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„Nachfolge erfolgreich planen“

 60 Teilnehmende informierten sich bei Nachfolgeveranstaltung in Deißlingen

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Irgendwann muss sich jede Unternehmerin und jeder Unternehmer mit den Fragen auseinandersetzen, in welche Hände der Betrieb übergeben werden soll, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und ob es eine interne oder externe Übergabe benötigt. Doch eine Nachfolge in einem Unternehmen ist eine bedeutende strategische Herausforderung, die gut durchdacht sein will.

Deißlingen/Region. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Mitglieder des IHK-Arbeitskreis Nachfolge haben sich daher bereits seit längerem diesem Thema verschrieben und luden jüngst zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Nachfolge erfolgreich planen“. Darüber berichtet die IHK in einer Pressemitteilung.

Rund 60 Teilnehmende waren dieser Einladung gefolgt. Und auch die Location bei der Firma Zweiradtechnik Zepf in Deißlingen war nicht ganz zufällig gewählt. Der Inhaber und Namensgeber dieses Motorradhandels, Hartmut Zepf, hatte selbst bereits seine Nachfolge erfolgreich geregelt.

Nachfolge steht in vielen Betrieben an

„Die Teilnehmerzahl an diesem Abend zeigt deutlich, dass das Thema der Unternehmensnachfolge in unserer Region immer wichtiger wird. Immer stärker spüren wir die sogenannten ‚Babyboomer-Jahre‘. Das bedeutet, dass immer mehr Betriebe zur Nachfolge anstehen. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer aus diesen Jahren gehen nach und nach in den Ruhestand und sind gezwungen, ihren Betrieb abzugeben,“ so Larissa Kratt, die bei der IHK die Unternehmen in der Region bei der Nachfolge betreut.

Beleuchtet wurden an diesem Abend die diversen Aspekte des Nachfolgethemas, abgerundet von einem Erfahrungsbericht des Inhabers der Zweiradtechnik Zepf.  Denn Hartmut Zepf lieferte den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in den komplexen Prozess seiner Firmenübergabe.

„Gerade dieser Erfahrungsbericht hat uns darin bestätigt, dass eine rechtzeitige Vorbereitung der Unternehmensnachfolge sehr wichtig ist, je früher, desto besser. Denn eine erfolgreiche Unternehmensübergabe benötigt Zeit und diverse Expertengespräche. Nur so bleibt genügend Spielraum, um alle Herausforderungen auf dem Weg zur Nachfolge sicher zu meistern“, ergänzt Marlene Roming, die bei der IHK ebenfalls als Referentin für das Thema Unternehmensnachfolge tätig ist.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden dann noch die Möglichkeit, sich im Vier-Augen-Gespräch mit den Expertinnen und Experten aus dem Arbeitskreis Nachfolge auszutauschen und wertvolle Kontakte für den Weg zur eigenen Unternehmensnachfolge zu knüpfen.

Weitere Informationen, Veranstaltungshinweise und Orientierungshilfen erhalten Interessierte bei den beiden IHK-Nachfolgeberaterinnen Larissa Kratt (Telefon: 07721 922-138; [email protected]) oder Marlene Roming (Telefon: 07721 922-348; [email protected]).

Über den IHK-Arbeitskreis Nachfolge
Die Mitglieder des Arbeitskreises tauschen sich über aktuelle und wiederkehrende Themen im Bereich Nachfolge aus. Sie erarbeiten gemeinsame Lösungsansätze und unterstützen sich gegenseitig. Eine Unternehmensübergabe beziehungsweise -übernahme ist zumeist ein sehr komplexer Vorgang.

Viele Bereiche der Unternehmensnachfolge lassen sich nur mit Hilfe von Experten richtig beurteilen. Daher ist das Ziel des Arbeitskreises, mit Experten in der Region dieses Thema zu bearbeiten, um die Weiterführung möglichst vieler Betriebe zu gewährleisten.

 

Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.

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