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REGION (pm) -Wir sind von die­sen Ergeb­nis­sen ent­täuscht“, erklärt IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez laut Pres­se­mit­tei­lung. Die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat­te sich beim The­ma Min­dest­lohn kon­kre­te Ver­bes­se­run­gen und Erleich­te­run­gen für die Unter­neh­men erhofft.

Ins­be­son­de­re die Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten sowie die unkla­ren Rege­lun­gen zur Sub­un­ter­neh­mer­haf­tung stel­len für die mit­tel­stän­disch gepräg­ten Unter­neh­men in der Regi­on eine erheb­li­che Belas­tung dar. Am Sonn­tag hat­te in Ber­lin der Koali­ti­ons­gip­fel mit den Spit­zen von CDU/CSU und SPD getagt und über das nach wie vor hoch umstrit­te­ne Min­dest­lohn­ge­setz bera­ten.

Bereits Anfang des Jah­res hat­te die IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg deut­li­che Kri­tik an dem Gesetz, ins­be­son­de­re an den viel­fäl­ti­gen büro­kra­ti­schen Auf­la­gen für die Unter­neh­men, wie bei­spiels­wei­se die umfas­sen­den Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten, geübt. „Das passt alles nicht zur Absicht, die Büro­kra­tie­be­las­tun­gen für die Wirt­schaft nicht wei­ter zu stei­gern, mit der die Bun­des­re­gie­rung ange­tre­ten ist“, hat­te  Albiez die Bun­des­re­gie­rung bereits vor Mona­ten an ihre Wahl­ver­spre­chen erin­nert. Aus Ber­lin gab es dar­auf­hin Signa­le, die andeu­te­ten, das Gesetz wer­de an man­chen Stel­len noch ein­mal über­ar­bei­tet wer­den. Doch nun konn­te sich der Koali­ti­ons­gip­fel in wesent­li­chen Fra­gen nicht auf eine gemein­sa­me Linie eini­gen und hat sich daher beim The­ma Min­dest­lohn ohne kon­kre­te Ergeb­nis­se ver­tagt.

Ledig­lich Fra­gen sei­en iden­ti­fi­ziert wor­den, an denen gear­bei­tet wer­den soll; an den umstrit­te­nen Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten soll dage­gen zunächst fest­ge­hal­ten wer­den. Die IHK wird wei­ter­hin ver­su­chen, sol­che Erleich­te­run­gen für die Unter­neh­men durch­zu­set­zen. „Es muss zu einer spür­ba­ren Ent­las­tung für die Unter­neh­men kom­men“, betont Albiez. „Die Poli­tik darf die Unter­neh­men hier nicht allei­ne las­sen“. Die­se sei hier in der Pflicht, tätig zu wer­den, um die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung nicht nach­hal­tig zu gefähr­den. „Wir wer­den wei­ter das Gespräch mit der Poli­tik suchen, die Sor­gen und Nöte der Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer in unse­rer Regi­on in sol­chen Gesprä­chen trans­por­tie­ren und deren For­de­run­gen klar for­mu­lie­ren“, kün­digt Albiez in die­sem Zusam­men­hang wei­ter an.