoff­ar­me und lang­le­bi­ge Mate­ria­li­en, die ener­gie­ef­fi­zi­ent zu ver­ar­bei­ten sind.“

Auf spe­zi­ell ange­fer­tig­ten Son­der­ma­schi­nen wer­den die Whirl­pool-Roh­lin­ge im so genann­ten Vaku­um-Tief­zieh­ver­fah­ren her­ge­stellt. Die Wan­nen­ver­stär­kung erfolgt mit einem bio­lo­gisch abbau­ba­ren PU-Mate­ri­al statt umwelt­be­las­ten­der Glas­fa­ser. Die Außen­ver­klei­dung sei kom­plett recy­cling­fä­hig, so Knoll wei­ter, Strom wird mit einer gro­ßen Pho­to­vol­ta­ik-Dach­an­la­ge gewon­nen.

Markt­an­tei­le, allein in Deutsch­land wer­den jähr­lich etwa 12.000 Whirl­pools ver­baut, will Knoll mit Inno­va­tio­nen wie etwa dem beson­ders haut­freund­li­chen Ski­no­xy­form-Sys­tem, High-Tech-Düsen sowie moder­nem und ana­to­misch kor­rek­tem Design erobern. Eine Vor­rei­ter­rol­le hat das Unter­neh­men in Sachen „Smart Tech­no­lo­gy“ über­nom­men: Eine grund­le­gend neue, selbst ent­wi­ckel­te Steue­rung hat es ermög­licht, die Smart-Home-Inte­gra­ti­on über Ale­xa und Goog­le Home für vie­le Model­le umzu­set­zen. So lässt sich der Whirl­pool zum Bei­spiel bequem vom Wohn­zim­mer aus steu­ern oder zum Whir­len vor­be­rei­ten.

21 Whirl­pools in fünf unter­schied­li­chen Edi­tio­nen, dazu der intel­li­gen­te und inter­ak­ti­ve Smart-Spa sowie drei exklu­si­ve Swim-Spas umfasst die aktu­el­le Pro­dukt­fa­mi­lie, die kürz­lich auf der Leit­mes­se „Inter­bad“ in Stutt­gart ihre Pre­mie­re fei­er­te. Künf­tig wird Whirl­ca­re sogar Swim-Spas mit einer Län­ge von bis zu zwölf Metern und damit die größ­ten der Welt her­stel­len – und zwar in einem Tief­zieh­vor­gang, wie Knoll betont. Um wei­te­re Neu­hei­ten auf den Markt brin­gen zu kön­nen, wur­de mit der WCI For­schung und Ent­wick­lung GmbH ein eige­nes Unter­neh­men gegrün­det.

Für die Eigen­tü­mer­fa­mi­lie Knoll sind „Made in Ger­ma­ny“ und das kla­re Bekennt­nis zum Stand­ort Deutsch­land kei­ne lee­ren Flos­keln, son­dern Garan­ten für Qua­li­tät und Kun­den­zu­frie­den­heit. Opti­ma­len Stand­ort­be­din­gun­gen kommt daher hohe Wich­tig­keit zu, und hier hapert es lei­der an hin­rei­chen­der Inter­net-Anbin­dung.

Erfreut zeig­te sich der Haupt­ge­schäfts­füh­rer, dass Whirl­ca­re als Aus­bil­dungs­be­trieb aktiv ist und sowohl im kauf­män­ni­schen als auch im gewerb­li­chen Bereich jun­gen Men­schen eine Per­spek­ti­ve bie­tet. Als neue Bran­che vor Ort berei­che­re die­ses Ange­bot die Regi­on dop­pelt. Bei der Aus- und Fort­bil­dung der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer die unein­ge­schränk­te Unter­stüt­zung der IHK zu.

Knoll hat­te aus­ge­führt, dass vor allem aktu­el­le Kennt­nis­se in Steue­rung und Soft­ware für die rei­bungs­lo­se Pro­duk­ti­on wich­tig sind: „Wir freu­en uns auf Anre­gun­gen und Input von Ihnen, um die Ange­bo­te unse­rer IHK Aka­de­mie den Bedürf­nis­sen moderns­ter Pro­duk­ti­ons­be­trie­be wie Whirl­ca­re gerecht zu wer­den“, sag­te Albiez abschlie­ßend.