BU: Treffen bei einem erfolgreichen Mittelständler in der Region. Von links: Ulrike Bleh, Markus Schneider, Klaus Michelfelder und Thomas Albiez.Foto: pm

FLUORN-WINZELN (pm) – Breit über attrak­ti­ve Bran­chen diver­si­fi­ziert, inter­na­tio­nal auf­ge­stellt, in der Aus­bil­dung enga­giert, als attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber von der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg zer­ti­fi­ziert – für IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez ist die Fir­ma Michel­fel­der Hol­ding und Ser­vice das Mus­ter­bei­spiel eines erfolg­rei­chen Mit­tel­ständ­lers in der Regi­on.

Wäh­rend eines Arbeits­tref­fens mit den Geschäfts­füh­rern Klaus Michel­fel­der und Mar­kus Schnei­der bekräf­tig­ten die Unter­neh­mer, Michel­fel­der wei­ter als unab­hän­gi­ges Fami­li­en­un­ter­neh­men zu ent­wi­ckeln, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung der IHK. Und wei­ter:

Das 1970 gegrün­de­te Unter­neh­men besitzt umfas­sen­des Know-how in der Edel­stahl­tech­nik vor allem in den Berei­chen Blech­ver­ar­bei­tung, Laser­be­ar­bei­tung, Dich­tungs- und Dosier­tech­nik sowie die Kurz­rohr­her­stel­lung. Als qua­li­fi­zier­ter Zulie­fe­rer für eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Bran­chen, von der Auto­ma­ti­sie­rungs­in­dus­trie über den Maschi­nen­bau, Auto­mo­ti­ve bis hin zur Lebens­mit­tel-, Medi­zin- und Ver­pa­ckungs­tech­nik, sieht Klaus Michel­fel­der das Unter­neh­men für wei­te­res Wachs­tum gut auf­ge­stellt. Dabei spielt das neue Pro­duk­ti­ons­ge­bäu­de im Gewer­be­ge­biet Flu­orn-Win­zeln eine wich­ti­ge Rol­le.

Als beson­ders zukunfts­ge­wandt bezeich­ne­te Tho­mas Albiez die Struk­tur der Michel­fel­der-Grup­pe. In der Hol­ding wer­den zen­tra­le Auf­ga­ben wie Per­so­nal, IT, Finanz­buch­hal­tung, Mar­ke­ting und Qua­li­täts­ma­nage­ment adres­siert, so dass die ope­ra­ti­ven Gesell­schaf­ten mit pass­ge­nau­en Geschäfts­mo­del­len Lösun­gen für Kun­den umset­zen kön­nen. Fle­xi­ble Unter­neh­mens­ein­hei­ten mit 250 Mit­ar­bei­tern sor­gen für etwa 30 Mil­lio­nen Euro Jah­res­um­satz.

Dem Fach­kräf­te­man­gel begeg­net Michel­fel­der unter ande­rem mit ver­stärk­ter Aus­bil­dung. Ab dem neu­en Lehr­jahr wer­den 18 statt wie bis­her zwölf Aus­zu­bil­den­de beschäf­tigt. Tho­mas Albiez war sich mit den Geschäfts­füh­rern einig, dass die dua­le Aus­bil­dung einen her­vor­ra­gen­den Start ins Berufs­le­ben ermög­licht. „Ein Stu­di­um kann sich dann ja noch anschlie­ßen“, ver­weist Michel­fel­der auf den eige­nen Wer­de­gang: „Was ich in der Aus­bil­dung gelernt habe ist mir heu­te genau­so wich­tig wie das, was im Stu­di­um dazu kam.“

Ulri­ke Bleh, Lei­te­rin des Geschäfts­be­rei­ches Bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung der IHK, hob die aus­ge­zeich­ne­te Unter­neh­mens­kul­tur bei Michel­fel­der her­vor, was sich nicht zuletzt in der erfolg­rei­chen Audi­tie­rung als attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber nie­der­ge­schla­gen hat: Füh­rungs­kräf­te ent­wi­ckeln, Mit­ar­bei­ter qua­li­fi­zie­ren, Per­spek­ti­ven schaf­fen, „die­se Qua­li­tä­ten kenn­zeich­ne­ten heu­te erfolg­rei­che Mit­tel­ständ­ler“, so Albiez und Bleh. Michel­fel­der nutzt dabei das brei­te Ange­bot der IHK Aka­de­mie. Beson­de­re Freu­de war es den IHK-Ver­tre­tern, die IHK-Aus­bil­dungs­ur­kun­de zu über­rei­chen.

Die unter­neh­me­ri­sche Her­aus­for­de­rung ange­sichts sich abzeich­nen­der Para­dig­men­wech­sel wie E-Mobi­li­tät, Indus­trie 4.0 oder der Ver­brei­tung addi­ti­ver Ver­fah­ren besteht für die Michel­fel­der-Geschäfts­füh­rer dar­in, die rele­van­ten Trends zu erken­nen und nicht jeder neu­en Mode, die pro­pa­giert wird, hin­ter­her zu hecheln. Kon­kret bedeu­tet dies: Das Unter­neh­men beschäf­tigt sich mit 3-D-Druck, und auch in der Elek­tro­mo­bi­li­tät sehen Michel­fel­der und Schnei­der Chan­cen dank des Lösungs­port­fo­li­os, etwa im Kor­ro­si­ons­schutz und der Dich­tungs­tech­nik.

Nach wie vor erfolg­reich arbei­tet der Stand­ort in der Tür­kei, berich­te­ten die Geschäfts­füh­rer. Man ste­he in engem Kon­takt mit der Außen­han­dels­kam­mer der IHK und nut­ze hier das Bera­tungs­an­ge­bot. Es sei wich­tig, die Kon­tak­te und Wirt­schafts­be­zie­hun­gen – gera­de auch in der aktu­el­len Situa­ti­on – auf­recht zu erhal­ten, war man sich einig.