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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Wirt­schaft Metall­ar­beit­ge­ber kri­ti­sie­ren über­pro­por­tio­nal star­kes Wachs­tum der Sozi­al­aus­ga­ben

Metallarbeitgeber kritisieren überproportional starkes Wachstum der Sozialausgaben

Dr. Schulz: „Steu­er­mit­tel feh­len dann an ande­rer Stel­le für wich­ti­ge Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen in For­schung und Bil­dung“

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Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen – Im Vor­feld des 19. Vil­lin­ger Rechts­ge­sprächs kri­ti­sier­ten die Metall­ar­beit­ge­ber in der Regi­on Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg das über­pro­por­tio­nal star­ke Wachs­tum der Sozi­al­aus­ga­ben.

„Auf­grund der ver­fehl­ten Ren­ten­po­li­tik der Gro­ßen Koali­ti­on wird der Bun­des­zu­schuss für die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung im kom­men­den Jahr erst­mals die 100-Mil­­li­ar­­den-Euro-Gren­­ze über­schrei­ten“, erklär­te der Vor­sit­zen­de der Bezirks­grup­pe Schwar­z­­wald-Hegau des Arbeit­ge­ber­ver­bands Süd­west­me­tall sowie Vor­stands­vor­sit­zen­de der Aes­cu­lap AG, Dr. Joa­chim Schulz, am Mon­tag in Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen: „Hier wer­den erheb­li­che Steu­er­mit­tel auf­ge­bacht, die dann an ande­rer Stel­le für wich­ti­ge Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen in For­schung, Bil­dung und den Aus­bau der Ver­­kehrs- und Digi­tal­in­fra­struk­tur feh­len.“

Der Anteil sämt­li­cher Sozi­al­aus­ga­ben am Bun­des­haus­halt belau­fe sich 2020 dann schon auf 51,5 Pro­zent und sol­le bis 2023 sogar auf rund 53 Pro­zent stei­gen. „So kann es nicht wei­ter­ge­hen. Was wir jetzt wirk­lich brau­chen, ist eine ehr­li­che Dis­kus­si­on über die Zukunft der sozia­len Siche­rung in unse­rem Land“, sag­te der Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter.

Demo­gra­fie­be­dingt wür­den die Sozi­al­ver­si­che­rungs­sys­te­me in den nächs­ten Jah­ren ver­stärkt unter Druck kom­men. Des­halb müs­se die Poli­tik end­lich zu trag­fä­hi­gen Zukunfts­lö­sun­gen kom­men – nicht nur über die ver­schie­de­nen Sozi­al­ver­si­che­rungs­zwei­ge, son­dern auch über Genera­tio­nen­gren­zen hin­weg.

”Eine gute Ren­ten­po­li­tik zeich­net sich eben nicht durch bloß will­kür­li­che Leis­tungs­aus­wei­tun­gen aus, wie sie der­zeit von der Gro­ßen Koali­ti­on prak­ti­ziert wer­den. Erfor­der­lich ist viel­mehr eine gute Wir­t­­schafts- und Arbeits­markt­po­li­tik, die bestehen­de Arbeits­plät­ze sichert und dar­über hin­aus neue Arbeits­plät­ze schafft – auch unter kon­junk­tu­rell schwie­ri­gen Rah­men­be­din­gun­gen”, beton­te Schulz die Erwar­tungs­hal­tung an die Poli­tik.

Denn nur dadurch wer­de das Ver­hält­nis von Leis­tungs­er­brin­gern zu Ren­ten­emp­fän­gern auch für die Zukunft bei­be­hal­ten. ”Aus­schließ­lich eine leis­tungs­star­ke Bil­dungs­po­li­tik und geziel­te Zuwan­de­rung kann den Fach­kräf­te­man­gel kom­pen­sie­ren und das Ren­ten­sys­tem sta­bi­li­sie­ren“, so Schulz.




 

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