REGION (pm) – Ein weg­wei­sen­des Pro­jekt ist jetzt unter der Lei­tung der Clus­ter­or­ga­ni­sa­ti­on Medi­cal­Moun­tains in Tutt­lin­gen gestar­tet wor­den: Gleich 24 Netz­werk­part­ner haben sich zu „Clean­Med – dem Kom­pe­tenz­netz­werk für tech­ni­sche Sau­ber­keit, Rei­nig­bar­keit und Ste­ri­li­sier­bar­keit in der Medi­zin­tech­nik“ zusam­men­ge­fun­den, das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie im Rah­men des Zen­tra­len Inno­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand (ZIM) geför­dert wird.

Ziel des Netz­werks ist es, neue Pro­zes­se und Dienst­leis­tun­gen zu ent­wi­ckeln, mit denen Pro­duk­te mög­lichst frei von Fer­ti­gungs­rück­stän­den her­ge­stellt wer­den kön­nen und die im Gebrauchs­zy­klus zugleich gut zu rei­ni­gen und zu ste­ri­li­sie­ren sind“, erläu­tert Clus­ter­ma­na­ge­rin Yvon­ne Gli­en­ke laut einer Pres­se­mit­tei­lung. Die Teil­neh­mer eint das Wis­sen, dass sie die viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen im Allein­gang nicht wür­den leis­ten kön­nen – der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt aber gemein­sam zu errei­chen ist. Neben vie­len Unter­neh­men aus der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg mit Schwer­punkt Tutt­lin­gen sind auch For­schungs­ein­rich­tun­gen sowie vier Unter­neh­men aus der Schweiz enga­giert.

Das Netz­werk ist breit auf­ge­stellt und umfasst sowohl Ent­wick­lungs­dienst­leis­ter, die klas­si­schen Her­stel­ler von medi­zin­tech­ni­schen Instru­men­ten und Implan­ta­ten als auch die Her­stel­ler von Rei­ni­gungs­an­la­gen und Rei­ni­gungs­mit­teln. Zudem wer­den Dienst­leis­ter für Rei­ni­gungs­ver­fah­ren inte­griert. Exper­ti­se aus dem Kunst­stoff­be­reich bringt das Kunst­stoff-Insti­tut Süd­west (KISW) in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen ein. Mit dem Natur­wis­sen­schaft­li­chen und Medi­zi­ni­schen Insti­tut an der Uni­ver­si­tät Tübin­gen (NMI) sowie dem Fraun­ho­fer IPA (Stutt­gart) sind renom­mier­te Adres­sen für tech­ni­sche Sau­ber­keit aus der For­schung ver­tre­ten.

In ers­ten Tref­fen in der Beruf­li­chen Bil­dungs­stät­te wur­den ers­te kon­kre­te Ansatz­punk­te fest­ge­legt. So wird sich eine Arbeits­grup­pe damit beschäf­ti­gen, dass bereits bei der Kon­struk­ti­on von Instru­men­ten bedacht wird, dass sie spä­ter gute Rei­ni­gungs­ei­gen­schaf­ten auf­wei­sen. Alter­na­ti­ve Ober­flä­chen­be­hand­lun­gen zur Erzeu­gung mat­ter Ober­flä­chen ste­hen eben­so auf der Agen­da wie die Wei­ter­ent­wick­lung von Rei­ni­gungs­sub­stan­zen, die einer­seits gut wir­ken müs­sen, aber nicht die emp­find­li­chen Gerät­schaf­ten angrei­fen dür­fen.

Lang­fris­tig könn­te sich der Ver­bund aus den Teil­neh­mern zu einem eta­blier­ten Kom­pe­tenz­zen­trum für die Rei­ni­gung von medi­zin­tech­ni­schen Pro­duk­ten mit fest­ge­leg­ten Struk­tu­ren, Abläu­fen und nach­hal­ti­ger Eigen­fi­nan­zie­rung ent­wi­ckeln“, blickt Clus­ter-Mana­ge­rin Gli­en­ke in die Zukunft. Im Ergeb­nis soll die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der betei­lig­ten Unter­neh­men spür­bar ver­bes­sert wer­den. Denn tech­ni­sche Sau­ber­keit, Rei­nig­bar­keit und Ste­ri­li­sier­bar­keit als Qua­li­täts­merk­mal für Implan­ta­te und Instru­men­te aus dem Clus­ter Medi­cal­Moun­tains stär­ken die Markt­aus­sich­ten und damit den Stand­ort erheb­lich.