REGION (pm) – Ein erfolg­rei­cher Abschluss der Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit den USA und Kana­da, TTIP und CETA, sei für die Unter­neh­men der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie in der Regi­on Schwarz­wald-Hegau von beson­de­rer Bedeu­tung, so der ver­band in einer Pres­se­mit­tei­lung

Euro­pa und ins­be­son­de­re unse­re stark export­ori­en­tier­te Wirt­schaft hier in der Regi­on brau­chen den Abbau von Han­dels­hemm­nis­sen”, sag­te der Vor­sit­zen­de der Süd­west­me­tall-Bezirks­grup­pe Schwarz­wald-Hegau, Joa­chim Schulz. „TTIP und CETA bie­ten hier gro­ße Chan­cen für unse­ren Wirt­schafts­stand­ort: Zöl­le wer­den abge­baut und Pro­dukt­stan­dards gegen­sei­tig aner­kannt.“

Auch wenn die TTIP-Ver­hand­lun­gen im Moment nur schlep­pend vor­an­kom­men, ist dies kein Grund, in den Bemü­hun­gen nach­zu­las­sen“, beton­te Schulz in Rich­tung Poli­tik gewandt. „Im Gegen­teil: Jetzt müs­sen die Ver­hand­lun­gen umso enga­gier­ter vor­an­ge­trie­ben wer­den, um noch in die­sem Jahr zu einer Eini­gung zu kom­men.“ Schließ­lich wür­de man im Süd­wes­ten zu den größ­ten Pro­fi­teu­ren von TTIP gehö­ren, so der Bezirks­grup­pen-Vor­sit­zen­de: „Bei den Ver­ei­nig­ten Staa­ten han­delt es sich immer­hin um den bedeu­tends­ten Export­markt Baden-Würt­tem­bergs nach der EU.“

Gleich­zei­tig müs­se das Han­dels­ab­kom­men mit Kana­da, das schon aus­ver­han­delt ist, rasch umge­setzt wer­den, for­der­te Schulz: „CETA ist das bis dato moderns­te und aus­ge­wo­gens­te Han­dels­ab­kom­men, das wir haben. Es wird den hohen Anfor­de­run­gen von Ver­brau­chern, Wirt­schaft und Poli­tik voll gerecht.“ So siche­re das Abkom­men bereits exis­tie­ren­de arbeits- und umwelt­po­li­ti­sche Stan­dards. „Anders als die Kri­ti­ker behaup­ten, schränkt CETA auch die Gesetz­ge­ber nicht dabei ein, eigen­stän­dig wei­te­re Regu­lie­run­gen zum Schutz von Gesund­heit, Umwelt und Arbeits­stan­dards zu beschlie­ßen“, erklär­te der Arbeit­ge­ber-Ver­tre­ter laut Pres­se­mit­tei­lung.

Außer­dem ver­pflich­te sich mit CETA erst­mals ein nord­ame­ri­ka­ni­sches Land, regio­na­le Her­kunfts­be­zeich­nun­gen (wie bei­spiels­wei­se ‚Schwarz­wäl­der Schin­ken‘) bes­ser zu schüt­zen. „Kana­da wird zudem alle Aus­schrei­bun­gen der öffent­li­chen Hand für euro­päi­sche Unter­neh­men voll­stän­dig öff­nen“, lob­te Schulz das Ver­hand­lungs­er­geb­nis. Gleich­zei­tig bie­te das Abkom­men eine gro­ße Chan­ce, das alte Sys­tem des Inves­to­ren­schut­zes grund­le­gend zu moder­ni­sie­ren.

In Rich­tung der Kri­ti­ker von TTIP und CETA gewandt, erklär­te Schulz, Deutsch­land kön­ne es sich nicht leis­ten, in der Han­dels­po­li­tik am Ran­de zu ste­hen. „Wenn wir nicht gemein­sam mit den Nord­ame­ri­ka­nern die künf­ti­gen Stan­dards auf den Welt­märk­ten bestim­men, wer­den es ande­re tun“, warn­te er: „Ohne star­ke Part­ner wer­den wir unse­re hohen Stan­dards nicht ver­tei­di­gen kön­nen.“