Start Wirt­schaft „Mehr Kun­den­bin­dung geht nicht“

„Mehr Kundenbindung geht nicht“

IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez bei Mafell in Obern­dorf

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Ein metall­ver­ar­bei­ten­des Unter­neh­men, das kom­plett in Holz denkt: „Was sich wider­sprüch­lich anhört, ist unser Erfolgs­ge­heim­nis“, erläu­ter­te Rigo Züf­le, Vor­stand der Mafell AG in Obern­dorf wäh­rend eines Arbeits­be­su­ches von Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez von der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg. Über den Besuch berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Mafell ver­folgt als Her­stel­lers hoch­wer­ti­ger Elek­tro­werk­zeu­ge und Holz­be­ar­bei­tungs­ma­schi­nen für die Bau­bran­che ein kla­res Geschäfts­mo­dell: Die Pro­duk­te, aktu­ell umfasst das Pro­gramm 62 Maschi­nen vom Null­fu­gen­be­kan­ter bis zum Duod­üb­ler, ste­hen jeweils an der Spit­ze, wenn es um Zuver­läs­sig­keit, Halt­bar­keit, Hand­ling und Prä­zi­si­on geht. Mit ste­ten Inno­va­tio­nen hat sich Mafell ins­be­son­de­re bei Zim­me­rern und Tisch­lern einen Kult­sta­tus erar­bei­tet. Für vie­le Zim­mer­leu­te auf der Walz zählt der Besuch der Pro­duk­ti­on in Obern­dorf zum fes­ten Bestand­teil der Wan­der­jah­re – „mehr Kun­den­bin­dung geht nicht“, gra­tu­lier­te Albiez.

Mafell hat das Ver­triebs­sys­tem auf ein Kom­­mis­­si­ons-Modell umge­stellt und arbei­tet tra­di­tio­nell aus­schließ­lich mit Fach­händ­lern zusam­men, und dies in 32 Län­dern, infor­mier­te Züf­le. Die­se Vor­ge­hens­wei­se stellt sicher, dass der Fach­han­del die für ihn not­wen­di­ge Mar­ge erzie­len kann. Und das ist die bes­te Nach­richt für den Stand­ort: Mafell ent­wi­ckelt und pro­du­ziert mit 330 Mit­ar­bei­ten­den aus­schließ­lich in Obern­dorf, und dies mit hoher Fer­ti­gungs­tie­fe bis zu 85 Pro­zent. Aktu­ell pro­fi­tiert das Unter­neh­men vom Bau­boom – und vom Trend zur Nach­hal­tig­keit, der dem Werk­stoff Holz Auf­trieb ver­leiht. Mafell sei mit dem bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf durch­aus zufrie­den und über Plan, sag­te Züf­le.

Nach­hal­ti­ger Werk­stoff, nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on, Mafell setzt auch in die­sem Bereich Maß­stä­be, „denn unse­re Pro­duk­te sind so kon­stru­iert, dass man sie bei Bedarf auch repa­rie­ren kann“. Es gibt eine 15-jäh­­ri­ge Garan­tie, dass benö­tig­te Ersatz­tei­le vor­ge­hal­ten wer­den, tat­säch­lich wer­den aber auch älte­re Gerä­te noch instand gesetzt. „Wir erhal­ten immer wie­der Maschi­nen mit Typ­schil­dern aus den 60er oder 70er-Jah­­ren“, schmun­zelt Züf­le, und natür­lich wer­den auch die­se Ein­sen­dun­gen bear­bei­tet – um das Wort Restau­rie­ren zu ver­mei­den. Das alles schont Res­sour­cen und beför­dert neben­bei den Kult­sta­tus: Wel­cher ande­re Her­stel­ler kann schon auf Unter­flur-Sägen oder Hobel mit mehr als jahr­zehn­te­lan­ger Ein­satz­dau­er ver­wei­sen?

Die­se hohe tech­ni­sche, aber auch hand­werk­li­che Exper­ti­se stellt Mafell mit einem sehr hohen Anteil an Fach­ar­bei­tern sicher. Tho­mas Albiez dank­te dem Unter­neh­men für die vor­bild­li­che Aus­bil­dung, die geleis­tet wird. Gleich zwei Aus­bil­dungs­meis­ter sowie eine kauf­män­ni­sche Aus­bil­de­rin küm­mern sich um die etwa 30 Aus­zu­bil­den­den, die ger­ne über­nom­men wer­den. Schon jetzt sind alle Plät­ze für das kom­men­de Jahr besetzt, freut sich Züf­le. „Nicht nur die Pro­duk­te besit­zen einen her­vor­ra­gen­den Ruf, auch die Arbeit­ge­ber­mar­ke Mafell“, stell­te Albiez fest.

Als intel­li­gen­ten Weg, den Fort­be­stand des Fami­li­en­un­ter­neh­mens auf Dau­er zu sichern erach­tet Albiez die gewähl­te Gesell­schafts­form als Akti­en­ge­sell­schaft. „Das ist sei­ner­zeit vom Rudolf Mey, der das Unter­neh­men 1935 über­nom­men hat­te, mit Weit­blick so ein­ge­rich­tet wor­den“, sag­te Züf­le. Rigo Züf­le, Mit­glied der Voll­ver­samm­lung der IHK, dank­te sei­ner­seits für das brei­te Aus- und Fort­bil­dungs­an­ge­bot der IHK sowie die Unter­stüt­zung in Außen­han­dels­fra­gen: „knapp die Hälf­te unse­res Umsat­zes machen wir inter­na­tio­nal.“

 

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