Die Anzahl der Meldepflichten und bürokratischen Belastungen für Unternehmen wachsen in allen Bereichen stetig. Ein Paradebeispiel ist dabei der Bereich Energie. Hier können Betriebe im Extremfall unterjährig von mehreren Dutzend gesetzlichen Anzeige- und Meldepflichten betroffen sein, so die IHK in einer Pressemitteilung.

Um ihren Mitgliedsbetrieben im Dschungel der vielen Regelungen den Überblick zu erleichtern, informiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg am Mittwoch, 17. Januar, 17 Uhr, zu diversen bestehenden Meldepflichten im Energiebereich. Unternehmen können dann prüfen, welche sie betreffen und welche nicht.

Denn die Unternehmen sind in der Pflicht, mögliche Fristen einzuhalten, um monetäre Einsparpotenziale überhaupt nutzen zu können. Auch wenn bereits Einsparungen genutzt werden, besteht immer ein gewisses Risiko, diese aufgrund einer neuen oder geänderten Regelung wieder zu verlieren. So können schlimmstenfalls bei einer auch nur knapp verpassten Frist vermeidbare Kosten von mehreren Tausend Euro entstehen.

„Außerdem machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Unternehmen des produzierenden Gewerbes ihnen eigentlich zustehende Entlastungsmöglichkeiten gar nicht erst kennen, geschweige denn in Anspruch nehmen. Auch dafür wollen wir sensibilisieren. Auf der anderen Seite wollen wir den Unternehmen helfen, wertvolle Ressourcen zu sparen, die sonst durch die Überwachung und Sichtung der diversen Regelungen gebunden wären“, so IHK Energiereferent Marcel Trogisch.

Er nennt auch gleich einige Beispiele jüngster Neuerungen: „So können Betriebe etwa ganz schnell von der neuen Markstammdatenregisterverordnung betroffen sein, weil sie als Stromlieferant im Sinne dieser Verordnung angesehen werden, ohne dies wirklich zu wissen. Außerdem sollten sich die Unternehmen, die Begünstigungen bei der Energie- und Stromsteuer in Anspruch nehmen, zukünftig den 30. Juni eines Jahres im Kalender anstreichen. Der Grund ist auch hier eine vergleichsweise noch recht junge Verordnung zur Umsetzung von EU-Vorgaben, die ebenfalls 2018 erstmals ihre volle Wirkung entfalten wird.“

Der IHK-Energiereferent gibt aber auch für viele Unternehmen gleichzeitig Entwarnung, denn von der Mehrheit dieser Regelungen sind in der Praxis lediglich Industrieunternehmen und Betriebe des produzierenden Gewerbes betroffen.

Die Teilnehmerzahl für die Veranstaltung ist begrenzt. Die Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Eine vorherige Anmeldung ist daher aus organisatorischen Gründen bis zum 15. Januar erforderlich. Interessierte können sich über die Homepage der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg unter www.schwarzwald-baar-heuberg.ihk.dein der Rubrik Veranstaltungen oder direkt im IHK-Fachbereich Energie und Umwelt unter: trogisch@vs.ihk.de anmelden.

 

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