im Bild von links: Geschäftsführer Ralph Wurster, Gerhard Warnke, Geschäftsführer Maico Elektroapparate-Fabrik GmbH, Dr. Joachim Schulz, Vorstandsvorsitzender der Aesculap AG, Dr. Harald Marquardt, Geschäftsführer der Marquardt GmbH, Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick bei der Mitgliederversammlung der Südwestmetall-Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau. Foto: SWM/Wagner.

 

 

 

 

  

Die Euro­pa­wah­len wer­den in die­sem Jahr nach Auf­fas­sung der Metall­ar­beit­ge­ber eine ent­schei­den­de Bedeu­tung für den Fort­be­stand der Euro­päi­schen Uni­on haben. „Euro­pa­weit gras­siert die Sor­ge vor einem Erstar­ken popu­lis­ti­scher, euro­pa­feind­li­cher Kräf­te – auch bei uns in Deutsch­land“, erklär­te der Vor­sit­zen­de der Bezirks­grup­pe Schwarz­wald-Hegau des Arbeit­ge­ber­ver­bands Süd­west­me­tall und Vor­stands­vor­sit­zen­de der Aes­cu­lap AG, Dr. Joa­chim Schulz, am Frei­tag anläss­lich der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Ver­ban­des in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen.

Das Hor­ror­sze­na­rio wäre, dass die­se Par­tei­en in einer Stär­ke in das neu­ge­wähl­te EU-Par­la­ment ein­zie­hen, die eine ver­nünf­ti­ge gesetz­ge­be­ri­sche Arbeit wenn nicht gar unmög­lich machen, so doch stark behin­dern wür­de“, warn­te er laut Pres­se­mit­tei­lung des Ver­ban­des.

Dar­um sei es so wich­tig, dass jeder Ein­zel­ne bei der Euro­pa­wahl sei­ne Stim­me abge­be und Far­be beken­ne für Euro­pa, beton­te der Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter: „Denn es geht bei die­ser Wahl um nicht weni­ger als um die Zukunft unse­res Kon­ti­nents. Nur als eini­ges Euro­pa haben wir die Chan­ce, mit den füh­ren­den Wirt­schafts­mäch­ten der Welt mit­zu­hal­ten, auch poli­tisch auf Augen­hö­he wahr­ge­nom­men zu wer­den – und nicht in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit zu ver­sin­ken.“

Ein star­kes Euro­pa sei ange­sichts der wach­sen­den geo­po­li­ti­schen Risi­ken wich­ti­ger denn je, ergänz­te Harald Mar­quardt, stell­ver­tre­ten­der Ver­bands­vor­sit­zen­der von Süd­west­me­tall und Geschäfts­füh­rer der Fir­ma Mar­quardt. Denn auf­grund der Unsi­cher­hei­ten im Zusam­men­hang mit der Han­dels­po­li­tik von US-Prä­si­dent Donald Trump sowie dem Bre­x­it begin­ne sich der Kon­junk­tur­him­mel auch in der Regi­on Schwarz­wald-Hegau ein­zu­trü­ben.

Die Unter­neh­men der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie blick­ten inzwi­schen mehr­heit­lich pes­si­mis­tisch in die Zukunft, so der Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter. Einer neu­en Umfra­ge der Bezirks­grup­pe Schwarz­wald-Hegau zufol­ge erwar­ten rund 52 Pro­zent der Mit­glieds­un­ter­neh­men in die­sem Jahr schwä­che­re Umsät­ze als 2018. Rund 19 Pro­zent rech­nen mit unver­än­der­ten und etwa 29 Pro­zent mit bes­se­ren Umsät­zen.