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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Wirt­schaft Metall­ar­beit­ge­ber for­dern zur Halb­zeit der Gro­ko einen Kurs­wech­sel in der Poli­tik

Metallarbeitgeber fordern zur Halbzeit der Groko einen Kurswechsel in der Politik

Schulz: „Die zwei­te Spiel­zeit darf auf kei­nen Fall so wer­den wie die ers­te“


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Die Metall­ar­beit­ge­ber in der Regi­on for­dern zur Halb­zeit der Gro­ßen Koali­ti­on einen Kurs­wech­sel in der Poli­tik. „Die zwei­te Spiel­zeit darf auf kei­nen Fall so wer­den wie die ers­te“, sag­te der Vor­sit­zen­de der Bezirks­grup­pe Schwar­z­­wald-Hegau des Arbeit­ge­ber­ver­bands Süd­west­me­tall und Vor­stands­vor­sit­zen­de der Aes­cu­lap AG, Dr. Joa­chim Schulz am Don­ners­tag laut einer Pres­se­mit­tei­lung in Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen.

„Nach der Viel­zahl von teu­ren sozi­al­po­li­ti­schen Maß­nah­men muss es nun end­lich dar­um gehen, wie das alles erwirt­schaf­tet wer­den kann. Für die zwei­te Hälf­te der Legis­la­tur­pe­ri­ode muss es des­halb hei­ßen: Nicht nur kei­ne wei­te­ren Belas­tun­gen für die Wirt­schaft, son­dern end­lich deut­li­che Ent­las­tun­gen – gera­de auch in Anbe­tracht der vom Abschwung und Struk­tur­wan­del gepräg­ten aktu­el­len Ent­wick­lun­gen!“, so Dr. Schulz.

Die Bun­des­re­gie­rung dür­fe daher nicht ein­fach wei­ter stur ihren Koali­ti­ons­ver­trag abar­bei­ten, son­dern müs­se ihn drin­gend im Hin­blick auf eine wachs­tums­ori­en­tier­te Poli­tik nach­jus­tie­ren. „Alles was die Unter­neh­men behin­dert, wie bei­spiels­wei­se die geplan­te Ein­schrän­kung von sach­grund­lo­sen Befris­tun­gen, muss gestri­chen wer­den“, for­der­te des­halb Dr. Schulz: „Statt­des­sen brau­chen die Unter­neh­men Kos­ten­ent­las­tun­gen und mehr Frei­räu­me.“ So müs­se der Abbau von teu­rer und zeit­auf­wen­di­ger Büro­kra­tie end­lich ernst­haft ange­gan­gen wer­den.

Gleich­zei­tig müss­ten die Lohn­ne­ben­kos­ten unter 40 Pro­zent gehal­ten wer­den, beton­te der Bezirks­­grup­­pen-Vor­­­sit­zen­­de: „Des­halb darf es kei­ne wei­te­ren kost­spie­li­gen Sozi­al­pro­jek­te geben. Und die 40-Pro­­zent-Gren­­ze muss end­lich in einem Gesetz ver­bind­lich fest­ge­schrie­ben wer­den.“ Bei der Arbeits­zeit­ge­setz­ge­bung wie­der­um wünsch­ten sich die Unter­neh­men mehr Frei­räu­me, die Arbeits­zeit fle­xi­bler über die Woche ver­tei­len zu kön­nen. „Wie es im Übri­gen die ent­spre­chen­de EU-Rich­t­­li­­nie auch vor­sieht“, bemerk­te er.

Auch für den Bun­des­haus­halt gel­te es neue Akzen­te zu set­zen, so Dr. Schulz. Anstatt immer mehr Geld in die Sozi­al­haus­hal­te zu ste­cken, müs­se die Bun­des­re­gie­rung ver­stärkt in den Aus­bau der Ver­­kehrs- und digi­ta­len Infra­struk­tur inves­tie­ren. „Gleich­zei­tig brau­chen wir eine Straf­fung des Rechts­wegs und schnel­le­re Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, damit die Inves­ti­tio­nen auch zeit­nah umge­setzt wer­den kön­nen“, sag­te er. Auch die steu­er­li­che For­schungs­för­de­rung müs­se per­spek­ti­visch noch wei­ter aus­ge­baut wer­den, um die Anrei­ze für pri­va­te Inves­ti­tio­nen zu ver­stär­ken.

Info: Die Süd­­wes­t­­me­­tall-Bezirks­­grup­­pe Schwar­z­­wald-Hegau mit Sitz in Vil­lin­gen ist eine von lan­des­weit 13 Bezirks­grup­pen des Ver­ban­des der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie Baden-Wür­t­­te­m­berg (Süd­west­me­tall), dem größ­ten indus­tri­el­len Arbeit­ge­ber­ver­band Deutsch­lands. Die Bezirks­grup­pe ver­tritt gemein­sam mit dem Unter­neh­mens­ver­band Süd­west rund 200 Mit­glieds­fir­men mit knapp 51.000 Beschäf­tig­ten  in den Land­krei­sen Schwar­z­­wald-Baar, Rott­weil, Tutt­lin­gen, Kon­stanz und Walds­hut.

 

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